Mit dem richtigen Werkzeugkoffer geht die Arbeit gleich viel leichter

Es gibt sie immer mal wieder in den unterschiedlichsten Teilen des Einzelhandels: Angebote zu voll bestückten Werkzeugkoffern. Aber welche Werkzeuge sollten darin enthalten sein?

Oftmals ist der Inhalt eines Werkzeugkoffers eher etwas für Hobby-Handwerker – vor allem dann, wenn es sich um einen Koffer aus dem nächsten Discounter handelt. Wer aber in einer eigenen Wohnung oder gar im eigenen Haus lebt, der wird schnell feststellen, dass es sich mit einem gut bestückten und vor allem sinnvoll sortierten Werkzeugkoffer gleich viel leichter lebt. Im Internet finden Heimwerker und ambitionierte Laien ein riesiges Angebot, beispielweise bei Engelbert Strauss und auch bei anderen Unternehmen.

Denn als Hausbesitzer gibt es immer mal wieder irgendetwas zu reparieren. Der Bedarf an Werkzeug variiert dabei beispielsweise auch aufgrund der persönlichen Verhältnisse. Sind Kinder im Haushalt? Dann ist oftmals auch Befestigungs- und vor allem Klebematerial notwendig. Generell sollte ein solcher Werkzeugkoffer im besten Fall alles enthalten, was Sie regelmäßig an Werkzeug und Material benötigen. Denn wenn Sie jedes Mal, wenn mal wieder etwas „mal schnell“ repariert werden muss, Ihr Werkzeug in Ihrem Werkstattkeller oder in der Garage suchen müssen, geht allein dafür oftmals schon viel Zeit verloren.

Übrigens

Rund 33 Prozent der deutschen Haushalte leben in einem Eigenheim. Immerhin mehr als 28 Prozent davon in einem eigenen Haus. Vor allem in den ersten Jahren im eigenen Haus müssen sich viele Dinge erst einspielen. Wenn der Werkzeugkoffer von Anfang an gut gepackt in der richtigen Ecke steht, ist das sicherlich eine Möglichkeit, viele kleine Abläufe direkt auf Anhieb zu vereinfachen.

Was genau ist überhaupt so ein Werkzeugkoffer?

Ganz vereinfacht ausgedrückt ist ein Werkzeugkoffer ein Koffer oder eine Tasche, in der Sie das Werkzeug lagern, das Sie benötigen. Hier gibt es allerdings die unterschiedlichsten Ausführungen. Angefangen mit einem „echten“ Koffer aus Leder, in dem mit verschiedenen Ösen und Vorrichtungen die verschiedensten Werkzeuge untergebracht werden können. Über Modelle aus Eisen, die eher kleinen Truhen ähneln bis hin zur klassischen Werkzeugkiste mit Griff am Deckel, die mit verschiedenen herausnehmbaren Böden und einer Menge Stauraum die Möglichkeit zum wohlgeordneten Chaos bietet.

Daneben gibt es noch die Modelle, die direkt einen professionellen Charakter vermitteln. Werkzeugkoffer oder Werkzeugkisten auf Rollen, die teilweise die Größe eines kleinen Schrankes haben und über mehrere Ausziehschubladen und ein kleines Regalfach mit Tür zum Öffnen verfügen.

Bei der Wahl des richtigen Werkzeugkoffers kommt es auf verschiedene Faktoren an. Die erste Frage ist dabei die nach der benötigten Größe. Je größer Ihr Haus ist und regelmäßiger Sie unterschiedliche Reparaturbedarfe in Ihrem Haushalt sehen oder Sie Ihr Haus gar aufwendig modernisieren müssen, desto größer sollte auch der Koffer sein. Dazu stellt sich die Frage, ob Sie in Ihrem Werkzeugkoffer auch Materialien aufbewahren möchten oder eben nur Werkzeuge.

Wir haben hier die wichtigsten Unterschiede zwischen den verschiedenen Werkzeugkoffern einmal übersichtlich aufgelistet.

Größe des Koffers

Wenn es um die Größe geht, stellt sich die Frage, ob der Werkzeugkoffer über mehrere Ebenen verfügen sollte und wie genau diese aufgeteilt sein sollen. Klar ist natürlich, dass ein Werkzeugkoffer nur dann wirklich übersichtlich gepackt sein kann, wenn er über eine ausreichende Größe verfügt.

Form des Koffers

Soll es eher eine Werkzeugkiste sein, in der Sie Ihre wichtigsten Handwerksutensilien lagern, oder doch eher eine Tasche? Vielleicht auch ein klassischer Koffer oder doch eher ein ganzer Schrank auf Rädern? Bei der Form kommt es oftmals auf zwei Faktoren an. Das eine ist natürlich die Optik.

Wer regelmäßig mit seinem Werkzeugkoffer arbeiten muss, dem soll der Koffer natürlich auch gefallen. Punkt zwei ist die Zweckmäßigkeit. Hier stellt sich beispielsweise die Frage nach dem Aufbewahrungsort. Die Form muss so gewählt sein, dass der Werkzeugkoffer immer griffbereit stehen kann und nicht in irgendeiner hinteren Ecke verstaut werden muss.

Besonders beliebt ist in den letzten Jahren übrigens auch der Werkzeugtrolley geworden. Ein Werkzeugkoffer auf Rädern, den Sie bequem an einem Bügel mit Teleskopstangen hinter sich herziehen können. Damit ist ein solcher Werkzeugtrolley auch für den mobilen Einsatz bestens geeignet.

Material

Das Material ist aus drei Gründen wichtig. Zum einen ist es natürlich wieder eine Frage der Optik. Zum anderen sollten Sie auch den Faktor Langlebigkeit nicht unterschätzen. Ein Werkzeugkoffer aus Metall ist in der Regel deutlich langlebiger als ein Produkt aus Hartplastik. Wenn es eher eine Werkzeugtasche sein soll, dann macht eine solche aus Leder von der Optik her natürlich deutlich mehr her als eine Stofftasche.

Inhalt

Beim Kauf eines Werkzeugkoffers stehen Sie immer erst einmal vor der Frage, ob der Koffer direkt mit Inhalt gekauft werden soll oder eben doch erst einmal leer. Ein Koffer mit Inhalt bringt natürlich den Vorteil mit, dass hier das Set in der Regel günstiger ist. Im Vergleich dazu ist der individuelle Kauf jedes einzelnen Werkzeuges eher die teurere Variante. Dafür sind grade in einem bereits fertig gepackten Werkzeugkoffer oftmals Werkzeuge zu finden, die keine allzu lange Lebensdauer garantieren können. Es sei denn, Sie entscheiden sich von vornherein für ein echtes Markenmodell.

Dieser Punkt führt direkt zur nächsten wichtigen Frage.

Was gehört alles in einen Werkzeugkoffer?

Diese Frage muss sich natürlich jeder Nutzer ein Stück weit selbst beantworten – immer auch abhängig von den Dingen, die man regelmäßig reparieren muss. Trotzdem gibt es einige Dinge, die in keinem Werkzeugkoffer fehlen dürfen.

Wer einen Werkzeugkoffer mit Werkzeug kauft, sollte unbedingt darauf achten, dass die folgenden Posten im Koffer enthalten sind oder aber genug Platz im Koffer übrig ist, um die fehlenden Werkzeuge noch hinzuzufügen.

  • Verschiedene Schraubendreher – dazu gehören Schlitz- und Kreuzschlitz- sowie TORX-Schraubendreher in den gängigen Größen
  • Ein Phasenprüfer
  • Cuttermesser – im besten Fall ein echtes Sicherheitsmesser der Sicherheitsklasse 1 oder sogar 2
  • Hammer
  • Schabe-Meißel
  • Zollstock oder alternativ ein Bandmaß – wenn regelmäßig auch größere Bereiche vermessen werden müssen, macht es Sinn, sowohl einen Zollstock mit seinen klassischen 2 Metern als auch ein Bandmaß mit im besten Fall 50 Metern Band zu haben
  • Eine kleine Wasserwaage
  • Stabile Schere
  • Eine Handsäge und eine Metallsäge
  • Eine Wasserpumpenzange und Kneifzange
  • Kabelabzieher
  • Inbusschlüssel in den gängigen Größen
  • Schreibmaterial wie ein Tischlerbleistift, ein Kugelschreiber oder ein CD-Stift
  • Ein kleiner Block für Notizen bei Bedarf
  • Seitenschneider
  • Kleines Stemmeisen
  • Tuch zum Abwischen
  • Schnur
  • 1-2 Schleifpapiere mit entsprechendem Schleifblock
  • Ein Schraubenschlüsselsatz mit allen gängigen Größen – vor allem die Größen 8 bis 14 sollten als Maul- und Ringschlüssel vorhanden sein

Diese Werkzeuge sollten in jedem Werkzeugkoffer zu finden sein. Dazu kommt noch einiges an Material, das regelmäßig gebraucht wird. Hier empfehlen wir, im Koffer stets die folgenden Materialien mitzuführen:

  • Arbeitshandschuhe
  • Schutzbrille
  • 5er-, 6er- und 8er-Dübel und passende Schrauben
  • Verschiedene Nägel – unter anderem Stahlnägel – in unterschiedlichen Größen
  • Verschiedene Sorten Kleber (Holzkleber, Sekundenkleber, normaler Kleber etc.)
  • Eine Rolle festes Klebeband
  • Schnur und Draht
  • Kabelbinder in unterschiedlichen Größen
  • Lüsterklemmen

Übrigens

Auch als Mieter kommen Sie nicht um jede Reparatur in den eigenen vier Wänden herum. So hat der Vermieter nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes die Möglichkeit, die Beseitigung von Bagatellschäden wirksam auf den Mieter zu übertragen. Prüfen Sie am besten Ihren Mietvertrag, bevor Sie wegen eines kleinen Schadens Ihren Vermieter kontaktieren.

Wo kauft man am besten einen Werkzeugkoffer?

Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, gute Werkzeugkoffer in einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu kaufen. Wer nur alle paar Monate mal ein Werkzeug in die Hand nimmt, kommt sicherlich auch mit einem Werkzeugkoffer vom Discounter aus. Doch wer Wert auf echte Qualität legt, der sollte schon auf Produkte eines guten Markenherstellers zurückgreifen.

Bei einem Werkzeugkoffer Set von einem Markenhersteller können Sie auch in Sachen Qualität der Werkzeuge sehr gute Verarbeitung erwarten. Gerade für Handwerker, die mit gewisser Regelmäßigkeit zum Werkzeug greifen müssen, ist ein Werkzeugkoffer Vergleich daher von Anfang an besonders wichtig. Bei namhaften Anbietern werden Werkzeuge für den Profibereich auch für Heimwerker angeboten. Dank der besseren Qualität gehen dabei viele Arbeiten direkt viel leichter von der Hand.

Neben Discountern und verschiedenen hochwertigen Anbietern selbst finden Sie immer auch eine breite Auswahl an unterschiedlichen Werkzeugkoffern – ob Markenprodukte oder eher günstige Eigenmarken zum Teil – in jedem Baumarkt. Hier haben Sie zusätzlich noch den Vorteil, dass Sie sich zu den Unterschieden der einzelnen Marken beraten lassen können.

Fazit

Wer einen Werkzeugkoffer kaufen möchte, sollte sich vorher ein paar Gedanken über den Koffer selbst und vor allem über den benötigten Inhalt des Werkzeugkoffers machen. Denn ein guter Werkzeugkoffer ist durchaus eine Investition. Aber eine, die sich lohnt. Vor allem dann, wenn Sie regelmäßig zum Werkzeug greifen und Dinge reparieren oder Möbel aufbauen müssen.


ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar