Baukindergeld und mehr: Mit 25 nützlichen Tipps entspannt ins Eigenheim

Baukindergeld und mehr: Mit 25 nützlichen Tipps entspannt ins Eigenheim

Das Baukindergeld ist nur ein wichtiger Aspekt beim Erwerb von Wohneigentum. In unserem Leitfaden finden Sie 25 nützliche Tipps, mit denen Sie bei der Planung und beim Bau Ihres Eigenheims Zeit, Nerven und bares Geld sparen.
Inhalt

  • Tipp 1: Bleiben Sie sachlich
  • Tipp 2: Wissen ist Macht
  • Tipp 3: Die Kosten nicht unterschätzen
  • Tipp 4: Gründliche Prüfung des Baulands
  • Tipp 5: Grünes Licht vom Bauamt holen
  • Tipp 6: Mit dem Bebauungsplan die künftigen Nachbarn kennenlernen
  • Tipp 7: Die Nebenkosten in der Kalkulation berücksichtigen
  • Tipp 8: Ehrlich zu sich selbst sein
  • Tipp 9: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
  • Tipp 10: Finanzielle Anreize für pünktliche Fertigstellung setzen
  • Tipp 11: Die Rolle des Bauherren ausfüllen
  • Tipp 12: Nicht die Katze im Sack kaufen
  • Tipp 13: Wer billig kauft, kauft oft zwei Mal
  • Tipp 14: Baustoffsysteme vermeiden Pannen
  • Tipp 15: Vier Augen sehen mehr als zwei
  • Tipp 16: Ein Protokoll gibt Sicherheit
  • Tipp 17: Sachgemäße Lagerung des Baumaterials
  • Tipp 18: Auf Luftdichtheit achten
  • Tipp 19: Speicherfähige Baustoffe sorgen für gutes Raumklima
  • Tipp 20: Der Teufel liegt im Detail
  • Tipp 21: An die Zukunft denken
  • Tipp 22: Kalkulieren Sie realistisch
  • Tipp 23: Einfach auch mal loslassen
  • Tipp 24: Unterstützung von Freunden und Familie zulassen
  • Tipp 25: Die eigenen Wünsche und Träume visualisieren!
  • Weitere Informationen zum Thema Hausbau

    Tipp 1: Bleiben Sie sachlich

    Der Hausbau ist ein aufregendes Projekt. Lassen Sie sich aber nicht zu sehr von Ihren Gefühlen und Wünschen ablenken. Legen Sie stattdessen Ihr Augenmerk auf Fakten. Auch Erfahrungsberichte von Freunden und Bekannten, die diesen Schritt schon erfolgreich gegangen sind und bereits ein Eigenheim gebaut haben, können vor ärgerlichen und vor allem teuren Fehlern bewahren.

    Tipp 2: Wissen ist Macht

    Gründliche Vorbereitung lohnt sich. Neben öffentlichen Informationsveranstaltungen für angehende Bauherren bietet sich vor allem Fachlektüre an. Dabei geht es nicht nur um die technische Seite des Bauens, sondern auch rechtliche und finanzielle Grundlagen.

    Tipp 3: Die Kosten nicht unterschätzen

    Ob bereits erschlossen oder nicht, das Grundstück schlägt unter Umständen mit erheblichen Kosten zu Buche. Selbst wenn Sie so viel wie möglich in Eigenregie machen, einiges können oder dürfen Sie gar nicht tun. Kommunale Gebühren als stets wiederkehrende Kosten und kommunale Beträge etwa für den Ausbau der Straße vor Ihrem Grundstück können Ihr Budget erheblich belasten.

    Tipp 4: Gründliche Prüfung des Baulands

    Nicht selten entpuppen sich gerade Grundstücke in Hanglage als bodentechnisch schwierig. Die Beschaffenheit des Grundes ist unbedingt vor Baubeginn zu prüfen, insbesondere wenn Sie statt einer Bodenplatte einen Keller wünschen.

    Tipp 5: Grünes Licht vom Bauamt holen

    Ärgerlich und vermeidbar ist es, wenn von Amts wegen ein Baustopp verhängt wird. Ein Blick in die Bauordnung der jeweiligen Kommune ist daher unerlässlich.

    Tipp 6: Mit dem Bebauungsplan die künftigen Nachbarn kennenlernen

    Jede Kommune hat einen Bebauungsplan, der Auskunft über zukünftig geplante Bauvorhaben gibt. Bauherren sollten diesen immer vor dem Kauf des Grundstücks einsehen, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen. Wer möchte schon einen Autobahnzubringer oder ein Gewerbegebiet in der Nachbarschaft?

    Tipp 7: Die Nebenkosten in der Kalkulation berücksichtigen

    Mit dem Kaufpreis etwa eines schlüsselfertigen Hauses ist es längst nicht getan. Damit die Finanzierung nicht aus den Fugen gerät, müssen Sie auch die sogenannten Erwerbsnebenkosten berücksichtigen. Diese betragen je nach Bundesland mehr als 10 Prozent der Gesamtkosten und ergeben sich aus Grunderwerbsteuer, gegebenenfalls Maklercourtage, Gerichts- und Notargebühren.

    Tipp 8: Ehrlich zu sich selbst sein

    Wer in der Planungsphase immer wieder gedanklich durch das fertige Haus wandert, stellt häufig fest, dass teure Spielereien wie Luxusbäder und Wintergärten anfangs nicht nötig sind. Die können auch später noch eingebaut werden. Werden sie bei der Planung zunächst außen vor gelassen, kann das jede Menge Geld sparen.

    Tipp 9: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

    Überprüfen Sie genau, wen Sie da eigentlich mit Arbeiten an Ihrem Haus betrauen. Architekten und Bauunternehmen sollten ein Portfolio mit fertigen Projekten vorweisen können und auch die Kontaktaufnahme zu früheren Auftraggebern als Referenzen vermitteln.

    Tipp 10: Finanzielle Anreize für pünktliche Fertigstellung setzen

    Ein Ausufern der Kosten kann vermieden werden, wenn Sie dem Architekten einen Bonus in Aussicht stellen. Dieser wird fällig, wenn das Bauprojekt ohne Verzögerung zum veranschlagten Preis fertiggestellt wird.

    Tipp 11: Die Rolle des Bauherren ausfüllen

    Nehmen Sie die Verantwortung für das Bauprojekt an. Stellen sie jede Menge Fragen und lassen Sie sich alles im Detail erklären. Nur so behalten Sie den Überblick über Ihr Projekt und können eigenverantwortliche Entscheidungen treffen, sobald es zu Problemen kommen sollte.

    Tipp 12: Nicht die Katze im Sack kaufen

    Unterzeichnen Sie den Vertrag für Ihr neues Haus nur, wenn diesem eine detaillierte Baubeschreibung samt Zeitplan zugrunde liegt. Achten Sie darauf, dass genaue Angaben über die Bezugsquellen des Baumaterials und dessen technische Beschaffenheit vorliegen. Was nicht im Vertrag steht, können Sie später auch nicht einfordern!

    Tipp 13: Wer billig kauft, kauft oft zwei Mal

    Gerade die elementaren Bestandteile des Baus sollten aus hochwertigen Materialen bestehen. Sparen Sie lieber bei der Inneneinrichtung. Ein günstiges Badezimmer lässt sich einfacher aufwerten als ein minderwertiges Fundament.

    Tipp 14: Baustoffsysteme vermeiden Pannen

    Mit einem fertigen Baustoffsystem ist sichergestellt, dass alle Komponenten des Baus kompatibel sind. Teure Mehrfachkäufe lassen sich so vermeiden. In der Regel erfolgt ein Briefing durch den Hersteller direkt auf der Baustelle, bei dem der Bauherr ebenfalls anwesend sein sollte (siehe Tipp 11).

    Tipp 15: Vier Augen sehen mehr als zwei

    Der Bauherr sollte sich regelmäßig den Baufortschritt zeigen lassen und dabei nicht zögern, kritische Fragen zu stellen. Eine gründliche, ehrliche Qualitätskontrolle vermeidet unter Umständen später viel Kummer und aus zusätzliche Kosten. Beißen Sie im Zweifelsfall in den sauren Apfel und ziehen einen Sachverständigen hinzu. Das verzögert zwar den Baufortschritt, ist aber weniger ärgerlich als beispielsweise ein kurz nach dem Einzug entdeckter Wasserschaden.

    Tipp 16: Ein Protokoll gibt Sicherheit

    Schriftliche Absprachen über Mängel und Änderungswünsche sind verbindlich, sofern diese direkt auf der Baustelle von allen Betroffenen unterschrieben werden. Ein sogenanntes Baustellenprotokoll schafft Rechtssicherheit und ist sonstigen schriftlichen oder sogar mündlichen Mitteilungen bzw. Vereinbarungen immer vorzuziehen.

    Tipp 17: Sachgemäße Lagerung des Baumaterials

    Bisweilen wird einwandfrei angeliefertes Material auf der Baustelle beschädigt. Nicht nur fertige Mauerkronen, sondern auch Putze und Mörtel müssen vor Nässe geschützt werden. Unterschätzt wird auch das Risiko von Diebstählen. Es sollte daher frühzeitig eine sichere Lagermöglichkeit im Rohbau geschaffen oder anderweitig vorgesorgt werden, etwa mit einem abschließbaren Anhänger oder Bauwagen.

    Tipp 18: Auf Luftdichtheit achten

    Wärmebrücken können zu Schimmel im Neubau führen – ein Albtraum für jeden Bauherren.

    Tipp 19: Speicherfähige Baustoffe sorgen für gutes Raumklima

    Hochwertige Dämmstoffe regulieren das Raumklima. Im Winter halten sie die Kälte draußen, während sie im Sommer für angenehme Kühle sorgen. Achten Sie auf Qualität! (Siehe Tipp 13)

    Tipp 20: Der Teufel liegt im Detail

    Bevor die Haustechnik installiert wird, sollte der tatsächliche Bedarf zunächst genau ermittelt werden. Auch ein Gewährleistungsanspruch auf verbaute Teile sollte vorliegen. Hier können Kostenfallen lauern.

    Tipp 21: An die Zukunft denken

    Auch wenn „Spielereien“ wie ein Kamin oder eine Sauna bei Baubeginn das Budget sprengen, sollten die dafür benötigten Anschlüsse bereits von Beginn an eingeplant werden. Das Gleiche gilt für Elektro- und Wasserleitungen für ein Gartenhaus oder ein Carport.

    Tipp 22: Kalkulieren Sie realistisch

    Holen Sie sich Rat von unabhängigen Stellen und vergleichen Sie unterschiedliche Angebote, bevor Sie einen Kreditvertrag unterschreiben. Mit der Finanzierung steht und fällt der Traum vom Eigenheim. Schon kleinste Details können einen gewaltigen Kostenunterschied machen! Vergessen Sie außerdem nicht Ihre laufenden Lebenshaltungskosten.

    Tipp 23: Einfach auch mal loslassen

    Vergessen Sie bei allem Eifer nicht, die Reise zum eigenen Haus zu genießen. Überlassen Sie komplizierte Arbeiten lieber einem Fachmann, statt wertvolle Zeit mit nervenaufreibenden und kraftzehrenden Eigenleistungen zu verschwenden.

    Tipp 24: Unterstützung von Freunden und Familie zulassen

    Versierte Heimwerker aus dem Bekanntenkreis können eine große Bereicherung beim Hausbau sein. Eine privateUnfallversicherung sorgt dafür, dass Sie keine bösen Überraschungen erleben oder sogar eine Freundschaft verlieren, wenn auf der Baustelle doch einmal etwas passiert.

    Tipp 25: Die eigenen Wünsche und Träume visualisieren!

    Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, erstellt vor Baubeginn ein virtuelles Modell seines Traumhauses. Softwares wie HausDesigner3D oder Plan7Architekt ermöglichen die detaillierte Planung und Einrichtung eines Bauprojekts. Teure Fehler können so schon in der Planungsphase vermieden werden. Ein Bild des fertigen Projekts vor dem inneren Auge verhindert, dass einem in schwierigen Phasen die Puste ausgeht. Behalten Sie das Ziel vor Augen!

    Weitere Informationen zum Thema Hausbau

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    Anmerkung der Redaktion: Der Autor dieses Textes ist kein Steuerberater und auch kein Rechtsanwalt, sondern Wirtschafts- und Finanzjournalist. Finanzjournalisten ist rechts- und steuerberatende Tätigkeit per Gesetz untersagt. Der Text dient lediglich der Information von Steuerzahlern und (angehenden) Bauherren oder Immobilienkäufern. Eine Beratung oder gar konkrete Empfehlungen enthält der Text nicht. Diese sind auch nicht beabsichtigt. Obwohl die für den Text verwendeten Quellen als zuverlässig gelten, wird keine Garantie für die Richtigkeit übernommen. Die Ausführungen und Erklärung können und sollen das Gespräch mit einem Steuerberater und/oder Rechtsanwalt nicht ersetzen.

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