Richtig Lüften – darauf ist in Corona-Zeiten zu achten

Richtig zu lüften ist immer wichtig, denn dadurch lässt sich Schimmelbildung in einem Raum vermeiden. Erst recht in Zeiten von Corona.

Außerdem dient eine ausreichende Sauerstoffzufuhr der Gesundheit und sorgt dafür, dass wir leistungsfähig bleiben. Auch Krankheitskeime können durch richtiges Lüften besser aus Räumen verschwinden, was wiederum unser Immunsystem entlastet. Vor allem dem letzten Punkt kommt gerade in der aktuellen Zeit rund um die Corona-Pandemie eine besondere Bedeutung zu.

Warum ist richtiges Lüften aktuell so wichtig?

Die Wissenschaft forscht noch immer, um das Corona-Virus SARS-CoV-2 besser zu verstehen. Dabei ist in den letzten Monaten vermehrt festgestellt worden, dass einer der Hauptübertragungswege die Bildung von Aerosolen ist. Aerosole sind kleinste Schwebeteilchen, die sich beim Sprechen, Husten und selbst beim Atmen teilen und die für eine ganze Weile in der Luft bleiben. Dabei bewegen sie sich durch den Raum. Stößt eine mit dem Corona-Virus infizierte Person Aerosole aus, tragen diese eine gewisse Virenlast.

Um nun eine Ansteckung durch diese Virenlast zu vermeiden, gilt es, die Zahl der Aerosole in geschlossenen Räumen so niedrig wie möglich zu halten. Gerade jetzt im Herbst und Winter, wenn es draußen zu kalt wird, um sich dauerhaft im Außenbereich aufzuhalten, ist es besonders wichtig, auf eine gute Frischluftzufuhr zu achten. Zumal die wenigsten Haushalte über einen – teils sehr teuren – Luftreiniger verfügen. Deshalb haben wir hier die sinnvollsten und besten Tipps für Sie zusammengefasst.

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Richtig Lüften bei Corona – Unsere Schnelltipps

In Zeiten von Corona gelten manche Tipps auch zum Thema Lüften, die sonst eher nicht zum Zuge kommen. Was zu den Klassikern unter den Lüftungstipps zählt, ist das Stoßlüften. Dass Stoßlüften Heizenergie spart und dabei auch noch deutlich effektiver ist als ein über lange Zeit auf kipp geöffnetes Fenster, ist keine neue Erkenntnis. Der Vorteil des Stoßlüftens ist dabei vor allem der, dass in kurzer Zeit eine Menge Raumluft durch Frischluft ausgetauscht werden kann.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist dabei die Empfehlung von offizieller Stelle, möglichst gegenüberliegende Fenster zu öffnen. Was lange als verpönt galt, da es einen sogenannten Durchzug ergibt, gilt heute als besonders empfehlenswert. Denn gerade dieser Durchzug ermöglicht einen noch schnelleren und umfassenden Austausch von Raumluft und Frischluft und damit eine noch effektivere Minimierung von Aerosolen im Raum.

In einem durchgehend genutzten Raum sollte alle zwanzig Minuten für zwei bis drei Minuten stoßgelüftet werden. In einem Raum, in dem sich dauerhaft mehrere Menschen aufhalten, ist das besonders wichtig.

Wie oft muss ich lüften?

Wer in erster Linie seinen Wohnraum durchlüftet, um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte am Tag zwei bis viermal täglich gut durchlüften. In Innenräumen, in denen mehrere Personen aus verschiedenen Haushalten zusammenkommen, ist es wichtig, deutlich häufiger zu lüften. Hier gilt die oben genannte Empfehlung, alle zwanzig Minuten für ca. 3 Minuten zu lüften.

Wenn jemand in einem Raum genießt oder gehustet hat, sollte im besten Fall sofort einmal das Fenster komplett geöffnet werden.

Stoßlüften statt Dauerlüften

Wie bereits erwähnt ist Stoßlüften deutlich besser als Dauerlüften über ein auf kipp geöffnetes Fenster. Zum einen erfolgt so ein deutlich stärkerer Austausch von Raumluft und Frischluft. Zum anderen wird so ein zu hoher Verbrauch an Heizenergie vermieden. Denn gerade bei einem dauerhaft geöffneten Fenster zieht warme Luft schnell ab und wird durch kalte Luft ersetzt, was wiederum die Heizung auf Hochtouren arbeiten lässt.

Aus diesem Grund sollten beim Lüften auch stets die Ventile der im Raum befindlichen Heizkörper zugedreht werden. Erst wenn die Fenster wieder geschlossen sind, sollten auch die Heizkörper wieder geöffnet und auf die richtige Temperatur eingestellt werden.

So werden Räume richtig gelüftet:

Grundsätzlich war das richtige Lüften der Räume in einer Wohnung oder einem Haus schon immer wichtig. Denn nur so können Sie effektiv Schimmelbildung vermeiden. Dabei unterscheidet sich jeder Raum in seiner Anfälligkeit für solche Schimmelbildung. Die größte Gefahr besteht aufgrund von Feuchtigkeit, die in der Luft ist und sich an den Wänden absetzt. Diese ist im Badezimmer und in der Küche am größten. Dazu kommt, dass Kellerräume oftmals am ehesten von Schimmel befallen werden. Und wer hat schon die Zeit für einen Luftreiniger Vergleich, damit in der Küche oder  im Keller heftig durch gepustet wird? Wohl die wenigsten von uns.

Das Schlafzimmer hingegen ist, was die Raumfeuchtigkeit angeht, ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Da verwundert es nicht, dass Sie in jedem dieser Räume andere Gesichtspunkte beim Lüften berücksichtigen sollten.

Bad

Im Badezimmer kommt oftmals besonders viel Luftfeuchtigkeit zusammen. Da wäre das heiße Duschen, in vielen Badezimmern steht dazu auch noch eine Waschmaschine und zuweilen ein Wäschetrockner. Dazu kommt, dass das Badezimmer in vielen Fällen ein eher kleiner Raum ist. All diese Punkte sorgen für eine hohe Luftfeuchtigkeit und damit verbunden für eine hohe Schimmelgefahr.

Grundsätzlich sollte nach jedem Duschen kräftig stoßgelüftet werden – und zwar für 3 bis 5 Minuten. Darüber hinaus sollte der Raum im Laufe des Tages immer mal wieder kurz durchgelüftet werden.

Küche

Auch in der Küche kommt durch das Kochen eine Menge Wasserdampf und damit eine hohe Luftfeuchtigkeit zusammen. Bei einer Dunstabzugshaube mit echter Abluft wird ein Teil der Luftfeuchtigkeit direkt nach draußen weitergeleitet. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Während des Kochens sollten Sie alle fünfzehn bis zwanzig Minuten für 2 bis 3 Minuten das Fenster weit öffnen.

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Nach dem Kochen sollten Sie ebenfalls einmal lüften. Nun aber durchaus für rund 3 bis 5 Minuten. Über den Tag verteilt muss in der Küche nicht so häufig gelüftet werden wie im Bad. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass beispielsweise auch ein Geschirrspüler eine ganze Menge Wasserdampf abgeben kann, wenn Sie ihn direkt nach abgeschlossenem Spülgang öffnen.

Keller

Kellerräume sind oftmals besonders anfällig für Schimmelbildung. Deshalb ist es wichtig, hier besonders viel zu lüften. Tatsächlich rät das Umweltbundesamt, unbeheizte Kellerräume im Winter möglichst durchgehend zu lüften. Im Sommer sollten Sie hier tagsüber nicht lüften.

Dachboden

Bei der richtigen Lüftung des Dachbodens kommt es darauf an, wie dieser beschaffen ist. Handelt es sich um einen ausgebauten und beheizten Dachboden oder um einen unbeheizten Dachboden, der lediglich Nutzfläche darstellt? Im ersteren Fall ist es wichtig, täglich vier bis fünf Mal 3 – 5 Minuten stoß zu lüften.

Im Fall eines unbeheizten Dachbodens sieht es wiederum etwas anders aus. Hier ist die Luft ohnehin kühler als im restlichen Haus – zumindest im Herbst und Winter. Dabei steigt wärmere Luft von der Decke zwischen dem obersten Geschoss und dem Dachboden auf und kann in der kalten Luft des Dachbodens zu Kondensation und Feuchtigkeitsbildung an der Innenseite des Daches führen. Das wiederum kann schnell Schimmelschäden nach sich zu ziehen.

Zu viel Lüften ist hier eher schädlich, da dadurch die ohnehin schon niedrigere Raumtemperatur nur noch mehr abgesenkt wird, was den Effekt weiter verschärfen kann. Hier ist es wichtig, zwei bis dreimal am Tag kurz zu lüften und ansonsten darauf zu achten, dass sich keine Feuchtigkeit bildet. Sollte es doch zu Feuchtigkeitsansammlungen kommen, empfiehlt sich hier ein Raumentfeuchter.

Schlafzimmer

Auch im Schlafzimmer gelten ganz besondere Gegebenheiten. Denn hier verbringen ein bis zwei Menschen eine ganze Nacht und atmen durchgehend feuchte Luft aus. Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist daher logischerweise relativ hoch. Aus diesem Grund empfiehlt es sich im Schlafzimmer tatsächlich, die ganze Nacht hindurch zu lüften.

Wer das nicht möchte, sollte am Morgen nach dem Aufstehen und am Abend, vor dem zu Bett gehen, auf jeden Fall einmal gut durchlüften.

Lüften im Sommer vs. Lüften im Winter

Natürlich unterscheidet sich das notwendige Lüften im Sommer von dem im Winter. Während im Winter Feuchtigkeitsbildung noch eher ein Problem darstellt als im Sommer, ist im Sommer auch das gute Raumklima bzw. die bessere Raumtemperatur für viele Menschen ein guter Grund zu lüften. Dabei ist es wichtig, auf verschiedene Dinge zu achten.

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So sollte sich die Dauer des Lüftens im Sommer und im Winter unterscheiden. Im Winter ist es wichtig, die Lüftungsintervalle kurz zu halten. Allein schon aufgrund der sonst anfallenden Energiekosten, um den Raum nach dem Lüften wieder aufzuheizen. Mehr als 3 bis 5 Minuten sollte eine Lüftung im Winter auf keinen Fall dauern.

Im Sommer kann auch schon mal länger gelüftet werden. Vor allem zu Tageszeiten, wenn es noch oder schon wieder angenehm kühl draußen ist, ist ein längeres Lüften durchaus sinnvoll.

Auch die Tageszeit des Lüftens sollte an die Jahreszeit angepasst werden. Im Keller beispielsweise sollte im Sommer tagsüber nicht gelüftet werden. Andernfalls könnte es zu Kondensationseffekten und damit zu mehr Feuchtigkeit im Raum und in der Luft kommen. Hier ist es sinnvoll, im Winter tagsüber durchgehend zu lüften und im Sommer nachts durchgehend.

Im Schlafzimmer besteht die Empfehlung, die komplette Nacht über das Fenster geöffnet zu lassen. Im Winter wird das schnell unangenehm. Im Sommer hingegen führt diese Art der Lüftung oftmals auch zu einem besseren Schlaf.

Auch auf dem Dachboden sollten Sie im Sommer die Lüftungsphasen in die frühen Morgen- und die späten Abendstunden legen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass im Winter der Tag die beste Zeit zum Lüften ist. Im Sommer hingegen ist die Nacht sowie die frühen Morgenstunden am besten geeignet, um für einen bestmöglichen Luftaustausch zu sorgen.

Schimmelbildung vermeiden (In welchen Räumen gibt es mehr Luftfeuchte? Besonderheiten bei Neu- und Altbauten beachten)

Ein besonderes Augenmerk sollten Sie bei der Vermeidung von Schimmelbildung auf das Badezimmer und die Küche haben. Außerdem ist es wichtig, im Schlafzimmer Außenwände möglichst frei zu belassen. Denn Außenwände kühlen bei Nacht deutlich schneller herunter als Innenwände. Damit sich nun aber keine Feuchtigkeit an den Wänden absetzt, brauchen diese zirkulierende Luft vor sich. Ist eine solche Außenwand zur Gänze beispielsweise mit einem Kleiderschrank verdeckt, der dazu auch noch direkt an der Wand steht, ist hier die Gefahr groß, dass sich Schimmel bilden kann.

Außerdem ist es wichtig zu beachten, ob Sie in einem Altbau oder in einem Neubau wohnen. In den meisten Altbauten ist es etwas zugig und die Dämmung ist nicht so gut. Das führt zu deutlichen Energieverlusten – allerdings gleichermaßen auch zu einem natürlichen Luftaustausch. Hier ist naturgemäß weniger zusätzliches Lüften notwendig. Anders sieht es in energetisch gut gebauten Neubauten aus. Vor allem hier ist regelmäßiges und richtiges Lüften besonders wichtig.

Fazit

Gerade in der aktuellen Situation mit der Corona-Pandemie gibt es noch einmal einige zusätzliche Punkte, auf die es im Bereich des richtigen Lüftens zu achten gilt. Besonders wichtig ist dabei, dass regelmäßig für einen Austausch der Raumluft mit Frischluft gesorgt wird. Stoßlüften am besten mit direktem Durchzug sorgt hier für die schnellsten Effekte. Allerdings ist es von Wohnraum zu Wohnraum verschieden, wie genau gelüftet werden sollte. Dazu kommen Unterschiede zwischen Sommer und Winter. Doch auch wenn richtiges Lüften für den einen oder anderen auf den ersten Blick eher umständlich wirkt – es gibt keine Alternative, wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus vor Schimmelbildung schützen möchten. Und mit ein wenig Eingewöhnung gehen die wichtigsten Lüftungsregeln schnell in Fleisch und Blut über.


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