Trasszement

Ohne Zement wäre das moderne Bauen, wie wir es heute kennen, schlichtweg nicht möglich. Als Bindemittel lässt Zement Mörtel und Beton aushärten, wenn Sand, Kies und Wasser zur Verbindung hinzugefügt werden.

Eine ganz besondere Form von Zement ist der sogenannte Trasszement. Er weist Eigenschaften auf, die mit normalem Zement nicht erreicht werden können und ist somit ein sehr wichtiger Baustoff für verschiedenste Vorhaben. Woraus Trasszement genau besteht und wo er verwendet wird – darüber und über einiges mehr klärt unser Ratgeber auf.

Was ist Trasszement?

Wie auf den ersten Blick ersichtlich, besteht der Begriff Trasszement aus zwei Wortbestandteilen: Trass und Zement. Um zu klären, worum es sich bei diesem Baustoff handelt, müssen wir zunächst beide Wortbestandteile für sich betrachten.

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Als Zement bezeichnet man ein Bindemittel, das sich aus fein gemahlenem Kalk, Ton sowie weiteren Bestandteilen zusammensetzt. Er sorgt für das oben beschriebene Aushärten von Mörtel und Beton, wodurch dann beispielsweise Steinwände stabil gemauert werden können.

Der zweite Wortbestandteil nennt sich „Trass“. Dieses Wort ist fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum bekannt, international viel bekannter ist die Bezeichnung „Puzzolan“. Dabei handelt es sich um ein Pulver vulkanischen Ursprungs, das erstmals in Italien in der Nähe des Vesuvs gefunden wurde.

Ein puzzolanisches Material kann ein natürliches oder künstliches Material sein, das Kieselsäure und Aluminium in reaktiver Form enthält. Dieses Material besitzt normalerweise keine zementartigen Eigenschaften, aber wenn es mit Wasser, Feuchtigkeit oder Kalk gemischt wird, reagiert es mit Kalziumhydroxid und bildet Verbindungen, die Zementeigenschaften besitzen. Werden nun beide Bestandteile gemischt, so ergibt sich der angesprochene Trasszement bzw. Puzzolanzement.

Worin unterscheidet sich Trasszement von normalem Zement?

Wird Trasszement zu entsprechendem Mörtel verarbeitet, so erhält dieser eine dichtere Konsistenz und weist weniger Poren auf als herkömmlicher Zementmörtel. Zudem härtet er deutlich langsamer aus, was dazu führt, dass bei Trasszementmörtel kaum Spannungsrisse entstehen können. Dieser Baustoff ist daher fast komplett wasserdicht, verwittert deutlich langsamer als herkömmlicher Zement und bildet kaum Ausblühungen. Auch Kalkmörtel kann unter Zugabe von Trass in seinen Eigenschaften deutlich verbessert werden, er wird dadurch wesentlich wasserbeständiger und hält länger.

Vor- und Nachteile von Trasszement

Vorteile:

  • Es handelt sich um einen besonders umweltfreundlichen Zement, da die für die Herstellung verwendeten Materialien aus natürlichem, wiederverwertetem Abfall hergestellt werden.
  • Trasszement ist ein sehr feiner Zement, der sich sehr gut für Verputzarbeiten eignet.
  • Puzzolanzement besteht aus Siliziumdioxid, was ihn billig macht und somit die Kosten für den Zement senkt, so dass er wirtschaftlich zu verwenden ist.
  • Puzzolanzement hat eine sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Sulfatangriffe und wird daher in Wasserbauwerken, maritimen Bauwerken, Bauwerken in Küstennähe, im Dammbau usw. verwendet.
  • Da die Puzzolanostoffe sehr fein sind, können sie die Lücken zwischen der Bewehrung und den Zuschlagstoffen füllen, wodurch das Schwinden, die Wabenbildung und das Ausbluten verringert werden, was wiederum die Festigkeit und Haltbarkeit des Betons erhöht.

Nachteile:

  • Die anfängliche Festigkeit ist geringer, was eine frühzeitige Entschalung der Stützen zur Folge hat.
  • Da er mehr Feinmaterial enthält, ist die Verarbeitung des Betons schwieriger.
  • Im Vergleich zu herkömmlichen Zement ist die Abbindezeit geringer.
  • Die Verringerung der Alkanität verringert die Korrosionsbeständigkeit der Stahlbewehrung.
  • Da die Festigkeit dieses Betons nur langsam zunimmt, ist der Nachbehandlungsprozess sehr wichtig. Jeder Fehler in diesem Prozess kann zu Problemen bei der Haltbarkeit führen.

Wo wird Trasszement eingesetzt?

Aus den oben genannten Vor- und Nachteilen ergeben sich ganz besondere Eigenschaften, welche die Verwendung von Trasszement maßgeblich bestimmen. Daraus haben sich mit der Zeit folgende Verwendungsmöglichkeiten herauskristallisiert:

  • Verwendung in Wasserbauwerken, Meeresbauwerken, Bauwerken in Küstennähe, Dammbau usw.
  • Verwendung in vorgespannten und nachgespannten Betonelementen.
  • Verwendung in üblichen Mauermörtel und Putz.
  • Da er eine bessere Oberflächenbeschaffenheit aufweist, wird er häufig für dekorative und künstlerische Strukturen verwendet.
  • Wird z. B. oft bei der Herstellung von vorgefertigten Abwasserrohren verwendet.
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Fazit

Wie schön, wenn man vorhandene natürliche Materialien unter Hinzunahme eines weiteren natürlichen Materials in ihren Eigenschaften verbessern kann. Genau das geschieht in Form von Trasszement. Durch die Zugabe des vulkanischen Materials erfährt der altbekannte Zement eine deutliche Aufwertung und entwickelt so Eigenschaften, die man sich früher immer gewünscht hat. Ein echter Fortschritt also!


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