Was bringt ein Deckenventilator im Winter?

Ein Deckenventilator im Winter ist nicht unnötig, denn er verwirbelt die Raumluft gleichmäßig und sorgt somit im Winter für den Temperaturausgleich. Was dabei zu beachten ist, erklärt der folgende Ratgeber.

Der Ventilator ist somit keine Erfindung, welche sich lediglich auf den Sommer spezialisiert hat. Denn auch im Winter kann er gute Dienste leisten.

Wie funktioniert der Deckenventilator im Winter?

Deckenventilatoren lassen sich in kleinen bis mittleren Räumen, aber auch in großen Hallen einsetzen. Zu beachten ist jedoch immer die Raumhöhe, denn je nachdem muss ein größeres Modell gekauft werden, hierzu kann ein Verkäufer entsprechend beraten.

Damit der gewünschte Effekt des Temperaturausgleichs stattfindet, muss der Deckenventilator im richtigen Modus funktionieren. Der Vorwärtslauf beschränkt sich auf den Sommerbetrieb, während der Rückwärtslauf sich auf den Winterbetrieb beschränkt.

Sollte der Deckenventilator aber kein Rückwärtslauf haben, dann kann das TDA-System installiert werden. TDA steht für „Temperatur Differenz Ausgleich“. Der Vorwärtslauf kann aber auch im Winter eingesetzt werden, jedoch kann es bei niedrigen Räumen zu einem Luftzug führen, der als sehr unangenehm wahrgenommen wird. Zu unterscheiden ist ein Deckenventilator selbstverständlich von einem Klimagerät.

Wie ist die Funktionsweise bei Deckenventilatoren im Winter?

Experten empfehlen bei einer Deckenhöhe von unter 2,80 Metern den Einsatz von einem Deckenventilator mit Rückwärtslauf. Die Laufrichtung lässt sich über einen Schiebeschalter direkt am Gehäuse konfigurieren, teilweise (so unter anderem bei DC Modellen) auch mit einer Fernbedienung.

Neuerdings gibt es auch Modelle, welche über eine Smart Home Konnektivität verfügen. Diese haben wiederum den Vorteil, dass sie per Sprachsteuerung oder über eine App gesteuert werden können – theoretisch auch aus der Ferne, sollte dies nötig sein.

Die Funktionsweise dessen ist simpel, denn im Rückwärtslauf wird die Luft über den Deckenventilator angesaugt und mit Schwung an die Decke gedrückt. Die Luft verteilt sich über die Raumwände und so auch zum Fußboden. Unter dem Ventilator entsteht ein Unterdruck, der die Bodenluft wieder ansaugt – es beginnt ein Kreislauf. Da es sich um einen Kreislauf handelt, werden auch die Vorteile offensichtlich.  Es kommt zu keinem kalten Luftzug, ein weiteres beziehungsweise zusätzliches Heizen (auch via Fußbodenheizung oder durch Kamin) ist nicht notwendig. 

Was gibt es bei niedrigen Decken zu berücksichtigen?

Bei niedrigen Decken, wie es zumeist bei neueren Wohnungen der Fall ist, sollte ein sehr flacher Deckenventilator gekauft werden, diese sind in der Funktionsweise mit einem herkömmlichen Ventilator identisch.

Was gibt es bei hohen Decken zu berücksichtigen?

Bei einem Altbau sind die Decken meistens sehr hoch, womöglich sogar über 2,80 Meter, hierbei greift der Rückwärtslauf jedoch nicht mehr. Die obere Luftschicht wird an die Decke gepresst, wie es bei niedrigen Zimmerhöhen auch der Fall ist.

Allerdings ist bei höheren Wänden der Nachteil, dass hieraus eine geringe Masse hervorgeht, und aufgrund des natürlichen Auftriebes strömt die Luft wieder zum Ventilator, dadurch wird ein Unterdruck erzeugt. Ganz gleich wie stark der Ventilator ist, der Boden wird nicht erreicht, und damit kann sich die untere Luftschicht nicht angleichen.

Doch es gibt auch hier wieder eine Option, und zwar kann der Deckenventilator auf der langsamsten Stufe in den Vorwärtslauf geschaltet werden, hierdurch wird die Luft durchmischt, und die Temperatur gleicht sich an. Die langsamste Stufe ist nötig, damit sich daraus kein unangenehmer Luftzug bildet.

Welche Nachteile hat der Luftzug?

Der Luftzug hat keine Nachteile für die Innenfassade, aber es können sich daraus Nachteile für die Menschen im Raum zeigen. Zugluft kann laut Medizinern krank machen und Symptome hervorrufen wie einen steifen Nacken, laufende Nase oder auch Kopfschmerzen.

Die Zugluft trocknet die Schleimhäute aus, dadurch ist die Schutzbarriere des Körpers nicht mehr aktiv – sie wird rissig und Bakterien (oder auch Viren) haben die Möglichkeit, einzudringen. Daraus können die besagten Erkältungssymptome resultieren. Ähnlich verhält sich dies auch bei Klimaanlagen.

Wann ist ein Ventilator nicht hilfreich?

In unseren Breitengraden ist ein Ventilator insgesamt immer hilfreich, erst bei einer hohen Luftfeuchtigkeit ist ein Ventilator kaum noch hilfreich oder sinnvoll. In den Tropen hilft eine Klimaanlage weitaus mehr als ein Ventilator, da diese die Luft abkühlt und gleichzeitig trocknet. Diese Anlagen verbrauchen aber weitaus mehr Strom, und insbesondere in Deutschland könnte dies auch ein Ausschlusskriterium sein, da die Stromkosten steigen.

Wann ist ein Deckenventilator falsch eingestellt?

Ein Deckenventilator ist immer dann falsch justiert, wenn dieser im Sommer oder Winter zu hoch eingestellt wurde. Die Luftzirkulation wird die Augen austrocknen, damit reagieren die Augen mit vermehrtem Tränen. Trockene Augen sind sehr gefährlich, denn dann können sie sich entzünden. Außerdem können aber auch Ohrenschmerzen dadurch auftreten. 

Die Stromkosten wiederum sind im Vergleich zu einer Klimaanlage niedrig, da es keinen direkten Energieaufwand gibt. Die Luft muss nicht getrocknet werden, lediglich der Ventilator muss angetrieben werden, und somit ist der Stromverbrauch – insbesondere bei Energiesparmodellen – außerordentlich niedrig.  


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