Dunkle Zimmer hellen machen– Tipps & Tricks

Es gibt viele Möglichkeiten, dunkle Zimmer heller zu machen. Foto © Tom MertonKOTO

Es gibt viele Möglichkeiten, dunkle Zimmer heller zu machen. Foto © Tom MertonKOTO

Dunkle Räume wirken sich negativ auf die Psyche aus. Sitzen Menschen in einem dunklen Zimmer, fühlen sie sich unwohl.

Das Dunkel macht müde. Lethargie und schlechte Laune breiten sich aus. Ein heller Raum bewirkt das Gegenteil. Er wirkt offen und freundlich. In ihm bleiben Menschen jeden Alters aktiv und wach.

Ist der Mieter oder Eigentümer einer Wohnung mit dunklen Räumen gezwungen, sich damit abzufinden? Wie kann er dunkle Zimmer hellen machen? Dieser Artikel bringt Licht ins Dunkel.

Mehr Helligkeit für dunkle Räume

Wie viel Tageslicht in Innenräumen fallen muss, regelt die neue europäische Norm DIN EN 17037. Dies berichtete das Deutsche Architektenblatt in einem im Januar 2021 veröffentlichten Fachbeitrag. Doch noch immer sind viele Räume, in denen Menschen leben, zu klein und zu dunkel, um sich darin wohlzufühlen.

Ein Umzug in eine helle Neubauwohnung ist eine Möglichkeit, doch Mieter und Wohnungseigentümer können ohne große bauliche Maßnahmen etwas an ihrer Wohnsituation ändern. Oft sind es kleine Dinge, die Großes bewirken.

Zunächst greifen Wohnungsinhaber zu Eimer und Fensterleder und putzen ihre Fenster streifen- und schlierenfrei. Im Anschluss verschwinden dunkle schwere Vorhänge zugunsten von leichten und luftigen. Plissees ersetzen Gardinen. Bedecken diese nur einen Teil der Fensterfläche, bewirkt dies, dass mehr Licht in den Raum fällt.

Helle Farben

Der nächste Blick geht hin zu den Wänden und der Decke. Ist diese hoch, bewirkt ein dunkler Anstrich, dass der Raum niedriger erscheint. Bei einer weniger hohen, in finsteren Farbtönen gestrichenen Decke fällt den Bewohnern diese sprichwörtlich auf den Kopf. Fällt die Wahl jedoch auf eine helle Deckenfarbe, schluckt sie das Licht nicht und verleiht dem Raum optisch Höhe.

Auch für die Wände kleiner, dunkler Räume eignen sich helle Farben. Sie nehmen den Zimmern die Beengtheit, sodass sie statt Traurigkeit Fröhlichkeit ausstrahlen. Geeignete Farben sind:

  • Weißtöne
  • Beigetöne
  • Gelbtöne, insbesondere das Sonnengelb
  • Pastelltöne

Eine leicht umzusetzende Idee, um dunkle Zimmer heller zu machen, ist ein durchgehend heller Boden. Er trickst das Auge aus, denn dieses erblickt einen größeren Raum, als er in Wirklichkeit ist. Dabei sollten Bewohner bei einem einzigen Material bleiben.

Farben, die sich für den Boden eignen, sind neben Weiß und Beige in verschiedenen Abstufungen die Farbe Sand und diverse Grautöne. Dieselbe Wirkung erzielen Wohnungsinhaber mit hellen Teppichen oder Läufern – etwa in beengten, dunklen Fluren.

Möbel reduzieren

Ein Umzug nach dem Neubau eines Hauses oder um ein dunkles Zimmer heller zu machen, ist eine Chance, sich des Ballasts zu entledigen. Trennen sich Wohnungsinhaber von Überflüssigem, schaffen sie Raum. Dazu zählen Möbelstücke – groß, schwer und klobig -, die dem Zimmer die Luft und die Weite nehmen. Sind diese auch noch dunkel – heraus damit. Sie wirken in kleinen, dunklen Räumen erdrückend und vermiesen die Stimmung.

Ist wenig Geld für eine neue Einrichtung vorhanden, heißt es: umgestalten. Kann der eine oder andere Sessel weg oder stattdessen die Couch? Sind die Sitzmöbel dunkel, verwandeln Wohnungsinhaber diese mit leichten hellen Bezügen oder Decken. Große, wuchtige Schränke weichen schmalen Regalen – neu oder gebraucht. Manch dunkles Möbel lässt sich durch einen Anstrich in hellen Farbtönen oder durch Dekofolie in freundliche umgestalten.

Reicht das Geld für einen Neukauf der Einrichtung, setzen Käufer auf leichte und offene Möbel. Statt einer wuchtigen Wohnwand steht dort zukünftig ein Side- oder Lowboard. Stauraum schaffen schmale helle Regale. Der schwere große Wohnzimmertisch weicht einem Couchtisch aus Glas. Auch Möbel in glänzender Metalloptik eignen sich, um dunkle Zimmer heller zu machen.

Die richtige Deko

Die richtige Deko für dunkle Zimmer und Ecken ist klein und begrenzt sich auf wenige Blickfänge. Sie setzen mit ihren Farben Kontraste zu den hellen Möbeln und Wänden.

Künstliches Licht

Tageslicht hellt die Stimmung auf natürliche Weise auf. Doch sollten Bewohner dunkler Räume nicht auf künstliche Lichtquellen verzichten, die sie geschickt platzieren. Dabei achten sie auf die richtige Kombination von direkter und indirekter Beleuchtung.

Indirekte Beleuchtung blendet nicht und schafft keine harten Schatten, was den Augen wohl bekommt, da es sie entlastet. Sie reflektiert an Decken und Wänden und breitet sich, etwa mit einem Deckenfluter als Lichtquelle, im Raum aus.

LED-Strips und-Leisten verstecken sich als indirekte Lichtquellen hinter abgehangenen Decken, unter Wohnzimmertischen oder sie beleuchten die Fußleisten.

Direkte Lichtquellen dienen als Grundbeleuchtung. Sie strahlen nach unten, um etwa die Arbeitsplatte in der Küche oder den Esszimmertisch zu beleuchten. Auch Leselampen gehören dazu.

Im Handel findet sich zudem eine große Auswahl an Stehlampen, die oft nicht nur als Lichtquelle dienen, sondern durch ihr besonderes Design als Prestigeobjekt herhalten.

Manche Leuchten verbreiten wahlweise direktes oder indirektes Licht. Beispiele sind LED-Hängeleuchten oder kugelförmige Exemplare, die die Helligkeit in alle Richtungen abgibt.

Dunkle Zimmer heller machen Wohnungsinhaber durch das Einsetzen hellerer Glühbirnen. Hier empfehlen Lichtexperten Tageslichtglühbirnen mit einem kühlen, blaustichigen Licht.

Glastüren

Einrichtungsexperten empfehlen, Glastüren einzubauen oder Wände aus Glasbausteinen einzusetzen, um dunkle Zimmer heller zu machen. Glastüren durchfluten Räume mit Licht. Sie wirken freundlich und niemals langweilig, denn es gibt sie in verschiedenen Ausführungen:

  • transparent
  • klassisch
  • modern
  • vollflächig satiniert, wodurch das Licht gestreut wird
  • mit Rillenschliff
  • als raumhohe Tür

Als Schiebetür nimmt sie wenig Raum ein.

Spiegel

Spiegel vermögen wie glänzende Oberflächen, das Licht zu reflektieren. Günstig stehen diese gegenüber von künstlichen oder natürlichen Lichtquellen. Besonders vorteilhaft sind diese in Fluren und dunklen Badezimmern. Spiegelflächen sind eine gute Wahl, um dunkle Zimmer heller zu machen und sie optisch zu vergrößern.

Fazit

Dunkle Zimmer heller zu machen gelingt mit filigranen Möbeln, hellen Farben, wenig Deko – aber solche, die Akzente setzt –sowie mit Spiegeln und anderen glänzenden Flächen, etwa aus Metall. Den Rest erledigen direkte und indirekte Beleuchtungen. Sie verleihen dem Raum mehr Helligkeit und Tiefe. Glastüren nehmen den Räumen die Enge und durchfluten die Wohnung mit Licht.

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