Es werde Licht – die passende Beleuchtung für zu Hause

Jeder Raum im Haus – hier das Schlafzimmer – sollte sein eigenes Beleuchtungskonzept haben. Foto: © Georgii / stock adobe

Jeder Raum im Haus – hier das Schlafzimmer – sollte sein eigenes Beleuchtungskonzept haben. Foto: © Georgii / stock adobe

Um Ihre Wohnräume bestmöglich in Szene zu setzen, ist die richtige Beleuchtung unerlässlich. In diesem Artikel finden Sie Empfehlungen, welche Arten von Lampen und Leuchten in Ihrem Zuhause wichtig sind.

Wohnräume sind Schauplätze unterschiedlicher Aktivitäten – vom Arbeiten über das gemeinsame Essen bis hin zum Entspannen beim Lesen oder Fernsehen. Jede dieser Aktivitäten erfordert eine bestimmte Art von Beleuchtung. Deshalb ist es wichtig, für jeden Raum ein maßgeschneidertes Beleuchtungskonzept zu entwickeln, das verschiedene Lichtquellen integriert.

Eine Renovierung oder ein Neubau bietet die perfekte Gelegenheit, Steckdosen, Kabel und Schalter optimal zu positionieren. Eine sorgfältige Planung des Beleuchtungskonzepts in Absprache mit einem Fachmann, – z. B. einem Elektriker – ist empfehlenswert.

Raumnutzung & Beleuchtung

Überlegen Sie genau, welche Beleuchtung Sie für jeden Raum benötigen. Stellen Sie sich Fragen wie: Wie wird der Raum genutzt? Wo wird Licht benötigt? Und welche Art von Licht ist am besten geeignet? Es ist hilfreich, wenn Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse für jeden Raum schriftlich festhalten.

Ein gut durchdachtes Beleuchtungskonzept sollte nicht nur die Hauptnutzung eines Raumes berücksichtigen, sondern auch die verschiedenen Bereiche, die sich darin befinden. Dabei sollten die drei Hauptfunktionen der Beleuchtung berücksichtigt werden: Allgemein-, Akzent- und Arbeitslicht.

Die verschiedenen Beleuchtungsarten

Um ein wohnliches Ambiente zu schaffen, ist eine Kombination aus drei Lichtarten ideal: Allgemeinbeleuchtung, Akzentbeleuchtung und Arbeitslicht. Die Allgemeinbeleuchtung, die häufig mit Deckenleuchten oder Deckenflutern realisiert wird, sollte idealerweise dimmbar sein. Diese Lichtquelle ist in der Regel blendfrei und verteilt das Licht gleichmäßig.

Akzentbeleuchtung spielt eine wichtige Rolle, um den Raum lebendig und wohnlich zu gestalten. Sie setzt gezielt Akzente und kann Möbel, Kunstwerke oder architektonische Details hervorheben.

Nicht zu unterschätzen ist auch die funktionale Beleuchtung, vor allem in Form von Arbeitslicht. Sie ist überall dort wichtig, wo erhöhter visueller Komfort gefragt ist. Tisch- oder Stehleuchten bündeln das Licht auf einer definierten Nutzfläche und unterstützen beispielsweise beim Lesen. Diffus strahlende und gleichzeitig blendungsreduzierte Leuchten auf Augenhöhe vermeiden unvorteilhafte Schatten im Gesicht und erleichtern morgendliches Schminken.

Von einem hellen Flächenlicht profitiert man unter anderem beim Kochen in der Küche. Durch korrekt platzierte Beleuchtung wird der Tätigkeitsbereich nicht durch Hände oder Oberkörper verschattet. Das sichert unfallfreie, kulinarische Ergebnisse.

Die richtige Farbtemperatur für jedes Zimmer

Die Stimmung in einem Raum wird stark von der Farbtemperatur des Lichts beeinflusst. Licht mit einer warmweißen Farbtemperatur unter 3300 Kelvin schafft eine behagliche Atmosphäre – ähnlich dem Licht herkömmlicher Glühlampen. Dieses Licht ist heute auch mit modernen Leuchtmitteln, den so genannten LED-Retrofits, möglich. Es eignet sich besonders für Wohn-, Ess- und Schlafräume.

In Küche, Bad und Arbeitszimmer ist neutralweißes, eher zurückhaltendes Licht mit einer Farbtemperatur zwischen 3000 und maximal 4000 Kelvin angebracht.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen, die nur in einer Lichtfarbe (Warmweiß) erhältlich waren, sind moderne LED-Lampen in verschiedenen Lichtfarben erhältlich oder verfügen sogar über variable Parameter wie Warmtondimmung oder Tunable White-Steuerung. Bei intelligenten LED-Leuchten lässt sich die Lichtfarbe sogar bequem per Fernbedienung oder Smartphone-App ändern.

Weitere Tipps & Tricks

Downlights für die Grundbeleuchtung einsetzen

Downlights in quadratischer oder runder Form dienen der Allgemeinbeleuchtung. Sie können direkt an der Decke montiert oder in die Deckenkonstruktion eingelassen werden.

Eine gleichmäßige Anordnung und der Einsatz einer breiten Abstrahlcharakteristik sind die Voraussetzungen für homogene Helligkeit. Hinsichtlich der Anordnung gilt es nicht nur, die Abstände der Leuchten untereinander gleichmäßig zu wählen, sondern auch in Bezug auf die Wand.

Hierbei stellt die Deckenhöhe einen wichtigen Faktor dar. Je höher die Decke, desto größer darf der Abstand zur Wand sein. Auch die Möblierung sollte Beachtung finden. So gilt es die Tiefe raumhoher Schränke hinzuzurechnen und den Platzbedarf geöffneter Schranktüren einzukalkulieren

Kleine Räume größer wirken lassen

In einem kleinen Raum reichen oft wenige Lampen aus, um ihn gut auszuleuchten. Um nicht noch mehr Platz einzunehmen, sollte auf allzu opulente Deckenleuchten verzichtet werden. Stattdessen sind minimalistische Deckenleuchten eine gute Wahl. Sie sollten möglichst hochformatig sein, damit der Raum optisch höher wirkt.

Auch indirekte Beleuchtung vermittelt Großzügigkeit. Die Wand, auf die man beim Aufenthalt im Raum am häufigsten schaut, sollte auch am besten beleuchtet sein. Ist der Raum zudem sehr niedrig, sollten vor allem Deckenfluter eingesetzt werden, die die Decke und das obere Drittel der Wände gut ausleuchten.

Fazit

Die richtige Beleuchtung im Haus ist entscheidend für die Atmosphäre und Funktionalität der Räume. Wichtig ist ein individuelles Lichtkonzept, das die Bedürfnisse der verschiedenen Bereiche berücksichtigt, dann wird das eigene Zuhause erst so richtig gemütlich!

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