Wenn ein Grundstück doch keinen direkten Seezugang hat

Wird ein Grundstück mit dem Hinweis auf „direkten Seezugang“ verkauft und stellt sich später heraus, dass der Grund nicht bis an den See reicht, muss der Verkäufer Schadenersatz leisten.

Das entschied das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht (OLG) unter dem Aktenzeichen 3 U 49/10. Die Richter entschieden in einem Fall, in dem sich zwischen dem gekauften Grundstück und dem Wasser ein fünf Meter breiter Uferstreifen in städtischem Eigentum befand. Den Wert des Uferstreifens taxierte ein Sachverständiger auf 7.500 Euro. In derselben Höhe muss der Verkäufer jetzt Schadenersatz an den Käufer zahlen. Richterliche Begründung: Der vorherige Eigentümer haben dem Käufer nur teilweise das versprochene Eigentum übereignet.