Das Wohnzimmer umgestalten – Der Industrial Style als Trend

Aktuell lebt in Wohnzimmern ein völlig neuer Trend, der Industrial Style. Diese Gestaltungsrichtung ist zurückzuführen auf die 1980er-Jahre und wurde durch diverse Künstler bekannt. Die Kombination aus Stahl und Holz diente so beispielsweise als ideale Kulisse für den Künstler Andy Warhol.

Der Industrial Style im Wohnzimmer zeigt sich durch Mobiliar im Fabrik-Charme, teilweise auch durch freigelegte Rohre und andere Dingen. Das klingt im ersten Moment ein wenig ungewöhnlich, hat jedoch seinen Charme und kann die Kreativität anregen. Nicht selten nutzen Selbstständige eine solche Kulisse, um arbeiten zu können.

Was zeichnet den Industrial Style aus?

Der Industrial Style zeichnet sich dadurch aus, dass eine (historische) Fabrikanmutung im Wohnzimmer oder auch in anderen Räumlichkeiten nachempfunden werden. Der große Vorteil ist auch, dass sich verschiedene Stilrichtungen miteinander kombinieren lassen. Es spricht nichts dagegen, diesen etwa mit einer modernen Stilrichtung zu kombinieren, daraus ergibt sich eine elegante Optik.

Die Stilrichtung wird insbesondere bei Renovierungen eingesetzt, ein altes Landhaus bietet sich etwa für den Stil hervorragend an. Die alten Holzbalken, die Rohre oder auch die rustikalen Wände fügen sich hervorragend in den Stil ein und unterstützen die Atmosphäre. Anschließend können weitere Feinheiten bei der Einrichtung umgesetzt werden, um daraus einen individuellen Stil entstehen zu lassen.

Was ist nötig, um das Wohnzimmer im Industrial Style zu gestalten?

Der Industrie-Stil im Wohnzimmer wird maßgeblich durch den Boden entstehen, es gibt hierfür eine große Auswahl, und insgesamt ist hier auch die Robustheit entscheidend. Für diese Art von Wohnzimmer wird für gewöhnlich auf Estrich, gegossenen Beton oder Naturstein zurückgegriffen. Damit ergibt sich der Look aus einer Industriehalle.

Andererseits können aber auch Holzdielen verwendet werden, in diesem Fall wird auf eine künstliche Alterung gesetzt, die führt dann zu den authentischen Merkmalen, die ein Boden über Jahre hinzugewinnt. Ebenso besteht dadurch die Möglichkeit, dass sich Akzente setzen lassen. All das harmoniert mit einer ebenso authentischen Wandgestaltung, die etwa durch Putz hervorgerufen werden kann.

Nötig werden außerdem Möbel, die durch Minimalismus punkten. Andere Formen des Mobiliars sind ungern gesehen, da ansonsten der Industrial Style ein wenig untergeht. Lediglich in Kombination mit dem Minimalismus ergibt sich eine ruhige Atmosphäre und ein stimmiges Gesamtkonzept.

Verwendet werden können in diesem Zusammenhang etwa Couchtische oder auch Sofas aus braunem Leder und umfunktionierte Paletten, daraus lässt sich auch eine Art Lounge als Essgruppe verwirklichen.

Welche passenden Designelemente sind zudem nötig?

Damit sich das stimmige Gesamtkonzept ergibt, sind weitere Dinge notwendig. Ein Must-have sind Industriestil-Leuchten – markante Deckenleuchten, die aus Rauchglas und Metall bestehen. Teilweise gibt es auch Modelle, die nicht ganz so clean sind. Diese eignen sich für all jene, die sich erst an diese Stilrichtung gewöhnen möchten. Das sind all jene Modelle, die auch in ein Landhaus passen würden.

Überdies gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten, um Akzente zu setzen. Besonders stimmig wirken Deko-Schalen aus (dunklen) Metall, Poster aus den 1980er Jahren und Spiegel. Für ein wohnliches Raumklima können auch Blumentöpfe in das Gesamtbild integriert werden, allerdings sollten diese entweder aus einem warmen Braunton oder aus Beton bestehen, ansonsten wirken die Blumentöpfe schnell unpassend.

Beim Mobiliar wiederum können Ausnahmen gemacht werden, futuristische Möbelstücke, etwa eine Couch, Regale oder Schränke, können in das Gesamtbild problemlos integriert werden. In jenen Fällen kann davon gesprochen werden, dass sich Gegensätze anziehen.

Wieviel Budget ist nötig für eine stimmungsvolle Umsetzung?

Wer zuletzt einen Umzug vollzogen hat, muss wahrscheinlich auf das Budget achten. Generell ist es bei steigenden Preisen sinnvoll, auf das Geld zu achten. Es gibt hier diverse Möglichkeiten. Eine davon ist das Upcycling, dies bietet sich primär bei Holzelementen an.

Weinkisten, welche eigentlich keine weitere Verwendung haben, können zum Beistelltisch umfunktioniert werden. Ein gebrauchter und schwerer Holztisch wiederum kann ebenfalls so ausgebaut werden, dass dieser einen modernen Look erhält. Wer sich auf die Suche nach diesen Stücken begibt, wird sicherlich in Vintage-Möbelläden fündig.

Allerdings sind diese Elemente nicht immer perfekt, oftmals finden sich in Platten auch Dellen, Kratzer oder abgeplatzter Lack. Dies kann aber einfach und unkompliziert repariert warden. Andererseits könnte das zum Look des Wohnzimmers beitragen. Insgesamt ist dies wohl auch eine Geschmacksfrage.

Was sollte bei der Umsetzung unbedingt beachtet werden?

Bei diversen Stilrichtungen gibt es gewisse Regeln, die es zu beachten gilt. Das ist beim Industrial Style nicht der Fall. Es gibt absolut keine Regeln oder Faktoren. Das macht es einfach, seine Kreativität auszuleben und auch eigene individuelle Noten hineinzubringen. Oftmals ist es so, dass Anfänger sich langsam an das Thema heranwagen. Das bedeutet: Der Fabrik-Look wird nicht sofort im vollen Umfang umgesetzt, sondern Stück für Stück. Am Ende ergibt sich daraus aber immer eine gemütliche Atmosphäre. Zumal es hierbei keine Grenzen gibt Das eröffnet insgesamt neue Gestaltungsmöglichkeiten.


ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar