10 Tipps für mehr Sicherheit zu Hause

Geht es um Einbrüche, gilt Deutschland als relativ sicheres Land. Dennoch ereignet sich ungefähr alle sieben Minuten ein Einbruch. An der Kriminalstatistik haben Diebstähle einen Anteil von 32 Prozent und machen daher den größten Teil der Kriminalfälle aus.

Glücklicherweise sinkt die Kriminalitätsrate seit 2015 in Deutschland immer weiter. Ungefähr jeder zweite Einbrecher ist erfolglos. So hatten im Jahr 2020 versuchte Einbrüche einen Anteil von 47 Prozent an der Einbruchsstatistik. Ein Grund dafür ist die verbesserte Prävention mit verschiedenen Maßnahmen.

Gab es 2016 noch ungefähr 150.000 Wohnungseinbrüche einschließlich Versuchen, so waren es 2020 nur noch ungefähr 75.000 Fälle. Ein Grund dafür können die Einschränkungen während der Corona-Pandemie sein, da viele Menschen zu Hause waren. Allerdings ist negativ zu erwähnen, dass auch die Aufklärungsquote gesunken ist und 2020 nur bei 18 Prozent lag.

Was sich leicht verkaufen lässt, wird am häufigsten gestohlen. Schmuck steht mit 58 Prozent ganz oben auf der Beliebtheitsskala, gefolgt von Bargeld mit 49 Prozent. Kreditkarten und Ausweise sind mit nur zwölf Prozent eher unbeliebt. Schon mit einfachen Maßnahmen können Sie für die Sicherheit zu Hause sorgen. Wir von Wohnen und Bauen haben einige Tipps für mehr Sicherheit daheim zusammen getragen.

Einfache und umfangreiche Maßnahmen für mehr Sicherheit zu Hause

Nicht immer müssen Sie in kostspielige Schutzmaßnahmen investieren, wenn es um die Sicherheit zu Hause geht. Mitunter reicht schon das richtige Verhalten aus, um mehr Sicherheit zu schaffen. Das kostet kein Geld. Andere Sicherheitsmaßnahmen sind preiswert, aber wirksam. Möchten Sie mehr Sicherheit zu Hause, ist es jedoch sinnvoll, in umfangreichere Maßnahmen zu investieren.

Wie Sie Ihr Haus sicherer machen können, zeigt der kostenlose Sicherheits-Guide “Schutz vor Einbruch und Diebstahl”. Sie erhalten wertvolle Tipps, wie Sie sich wirksam vor Einbrüchen schützen. Für einen guten Schutz ist es auch wichtig zu wissen, wie Einbrecher eigentlich ticken und wann die gefährlichste Zeit für Einbrüche ist.

1. Schließen Sie immer ab und schließen Sie Fenster und Türen

Eine einfache und völlig kostenlose Maßnahme für mehr Sicherheit zu Hause ist das Abschließen. Vielleicht erscheint Ihnen das aufwendig, doch sollten Sie auch dann, wenn Sie das Haus nur für kurze Zeit verlassen, immer abschließen. Dabei geht es nicht nur um die Haustür. Terrassen- oder Balkontüren sind gute Einstiegsmöglichkeiten für Einbrecher und sollten daher immer abgeschlossen werden.

Schließen Sie auch die Fenster, wenn Sie abwesend sind. Mit Leitern und anderen Einstiegshilfen können sich Einbrecher schnell Zugang verschaffen. Entfernen Sie daher Mülltonnen, Leitern und Gartenmöbel aus der Nähe der Fenster. Am besten schließen Sie sie weg, wenn Sie über längere Zeit abwesend sind. Lassen Sie die Fenster auch nicht angekippt. Schnell können die Einbrecher angekippte Fenster öffnen und ins Haus eindringen.

2. Verwenden Sie sichere Türen und optimieren Sie Türblätter

Einfache Türen reichen für die Sicherheit nicht aus. Sichere Türen und optimierte Türblätter sind zwar teurer, doch diese Investition zahlt sich aus. Am besten eignen sich einbruchhemmende Türen und Fenster nach DIN EN 1627 ab Widerstandsklasse 2. Solche Türen bieten Sicherheit, da sie praxisgerecht geprüft wurden. Bei den Fenstern sollten Sie auf Isolierverglasungen oder Verbundsicherheitsglas nach DIN EN 356 achten. Verbundsicherheitsglas können Sie bei Türen und Fenstern auch nachrüsten. Es sollte mindestens der Klasse P 4 A entsprechen.

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Zusätzlich absichern können Sie Türen mit zusätzlichen Schlössern wie Querbalkenriegeln. Für mehr Sicherheit sorgen auch Türspione und Videosprechanlagen. Sind Ihre Türblätter nur schwach, sollten Sie sie optimieren, indem Sie sie verstärken oder gegen massive Türblätter austauschen. Geeignet sind Vollholztüren mit einer Stärke von 40 Millimetern. Achten Sie darauf, dass der Türrahmen fest mit dem Mauerwerk verbunden ist.

3. Teilen Sie Ihre Abwesenheit nicht mit

Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Abwesenheit mitteilen. Nur enge Freunde, Ihre nächsten Verwandten und Ihre vertrauenswürdigen Nachbarn sollten von Ihrer Abwesenheit erfahren. Ihre Arbeitskollegen erfahren, wenn Sie Urlaub haben. Achten Sie darauf, dass möglichst wenige Menschen wissen, wie lange Sie abwesend sind. Schnell können Einbrecher davon mitbekommen und die Situation ausnutzen.

Hinterlassen Sie keine Meldungen über Ihre Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter. Einbrecher rufen oft an, um zu prüfen, ob sich auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht über die Abwesenheit befindet. Das gilt auch für Social Media wie Twitter oder Facebook. Schnell können Einbrecher erfahren, dass Sie abwesend sind. Sie warten nur auf solche Meldungen. Posten Sie nach Möglichkeit auch keine Urlaubsbilder, auf denen Sie zu sehen sind. Einbrecher wiegen sich in Sicherheit, wenn Sie sich im Ausland befinden, und verschaffen sich Zugang zu Ihrem Haus.

4. Schlösser und Smartlocks mit Prüfsiegel einbauen

Sichere Schlösser und Smartlocks mit Prüfsiegel haben zwar ihren Preis, doch tragen sie entscheidend zu mehr Sicherheit zu Hause bei. Einbruchhemmend sind Schlösser nach DIN 18251, wenn sie Klasse 4 oder 5 entsprechen. Alternativ dazu können Sie auch Schlösser mit Mehrfachverriegelung ab Klasse 3 einbauen lassen. Diese Schlösser sollten Sie mit einem Profilzylinder mit Bohrschutz nach DIN 18252 ausstatten. Als Schutz für Profilzylinder und Einsteckschloss verwenden Sie einen Schutzbeschlag. Diese Schlösser sollten über ein Prüfsiegel verfügen, um den Anforderungen an die Sicherheit zu entsprechen.

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5. Jalousien sind kein ausreichender Schutz

Außenjalousien werden häufig überbewertet und für einen mechanischen Einbruchschutz gehalten. Das ist trügerisch, denn Einbrecher können die Jalousien leicht von außen öffnen. Sie können die Lamellen zerstören oder nach oben schieben und sich dann Zugang zum Fenster verschaffen. Zumeist fehlt es den Jalousien an einer speziellen Sicherung.

Haben Sie die Außenjalousien tagsüber heruntergelassen, ist das für Einbrecher ein Zeichen, dass Sie abwesend sind. Schnell können sie die Situation ausnutzen. Daher sollten Sie auch dann, wenn Sie über längere Zeit abwesend sind, die Jalousien nicht herunterlassen. Sie können auch vertrauenswürdigen Nachbarn den Schlüssel geben und sie bitten, die Jalousien hochzuziehen, um Anwesenheit zu simulieren.

6. Alarmanlage und Überwachungskameras für mehr Sicherheit

Zusätzlich zur mechanischen Sicherung sollten Sie auf eine Alarmanlage nicht verzichten. Sie bietet keine hundertprozentige Sicherheit, doch kann sie Einbrecher abschrecken. Nachbarn und Passanten werden aufmerksam und können die Polizei verständigen.

Für einen abschreckenden Effekt sollte die Alarmanlage gut sichtbar sein. Auch Überwachungskameras sollten Sie sichtbar, beispielsweise über Fenster oder Türen, montieren. Attrappen nützen nichts, da sie von den Einbrechern erkannt werden. Im Eingangsbereich hat eine Überwachungskamera ein großes Sichtfeld. Die modernen Überwachungskameras senden Ihnen die Bilder auch auf Ihr Smartphone. So können Sie schnell reagieren, wenn etwas Verdächtiges passiert.

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7. Pflegen Sie den Kontakt zu Nachbarn

Zu Ihren Nachbarn sollten Sie stets guten Kontakt pflegen. Bieten Sie Ihren Nachbarn Ihre Hilfe an, sind auch die Nachbarn gern bereit, Ihnen zu helfen. Sind Sie abwesend, sollten Sie die Nachbarn darüber informieren. Bitten Sie sie, Ihren Briefkasten zu leeren. Schnell wissen Täter, dass Sie abwesend sind, wenn sich viel Post in Ihrem Briefkasten angesammelt hat. Die Nachbarn sollten auch nach Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung sehen und Sie informieren, wenn sie etwas Verdächtiges beobachten. Wohnen Sie zur Miete, können Sie sich mit den anderen Mietern zusammenschließen und beispielsweise eine Beratung durch die Polizei zur Prävention in Anspruch nehmen.

8. Nutzen Sie Smart Home

Die Investition in Smart Home ist zwar teuer, doch schafft sie mehr Sicherheit zu Hause. Viele Smart-Home-Produkte verfügen über zusätzliche Funktionen zum Schutz vor Einbrüchen. Auffällige Bewegungen können direkt auf das Smartphone gemeldet werden. Verschiedene Systeme können auch in Ihrer Abwesenheit die Polizei verständigen.

Mit Smart Home bekommen Sie von unterwegs über Ihr Smartphone einen besseren Überblick über Ihr Haus. So können Sie schnell handeln und möglicherweise einen versuchten Einbruch stoppen.

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9. Einbrecher abschrecken mit Anwesenheitssimulationen

Einbrecher sollten möglichst nicht den Eindruck gewinnen, dass Sie abwesend sind. Sinnvoll sind Anwesenheitssimulationen, die vergeben, dass jemand zu Hause ist. Von außen vermitteln diese Simulationen den Eindruck, dass sich Personen in der Wohnung aufhalten. Zeitschaltuhren können Anwesenheit simulieren, da die Jalousien immer zu einer bestimmten Zeit automatisch geöffnet oder heruntergelassen werden.

Zeitschaltuhren können Sie auch für die Beleuchtung nutzen, die dann zu einem bestimmten Zeitpunkt ein- oder ausgeschaltet wird. Mähroboter, die über eine App gesteuert werden, können ebenfalls Anwesenheit simulieren. Das gelingt auch mit smarten Steckdosen, über die das Radio beispielsweise zu einer bestimmten Zeit ein- oder ausgeschaltet wird.

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10. Mehr Sicherheit mit Lichtern und Bewegungsmeldern

Rund um das Haus können Sie Lampen und Bewegungsmelder installieren, um Diebe abzuschrecken. Gerade bei unübersichtlichen Grundstücken und Einfamilienhäusern sind solche Sicherheitsmaßnahmen wichtig. Bewegungsmelder müssen nicht teuer sein. Sind Sie zu Hause, erkennen Sie am Licht oder Geräusch, dass eine Person in der Nähe Ihres Hauses ist. Kombiniert mit einer Überwachungskamera können Sie eine Meldung auf Ihr Handy erhalten, wenn sich Personen Ihrem Haus nähern. Während Ihrer Abwesenheit können Lampen simulieren, dass Sie zu Hause sind.

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Schutz vor Einbruch – kostengünstig und umfangreich

Für die Sicherheit zu Hause können Sie verschiedene kostenlose, kostengünstige, aber auch umfangreiche Maßnahmen nutzen. Auch wenn die Zahl der Einbruchdiebstähle in den letzten Jahren zurückgegangen ist, sollten Sie sich nicht in Sicherheit wiegen. Schließen Sie immer ab, wenn Sie das Haus verlassen. Sicherheit kann auch eine Smart-Home-Anlage mit vielen Funktionen bieten. Smart-Home-Lösungen können mit Alarmanlagen und Überwachungskameras gekoppelt werden. So werden Sie über das Smartphone schnell informiert. Zu Ihren Nachbarn sollten Sie einen guten Kontakt pflegen. So können die Nachbarn während Ihrer Abwesenheit nach Ihrer Wohnung sehen.


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