Bei Einbruch: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht

Hausratversicherer schulden bei Einbruchdiebstahl keine vollständige Reparatur, wenn diese mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist.

 

Urlaubszeit ist Einbruchzeit. Wer aus der schönsten Zeit des Jahres nach Hause kommt und dann mit einem Einbruch in die eigenen vier Wände konfrontiert wird, erwartet auf den Schreck wenigstens eine zügige und komfortable Schadensregulierung durch seinen Versicherer. Doch was genau dieser leisten muss, steht in den Vertragsbedingungen. Und das ist nicht immer deckungsgleich mit den Erwartungen des Versicherten. So auch in einem Fall, der vor dem Oberlandesgerichts (OLG) Hamm unter dem Aktenzeichen 20 U 222/15 verhandelt wurde. Der Kläger erhielt nach einem Einbruchdiebstahl von seiner Versicherung knapp 2.000 Euro, um ein Schlafzimmerfenster und eine Terrassentür erneuern zu lassen. Für zwei weitere beschädigte Türen übernahm die Assekuranz die Reparaturkosten. Der Geschädigte wollte allerdings mehr und verlangte, auch die Schönheitsschäden zu beheben. Die Versicherung lehnte ab. Zu Recht, so die OLG-Richter: Ist ein Versicherer aufgrund der Vertragsbedingungen verpflichtet, nach einem versuchten Einbruchsdiebstahl die notwendigen Reparaturkosten zu ersetzen, beschränke sich der Betrag auf den schnellsten, sichersten und zumutbar billigsten Reparaturweg.

Erst die Pflicht, dann das Geld

Erst die Pflicht, dann das Geld

  Wenn Versicherte im Schadensfall ihren Obliegenheiten, sprich Verpflichtungen aus ihrem Versicherungsvertrag, nicht nachkommen, darf der Versicherer den Schadensausgleich verweigern. So der […]