Baumwurzeln an der Nachbarsgrenze

Tief verwurzelt an der Grundstücks­grenze

Bis vor den Bundesgerichtshof (BGH) schaffte es eine Nachbarstreitigkeit über die Wurzeln eines Kirschbaums. Die waren über die Grundstücksgrenze hinaus gewachsen und hatten Betonplatten auf dem Nachbargrundstück angehoben. Diesen Schaden ließ der so gestörte Grundbesitzer durch einen Gartenbauunternehmer beseitigen und die entsprechenden Stellen neu pflastern. Die Rechnung über mehr als 1.000 Euro hielt der Nachbar für unangemessen und bekam vor dem BGH recht. Zwar habe der Eigentümer ein Recht darauf, dass die Eigentumsbeeinträchtigung durch die Wurzeln beseitigt werde. Im konkreten Fall hätte es allerdings gereicht, die Platten anzuheben und die darunter liegenden Wurzeln zu kappen (Az.: V ZR 99/03).