Auf die optimale Finanzierung des Eigenheims kommt's an.

So finanzieren Sie Ihr Eigenheim

Studien legen nahe, dass die Mieten in Ballungsräumen trotz Mietpreisbremse weiter steigen. Doch für Normalverdiener gibt es eine gute Nachricht: Weil die Hypothekenzinsen niedrig sind, ist die Finanzierung von Wohneigentum so einfach wie selten zuvor.

Sogar zu mietähnlichen Konditionen oder bisweilen noch günstiger. Dennoch gilt: Die gesamte Finanzierungsstrategie muss maßgeschneidert sein. Bauherren können nach wie vor ihr Glück kaum fassen, Sparer und Anleger sind verärgert. So bringen Tages- und Festgeldkonten praktisch keine Verzinsung mehr. Und wer eine Bundesanleihe mit 10 Jahren Restlaufzeit kauft, kann die Inflation bei weitem nicht ausgleichen.

Gestalten Sie Ihre Eigenheimfinanzierung möglichst flexibel

Zur großen Freude der Bauherren und Käufer. Niedrige Hypothekenzinsen sind zwar ein sehr wichtiges, aber nicht das ausschlaggebende Kriterium für eine langfristig solide Finanzierung. Insbesondere Familien mit Kindern und durchschnittlichem Einkommen sollten das wissen. Und darauf achten, dass sie mit ihrer  Bank, Sparkasse oder Versicherung eine größtmögliche Flexibilität vereinbaren.

Dazu zählt insbesondere die Möglichkeit, die anfängliche Tilgungsrate mindestens einmal im Jahr gebührenfrei zu erhöhen oder zu verringern. So können vorübergehende Schwankungen beim Haushaltseinkommen gut abgefangen werden. Zum Standard bei Immobilien-Darlehensverträgen gehören auch ebenfalls kostenfreie jährliche Sondertilgungen. Meist sind dies zwischen 5 und 10 Prozent vom Anfangsdarlehen.

Finanzielle Verhältnisse ehrlich dem Kreditgeber offenbaren

Eine stimmige Finanzierungsstrategie müssen beide, Bauherr und Kreditgeber, gemeinsam entwickeln. Das setzt Vertrauen voraus, Offenheit, Transparenz sowie Kompetenz. So sollte der Bauherr seine Vermögensverhältnisse und finanziellen Möglichkeiten ehrlich und ungeschönt präsentieren. Der Berater gestaltet auf dieser Grundlage eine maßgeschneiderte Finanzierungsstrategie. Diese soll dem Kunden langfristige Kalkulationssicherheit ermöglichen. Und auch auf die vorübergehenden Änderungen seiner wirtschaftlichen Verhältnisse eingehen.

Erfahrungsgemäß stehen insbesondere Normalverdiener regelmäßig vor der Frage: Sollen sie durch einen hohen jährlichen Tilgungssatz möglichst schnell ihr Wohneigentum entschulden. Oder aber sollen sie eine niedrige jährliche Tilgung entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten bevorzugen und dies durch Sondertilgungen ausgleichen.