Abfeiern an Silvester: Vermieter darf nicht fristlos kündigen

Manche private Silvesterparty wird auch diesmal anders verlaufen als geplant. Dennoch: Vermieter dürfen bei Gäste-Randale nicht fristlos kündigen.

Böller und Sekt sind für manchen Silvesterparty-Gast eine explosive Mischung. Unüberlegte Worte und Handlungen, die – nüchtern betrachtet – zu Scham führen, sind die fast zwangsläufige Folge. In dem Fall, den das Amtsgericht (AG) Berlin-Lichtenberg unter dem Aktenzeichen  11 C 80/05  verhandelte, lag der Sachverhalt ähnlich. Nur dass sich der Mieter für das Verhalten seiner unruhigen Party-Gäste anschließend bei der Hausverwaltung entschuldigte und den entstandenen Schaden – eine beschädigte Hauswand sowie eine demolierte Briefkastenanlage – übernehmen wollte.

Die Hausverwaltung erteilte dem Mieter jedoch eine glatte Abfuhr. Der Mieter erhielt die fristlose Kündigung und wurde auf Räumung der Wohnung verklagt. Zu Unrecht, so das AG Berlin-Lichtenberg unter dem oben genannten Aktenzeichen. Der Mieter sei nicht für das Verhalten seiner Gäste verantwortlich und hätte auch nicht damit rechnen können.