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Rohrreinigung – Das müssen sie bei Klempnern beachten

Auf was sollte man achten, wenn am Wochenende ein Rohr verstopft ist und der Notdienst anrücken muss. Foto DragonImages via Envato

Auf was sollte man achten, wenn am Wochenende ein Rohr verstopft ist und der Notdienst anrücken muss. Foto DragonImages via Envato

Auf was sollte man achten, wenn am Wochenende ein Rohr verstopft ist und der Notdienst anrücken muss. Foto DragonImages via Envato

Sind Rohre verstopft, kann Wasser nicht mehr fachgerecht abfließen. Eine Verstopfung ist immer dann problematisch, wenn sich Wasser staut und es zu Überschwemmungen im Haushalt kommt.

Dadurch sind Beschädigungen des Inventars möglich und hohe Folgekosten drohen, das Budget zu belasten. Auch kann es geschehen, dass herkömmliche Tätigkeiten wie das Waschen oder Spülen der Toilette nicht mehr ausführbar sind, wenn die Rohre eine Verstopfung aufweisen.

Hilft eigenmächtiges Pumpen nicht, die Verstopfung zu lösen, benötigen Betroffene meistens einen professionellen Rohrdienst, der selbst in Notfällen zu später Stunde ohne Wenn und Aber sofort zur Stelle ist und das Problem beseitigt. Doch welchen Stress können Klempner bereiten? Und worauf sollen Verbraucher besser zweimal schauen, wenn sie den Dienstleister zur Reparatur beauftragen?

Bietet der Klempner faire Konditionen zu niedrigen Preisen?

Etliche seriöse Klempner bieten ihre Leistung zu fairen Konditionen an und ermöglichen somit die rasche Reinigung von Rohren zu niedrigen Preisen, ohne in Wucherpreise abzugleiten. Dies ist leider nicht immer der Fall, wie etliche Tests von Verbraucherzentralen aufzeigen.

Etliche Serviceanbieter versuchen, mit Tricks zu arbeiten und mehr Geld zu verlangen, als sie eigentlich fordern dürfen. Insbesondere lange Anfahrtswege machen den Einsatz teuer.

Verständlicherweise müssen Klempner die Fahrtkosten auf die Rechnung aufschlagen. Diese fallen besonders hoch aus, wenn es sich um Zuschläge an Feiertagen oder mitten in der Nacht handelt. Oft wissen Auftraggeber dabei jedoch gar nicht, dass der Klempner aus weiter Entfernung anreist.

Mit diesen Tricks arbeiten unseriöse Rohrdienste

Regionale Telefonnummern suggerieren, dass sich der Anbieter in nächster Nähe befindet. Dementsprechend denken Verbraucher an dieser Stelle, dass sie einen preiswerten Sanitär-Dienst beauftragen, dessen Kosten niedrig bleiben.

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Die Realität belehrt sie nicht selten eines Besseren. Dann müssen sie tief in die Tasche greifen und viel Geld zahlen, obwohl sie dies hätten verhindern können. Grund hierfür sind sogenannte Vermittler, die verfügbare Mitarbeiter gerne in die Ferne aussenden und großzügig die Fahrtkosten berechnen.

Damit Verbraucher an dieser Stelle nicht zu viel Geld für die weite Anreise zahlen, sollten sie im Idealfall von Anbeginn in Erfahrung bringen, woher der Klempner stammt. Handelt es sich um einen Betrieb, der in der Region unbekannt ist oder kann der Vermittler nicht präzise darlegen, wie hoch die Anfahrtskosten ausfallen, gilt es Abstand zu nehmen und eine Alternative unter den unzähligen Angeboten im Netz zu suchen. Oft ist nicht immer die erstbeste Adresse die preiswerteste Lösung.

Wie teuer darf ein Notdienst am Ende tatsächlich sein?

Experten raten dazu, die Bewertungen der einzelnen Anbieter genau zu lesen und im Zweifel miteinander zu vergleichen. Oft existieren vor Ort alteingesessene Familienbetriebe, die eine fachmännische Rohrreinigung umsetzen und dabei vergleichsweise niedrige Kosten veranschlagen.

Leider sind diese nicht immer zur Stelle, wenn ein Notdienst gefordert wird, sodass Verbraucher bei einer Rohrreinigung am Feiertag ausweichen müssen. Trotzdem sollte nicht unüberlegt der Auftrag an eine Firma übergeben werden, die aus weiter Entfernung stammt.

Ebenfalls gilt es zu prüfen, ob die Kosten der Rohrreinigung fair und angemessen abgerechnet wurden. Zwar ist eine Rohrreinigung zu ungewöhnlichen Zeiten wie frühmorgens, nachts oder am Wochenende oft teurer, deshalb dürfen die Betriebe noch lange nicht Fantasiepreise verlangen, die von Verbraucherzentralen auch kritisch als Wucherpreise bezeichnet werden.

Auf diese Preiserhöhungen gilt es bei Zuschlägen eines Notdienstes zu achten

Sollten sich unbekannte Posten auf der Rechnung finden, ist eine Nachfrage wichtig, um Mehrkosten zu vermeiden. Auch ein Klempner kann Fehler machen. Zahlen Verbraucher hier bereitwillig, bleiben sie im Nachhinein auf zu hohen Kosten sitzen.

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Es gilt zu berücksichtigen, dass Zuschläge während des Notdienstes erlaubt sind und sich die Preise daher von regulären Einsätzen deutlich unterscheiden. Auch wenn es erstaunlich klingt, können Arbeits- und Anfahrtskosten einen Zuschlag von 100 Prozent gegenüber den regulären Preisen ausmachen.

Im Zweifel gilt es dennoch genau hinzuschauen, denn auch während des Notdienstes darf der Klempner nicht mehr Arbeitszeit verrechnen, als er tatsächlich benötigt hat. War er nur 30 Minuten im Einsatz, aber verlangt den Preis als Zuschlag für zwei Stunden, arbeitet er mit Mitteln, die nicht erlaubt sind. Notfalls müssen Betroffene an dieser Stelle den Rechtsweg beschreiten, um zu ihrem Recht zu gelangen.

Etliche Anwälte haben sich auf solche Probleme spezialisiert und kennen die Situation der sogenannten Abzocke durch unseriöse Klempner, die viel zu hohe Endabrechnungen verlangen.

Bestimmte Klauseln in Rechnungen sind unzulässig

Klauseln in Verträgen verunsichern Verbraucher zunehmend. Insbesondere dann, wenn sie den Klempner als Notdienst beauftragt haben, zahlen sie auch oft bei falschen Rechnungen lieber das Geld, anstatt auf ihr Recht zu beharren.

Gern schreiben unseriöse Dienste in ihre Verträge, dass eine Zahlung auch dann erfolgen muss, wenn der Schaden nicht behoben wurde. Hier appellieren die Dienste an die Moral und die Emotion des Auftraggebers, doch zulässig ist solch ein Verhalten nicht.

Wurde der Schaden nicht behoben, spielt die Einsatzzeit keine Rolle, der Verbraucher muss in diesem Fall die Rechnung nicht bezahlen, da keine Leistung zustande kam.

Hier existieren allerdings auch Fälle, die nicht pauschal in diese Kategorie passen. So kann es geschehen, dass ein zweiter Einsatz notwendig wird, aufgrund der Komplexität des Schadens, bis dieser erfolgreich behoben werden konnte. Ob hier Kunden zahlen müssen, ist nicht selten eine Frage für das Gericht. Im Vorfeld festhalten lassen sich solche Klauseln jedoch nicht, weshalb Verbraucherschützer sie als unwirksam erachten und Auftraggeber in solch einem Fall nicht zahlen müssen. Oft ist es besser skeptisch zu bleiben, wenn die Rechnungssumme deutlich zu hoch erscheint und nachzufragen, bevor blind die geforderte Summe beglichen wird.

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Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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