Meisenkasten selber bauen – so geht’s

Die Meise gehört zu den Vögeln, die sehr häufig in unseren Gärten anzutreffen sind. Einen Meisenkasten kannst du auch selber bauen. Unser  Ratgeber zeigt, wie das geht.

Wenn Du einen Meisenkasten baust und in Deinem Garten aufstellst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auch angenommen wird, sehr groß. Hier stellen wir Dir die drei bekanntesten Meisenarten vor.

Die Kohlmeise im Meisenkasten

Die Kohlmeise ist die größte Meise und sehr leicht zu erkennen. Sie hat einen schwarzen Kopf mit weißen Wangen. Ihre Unterseite ist gelb. Männchen und Weibchen kannst Du daran unterscheiden, dass das Männchen einen kräftigeren schwarzen Bauchstreifen hat. Laut NABU liegt der Brutbestand der Kohlmeise in Deutschland bei 5,2 bis 6,45 Millionen Paaren.

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Auch die Blaumeise mag einen Meisenkasten

Sie ist etwas kleiner als die Kohlmeise, hat aber eine sehr ähnliche Färbung. Deutlichster Unterschied zwischen der Kohlmeise und der Blaumeise: Der Kopf der Blaumeise ist blau, die Weißanteile sind größer als bei der Kohlmeise. Laut NABU liegt der Brutbestand der Blaumeise in Deutschland bei 2,85 bis 4,25 Millionen Paaren.

Die Haubenmeise im Meisenkasten

Die Haubenmeise ist eine kleine Meise, ihre Gefiederfarbe ist braun-weiß-schwarz. Hervorstechendes Merkmal ist ihre schwarzweiße Federhaube. Laut NABU brüten in Deutschland 350.000 bis 560.000 Paare.

Meisen sind Höhlenbrüter

Wie der Name schon sagt, bedeutet das, dass diese Vögel ihre Nester in Höhlungen bauen. In freier Natur werden dazu je nach Vogelart hohle Bäume, Felsspalten oder Mauerlöcher benutzt. Manche Höhlenbrüter legen auch selbst Höhlen an.

Da es vor allem in den dicht besiedelten Gebieten unserer Städte an geeigneten Höhlen für den Nestbau mangelt, kannst Du mit dem Bau eines Meisenkastens dazu beitragen, den Vögeln einen Nistplatz anzubieten.

Auch wenn Du kein geübter Handwerker bist, sollte Dir das keine großen Schwierigkeiten bereiten, denn die Arbeitsschritte sind wirklich einfach. Hier erklären wir Dir Schritt für Schritt wie Du einen artgerechten Meisenkasten bauen kannst.

Für welche Meise soll der Nistkasten sein?

Das hängt natürlich davon ab, welche Meise am häufigsten in Deinem Garten zu Gast ist. Die Entscheidung, für welche Meise Du einen Nistkasten bauen willst, solltest Du vor dem Bau treffen. Denn sie bestimmt den Durchmesser des Einfluglochs. Blaumeisen und Haubenmeisen brauchen ein Flugloch mit einem Durchmesser von 2,6 – 2,8 cm. Für Kohlmeisen sollte das Einflugloch etwas größer sein und einen Durchmesser von 3,2 cm haben.

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Welches Material soll ich beim Bau eines Meisenkastens verwenden?

Der NABU empfiehlt für den Bau von Nistkästen ungehobelte Bretter in einer Stärke von 2 cm. Als Holzsorte kannst Du Eichen- oder Lärchenholz verwenden, diese beiden Holzarten sind sehr haltbar. Unbehandeltes Fichten- oder Tannenholz ist ebenfalls eine gute Wahl. Beide Hölzer sind relativ kostengünstig und in jedem Heimwerkermarkt zu finden. Abzuraten ist von Sperrholz oder Spanplatten, weil beides nicht witterungsbeständig ist.

TIPP: Wenn Du Dir die Arbeit leichter machen willst, kannst Du Dir die Bretter schon im Baumarkt zuschneiden lassen. Die meisten Baumärkte bieten diesen Service an – allerdings gegen Bezahlung. Doch damit Du weißt, welche Bretter Du in welcher Länge brauchst, musst Du Dir erst einmal einen Bauplan machen.

Bauplan erstellen und Einzelteile zurechtschneiden und vorbereiten

Du brauchst einen Bauplan und eine Zeichnung der Einzelteile. Wenn Du ein geübter Handwerker bist, kannst Du den Bauplan selbst erstellen. Wenn Du etwas Unterstützung brauchst, kannst Du Dir im Internet in kostenlosen Bauanleitungen Anregungen holen. Folgende Teile brauchst Du:

1 Bodenplatte

2 Seitenwände

1 Vorderseite mit Einflugloch

1 Dach

1 Leiste, an der der Nistkasten befestigt wird

Sobald Dein Bauplan steht, kannst Du Dir – wie oben schon erwähnt – die Bretter im Baumarkt zurechtschneiden lassen. Falls Du selbst zur Tat schreiten willst, zeichnest Du die einzelnen Bauteile mit einem Bleistift auf den Holzbrettern ein und sägst sie dann mit einer Stichsäge aus. Die Kanten solltest Du mit Schmirgelpapier bearbeiten, damit keine Splitter abstehen, an denen Du Dich beim Weiterarbeiten verletzen könntest.

Als Starthilfe für die Jungvögel zum Verlassen des Meisenkastens ist es sinnvoll, die Bretter an der Innenseite des Nistkastens mit einem Raspel oder einer Drahtbürste aufzurauen. Ebenso die Frontseite des Nistkastens außen. In die Bodenplatte des Meisenkastens solltest Du 3 kleine Löcher bohren, damit Nässe abfließen kann.

Jetzt kommt das Einflugloch des Meisenkastens an die Reihe.

Achte darauf, dass Du auch den richtigen Durchmesser auf der Vorderseite des Meisenkastens einzeichnest! Das Loch kannst Du auf zwei Arten aussägen: Du kannst erst mit dem Bohrer ein Loch bohren und dann mit der Stichsäge weiter arbeiten.

Oder Du bohrst mit dem Bohrer mehrere kleine Löcher in den vorgesehenen Kreis und schlägst die so perforierte Fläche mit dem Hammer aus. Die Kreisränder müssen dann sorgfältig abgeschliffen werden.

Zusammenbau und Streichen des Meisenkastens

Wenn Du die Einzelteile alle fertig hast, verbindest Du sie noch nicht. Du machst erst mal einen Testlauf, ob auch alles gut zusammen passt. Der Testlauf gibt Dir die Möglichkeit nachzubessern, bis wirklich alle Teile perfekt zueinander passen.

Zum Zusammenbauen kannst Du Nägel oder Schrauben verwenden. Schrauben machen die Konstruktion stabiler als Nägel. Für die Vorderseite, die aufklappbar sein muss, solltest Du aber auf jeden Fall Nägel verwenden. Zuerst werden die Seitenwände und die Rückwand an den Boden geschraubt oder genagelt. Dann wird das Dach aufgesetzt.

Die Vorderseite wird nur oben mit den Seitenwänden vernagelt. Das ist nötig, damit die gesamte Vorderseite später zur Reinigung noch oben geklappt werden kann.

An dieser Stelle solltest Du auch noch einmal überprüfen, ob Du die Vorderseite so weit nach oben klappen kannst, dass Du den Nistkasten reinigen kannst und Dir die Dachkante dabei nicht im Weg steht. Wenn alles passt, kann jetzt die Leiste angebracht werden, mit der Du den Nistkasten am Baum befestigst.

Damit die Vorderseite, die ja nur an den oberen Kanten mit den Seitenteilen verbunden ist, nicht unbeabsichtigt aufklappt, kannst Du hier noch einen drehbare Winkelschraube anbringen.

Jetzt kannst Du die Außenseiten des Meisenkastens mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben streichen, das imprägniert das Holz und schützt es vor schneller Verwitterung. Auf Holzschutzmittel solltest Du aber laut NABU verzichten, um die Gesundheit der Meisen nicht zu gefährden. Wenn Du bei unserer Konstruktion jetzt eine Sitzstange vermisst: die ist nicht nötig – im Gegenteil – eine Sitzstange hilft Nesträubern beim Klettern!

Jetzt ist Dein selbstgebauter Meisenkasten fertig und muss nur noch aufgestellt werden, und zwar in mindestens zwei Metern Höhe.


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