OLG Saarbrücken: Haftung bei Feuchtigkeitsschäden

Gebrauchte Immobilien, die bisweilen fünfzig Jahre und mehr alt sind, bergen erhebliche Risiken. Denn viele alte Häuser sind nicht gerade in einem guten Zustand. Mit das häufigste Problem: Feuchtigkeitsschäden, die sich nicht selten vom Keller bis ins Erdgeschoss erstrecken. Das sollte jeder wissen, der ein Haus aus zweiter Hand erwirbt.

Nicht immer endet ein Fehlkauf einer Immobilie aus zweiter Hand so glimpflich wie in dem Fall, den das Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken abschließend entscheiden musste. Der Sachverhalt: Der Kläger hatte ein mehr als sechzig Jahre altes Haus gekauft. Einige Wochen nach dem Eigentumsübergang bemerkte er Schimmel an den Kellerwänden. Die darauf angesprochene Verkäuferin zeigte sich ahnungslos. Der neue Eigentümer focht deshalb den Kaufvertrag wegen sogenannter arglistiger Täuschung an. Dies hätte die Erstattung des Kaufpreises zur Folge gehabt. Der Kläger setzte sich sowohl vor dem Landgericht Saarbrücken (Az.: 5 O 114/10) als auch in der Berufungsinstanz beim OLG Saarbrücken (Az.: 1 U 132/12) durch. Die frühere Eigentümerin und Verkäuferin hätte tatsächlich VOR dem Verkauf den Erwerber über die Feuchtigkeitsschäden und den daraus resultierenden Schimmelbefall im Keller informieren müssen.

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