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Was kostet ein Handwerker – inkl. Berechnung

Wie ermittelt man die Kosten eines Handwerkers? Foto: © photoschmidt / stock adobe

Wie ermittelt man die Kosten eines Handwerkers? Foto: © photoschmidt / stock adobe

Handwerk hat goldenen Boden! Diesen Spruch kennt sicherlich jeder. Trotzdem gibt es im Handwerk seit Jahren immer größere Probleme – Firmen finden kaum Mitarbeiter und Auszubildende, Kunden beschweren sich über immer schwieriger zu bekommende Termine und über ausufernde Preise.

Tatsächlich sind die Kosten für Handwerksleistungen in den letzten Jahren stark gestiegen. Viele Menschen wissen ob dieser Änderungen nicht mehr, was ein Handwerker eigentlich kostet.

In diesem Ratgeber werden wir Ihnen eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten für Handwerkerleistungen bieten und Ihnen zeigen, wie sich der Stundenlohn eines Handwerkers zusammensetzt. Darüber hinaus erfahren Sie, wie lange Sie Zeit haben, um Ihren Handwerker zu bezahlen.

Kosten für Personal stark gestiegen

Die Kosten für Handwerksleistungen sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Einer der Hauptgründe dafür sind die steigenden Personalkosten. Handwerker müssen nicht nur ihre eigenen Löhne decken, sondern auch die Sozialversicherungsbeiträge und Steuern für ihre Mitarbeiter zahlen.

Außerdem haben sich die Anforderungen an die Qualifikation und Ausbildung von Handwerkern erhöht, was die Personalkosten weiter steigen lässt. Dieser Anstieg der Personalkosten spiegelt sich schließlich in den Stundenlöhnen der Handwerker.

Handwerker Kosten – Wie setzt sich der Stundenlohn zusammen?

Der Stundenlohn eines Handwerkers setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Zu den wichtigsten gehören:

Lohnkosten

Dies ist der Anteil des Stundenlohns, der direkt an den Handwerker geht. Er deckt den Lohn des Handwerkers selbst sowie eventuell anfallende Zulagen.

Materialkosten

In einigen Fällen sind Materialkosten im Stundenlohn enthalten, insbesondere wenn der Handwerker Materialien beschaffen muss.

Betriebskosten

Hierzu gehören die Kosten für Werkzeuge, Ausrüstung, Miete für Betriebsräume und Fahrzeugkosten. Diese Kosten werden auf die Arbeitsstunden umgelegt.

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Gewinnmarge

Die Handwerkbetriebe müssen natürlich Gewinne erzielen, um langfristig erfolgreich zu sein. Daher wird die entsprechende Gewinnmarge in den Stundenlohn einberechnet.

Steuern und Abgaben

Handwerksbetriebe müssen Steuern und Abgaben zahlen, die sich ebenfalls auf den Stundenlohn auswirken.

Beispielrechnung für eine Handwerkerstunde

Um die Kosten für eine Handwerkerstunde besser zu verstehen, betrachten wir ein einfaches Beispiel – einen Elektriker mit einem Stundenlohn von 50 Euro. In dieser Stunde benötigt er keine Materialien, seine Betriebskosten betragen 10 Euro. Zudem muss er Steuern in Höhe von 20 % auf seinen Gewinn zahlen.

Der Stundenlohn des Elektrikers beträgt also 50 Euro + 10 Euro (Betriebskosten) + 20 % Gewinnmarge (50 Euro x 0,20 = 10 Euro) = 70 Euro pro Stunde.

Bitte beachten Sie, dass diese Beispielrechnung stark vereinfacht ist und die tatsächlichen Kosten je nach Handwerksbetrieb und Auftragsart deutlich abweichen können.

Ist mein Handwerker zu teuer?

Die Frage, ob Ihr Handwerker zu teuer ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – u. a. die Art der Arbeit, die Region und der Stundenlohn. Stundenlöhne können je nach Handwerksbereich und Region stark variieren. Zum Beispiel kann ein Elektriker in einer teuren Großstadt einen deutlich höheren Stundenlohn verlangen als in einer ländlichen Region.

Sie sollten sich daher zunächst über die durchschnittlichen Stundenlöhne für das jeweilige Gewerk in Ihrer Region informieren und daraufhin Angebote von verschiedenen Handwerkern einholen. So erhalten Sie Anhaltspunkte darüber, ob die Preise fair sind.

Handwerker bezahlen – Wie lange habe ich Zeit?

Die Zahlungsfristen für Handwerkerrechnungen können von Fall zu Fall variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere von den Vereinbarungen, die Sie mit Ihrem Handwerker getroffen haben. Es gibt allerdings einige allgemeine Richtlinien und Praktiken, die Sie beachten sollten.

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Die erste und wichtigste Quelle für Informationen zur Zahlungsfrist ist der Vertrag oder die schriftliche Vereinbarung, die Sie mit Ihrem Handwerker abgeschlossen haben. In vielen Fällen wird dort festgelegt, bis wann die Zahlung fällig ist. Prüfen Sie den Vertrag sorgfältig und beachten Sie die darin genannten Zahlungsbedingungen. Diese können auch Informationen dazu enthalten, wie bezahlt werden soll – etwa per Überweisung oder in bar vor Ort bzw. mit der EC-Karte per Kartenlesegerät.

In vielen Fällen orientieren sich Handwerker an branchenüblichen Praktiken, wenn es um Zahlungsfristen geht. Dies bedeutet, dass Zahlungen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nach Abschluss der Arbeiten fällig sind. Typischerweise liegt diese Zeitspanne zwischen 14 und 30 Tagen.

Tipp: Die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Handwerker ist entscheidend. Wenn Sie aus irgendeinem Grund Schwierigkeiten haben, die Rechnung innerhalb der vereinbarten Frist zu begleichen, ist es ratsam, frühzeitig mit dem Vertragspartner in Kontakt zu treten. Ein offenes Gespräch kann dabei helfen, alternative Zahlungsvereinbarungen zu treffen oder Verzögerungen zu verhindern.

Achtung: Einige Verträge und/oder gesetzliche Bestimmungen können Strafen bzw. Zinsen für verspätete Zahlungen enthalten. Dies kann die Kosten für die Verzögerung der Zahlung stark erhöhen. Daher ist es wichtig, die Fristen einzuhalten.

Fazit

Die Kosten für Handwerkerarbeiten variieren je nach Handwerksbereich, Region und Umfang der Arbeit sehr stark. Damit Sie den Stundenlohn Ihres Handwerkers besser einschätzen und nachvollziehen können, ist es wichtig, die verschiedenen Komponenten zu verstehen.

Anschließend sollten Sie mehrere Angebote einholen und die durchschnittlichen Stundenlöhne in Ihrer Region recherchieren. So können Sie beurteilen, ob der aufgerufene Preis fair ist. Klären Sie im Vorfeld außerdem unbedingt die Zahlungsfristen und begleichen Sie die Rechnung möglichst zeitnah – dies gehört zu einem von beiden Seiten fairen Umgang und hilft dabei, eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung zu Ihrem Handwerker aufzubauen.

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Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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