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Suche nach einer Immobilie – Tipps für den Immobilienkauf

Im grünen Umland von Großstädten ist es bisweilen einfacher, eine bezahlbare Immobilie zu finden. Foto: ©aniasv / stock adobe

Im grünen Umland von Großstädten ist es bisweilen einfacher, eine bezahlbare Immobilie zu finden. Foto: ©aniasv / stock adobe

Im grünen Umland von Großstädten ist es bisweilen einfacher, eine bezahlbare Immobilie zu finden. Foto: ©aniasv / stock adobe

In den vergangenen Jahren sind die Immobilienpreise nicht nur in den beliebten Metropolen drastisch gestiegen. Auch wer auf dem Land sucht, muss mit deutlich höheren Kaufpreisen und den parallel dazu gestiegenen Finanzierungszinsen rechnen.

Lässt sich der Traum von den eigenen vier Wänden noch erfüllen? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen

Noch vor wenigen Jahren galt ein Paar mit durchschnittlich 5.000 Euro Nettoeinkommen im Monat auf dem Immobilienmarkt als gut situiert. Doch Preiserhöhungen, die Inflation und die nun nicht unerheblichen Kreditzinsen stellen selbst das gut verdienende Fünftel der Bevölkerung vor eine Herausforderung.

Wer Immobilienanzeigen liest fragt sich nicht selten, ob das Angebot und der Preis noch in einem realistischen Verhältnis stehen. Dennoch finden sich Käufer, und auch ein augenscheinlich überteuertes Objekt wechselt den Besitzer ohne lange Standzeiten.

Da die Finanzierung ein wichtiger Baustein auf dem Weg ins Eigenheim ist, empfiehlt es sich, die Immobiliensuche vielleicht direkt über die Sparkasse oder seine eigene Hausbank vorzunehmen. Dennoch lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass die Suche nach einem Haus oder einer Wohnung in der Stadt der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen gleicht.

Warum sich örtliche Flexibilität auszahlt

In Stuttgart, Leipzig und Berlin oder München zahlt man heute für eine kleinere Eigentumswohnung den gleichen Preis, für den man früher ein Einfamilienhaus mit Grundstück erwerben konnte. Will man sich und seiner Familie den Traum vom Eigenheim erfüllen, zahlt sich Flexibilität aus.

Denn oftmals findet sich in gar nicht so weiter Entfernung vom Wunschort genau die Immobilie, die perfekt zu den eigenen Ansprüchen passt. Innerhalb der Metropolen und in den Hotspots rundherum ist es heute kaum noch möglich, eine bezahlbare Wohnung oder ein Haus zu erwerben.

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Familien, die zum Umzug bereit sind, haben auf dem aktuellen Immobilienmarkt die besseren Chancen. Gerade der Blick auf ländliche Regionen und die Stadtgrenzen sind zu empfehlen. Besteht man auf Eigentum in seinem angestammten Szeneviertel, kann dieser Wunsch lange Zeit oder gar dauerhaft nur ein Traum bleiben.

Wer offen für Neues ist, findet schneller eine Immobilie

Noch vor 3 Jahren lag die durchschnittliche Suchzeit nach einer Immobilie bei rund zwei Jahren. Wer sich auf einen Immobilientyp oder auf eine eng begrenzte Lage festlegt, wird heute die doppelte bis dreifache Zeit suchen.

Das bedeutet nicht, dass es weniger Häuser und Eigentumswohnungen auf dem Markt gibt. Doch die Kosten sind gestiegen, und Objekte, die vor 3 Jahren noch im Budget lagen, sind heute für die meisten normal- und besserverdienenden Familien unfinanzierbar.

Dazu kommt, dass es für top Immobilien eine große Auswahl an Bewerbern gibt. Selbst wenn die Einkünfte passen und wenn die Bank eine Finanzierung bestätigt hat, heißt das nicht, dass man die erste Wahl des aktuellen Eigentümers ist. Kompromisse sind sinnvoll.

Doch sie sollten auch nur so weit gehen, wie man mit seiner Entscheidung leben kann. Wohnung oder Haus? Freistehend oder in Reihe? Das sind Fragen, die sich potenzielle Neueigentümer stellen sollten.

Zuerst die Finanzierung klären

Zum Zeitpunkt der Nullzins-Politik haben Banken Immobilienkredite schnell und unkompliziert vergeben. Mit dem Zinsanstieg, der gesellschaftlichen Unsicherheit und den steigenden Objektpreisen hat sich die Entscheidungsfreude der Banken verändert. Heute ist es selbst für Gutverdiener und Besserverdiener schwer, die gewünschte und benötigte Summe als Kredit von der Bank zu erhalten. Ausnahmen bestätigen die Regel, doch die beziehen sich hauptsächlich auf Antragsteller mit krisensicherem Arbeitsverhältnis oder einer Tätigkeit im Beamtenstatus.

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Junge Paare, die im Eigentum wohnen wollen und einer räumlichen Verkleinerung offen gegenüber stehen, ziehen immer häufiger in Mobilheime. Hier sind die Bau- und Kaufkosten finanzierbar und oftmals ist es gar nicht nötig, eine Immobilienfinanzierung für den Umzug in die eigenen kleinen vier Wände aufzunehmen.

Fazit:

Die Haussuche oder die Suche nach einer Eigentumswohnung sollte heute mit vielen Überlegungen einhergehen. Während früher hauptsächlich die Frage im Raum stand, ob man sich das Objekt aktuell leisten kann, muss heute perspektivisch gedacht werden. Interessenten, die ein gutes Konzept vorlegen und ihre kreditgebende Bank von der Finanzierungssicherheit überzeugen können, haben nach wie vor gute Chancen auf dem Weg in die eigenen 4 Wände.

Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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