Echtholzmöbel richtig pflegen – Tipps & Tricks

Wer Echtholzmöbel richtig pflegt hat sehr lange Freude mit Ihnen. Foto: © 2ragon / stock adobe

Wer Echtholzmöbel richtig pflegt hat sehr lange Freude mit Ihnen. Foto: © 2ragon / stock adobe

Echtholzmöbel sind seit einigen Jahren voll im Trend. Aus heimischen Hölzern hergestellt, erfüllen sie gleich mehrere Anforderungen vieler Kunden an moderne Möbel.

So sind Echtholzmöbel zumeist nachhaltiger als Mobiliar aus anderen Werkstoffen. Darüber hinaus gibt es einige Anbieter, die Echtholzmöbel made in Germany anfertigen – was nicht nur die heimische Wirtschaft stärkt, sondern auch noch für kürzere Wege und damit einen kleineren CO2-Fußabdruck führt.

Doch Möbel aus Massivholz – etwa ein Echtholztisch – sind nicht nur eine nachhaltige Alternative – sie sehen oft auch noch richtig gut aus und haben direkte Auswirkung auf ihre Umgebung. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, welche Vorteile Ihnen Massivholzmöbel im Alltag bringen und wie Sie Ihre Möbel pflegen und vor Schäden schützen können.

Massivholzmöbel – ein echter Hingucker

Der eigene Einrichtungsstil ist natürlich erst einmal eine Frage des persönlichen Geschmacks. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Einrichtungsmöglichkeiten, die Ihnen in Möbelhäusern überall in der Bundesrepublik begegnen. Vom Skandi-Stil über den Industrial Style bis hin zur Einrichtung mit hochwertigen Echtholzmöbeln.

Wer sich für Massivholzmöbel entscheidet, hat dabei nicht nur besonders schweres Mobiliar – die einzelnen Stücke sehen im Vergleich zu eher günstigen Holzimitaten auch deutlich besser aus. Außerdem haben Sie einen unmittelbaren Einfluss auf ihre direkte Umgebung.

Denn Mobiliar aus Echtholz beeinflusst das gesamte Raumklima. So wirken Massivholzmöbel in geringem Ausmaß wie Luftfilter in Innenräumen. Schadstoffe aus der Luft können sich in dem natürlichen Material absetzen und bleiben hier eingeschlossen.

Außerdem wirken sich Holzmöbel direkt auf die Luftfeuchtigkeit im Raum aus. Holz ist ein lebendiges Material – auch wenn es verarbeitet wurde, nimmt es Feuchtigkeit auf und gibt diese wieder ab. Das bedeutet, dass Holz bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit diese aus der Luft zieht. Sinkt die Luftfeuchtigkeit im Raum hingegen stark ab, gibt das Holz die Feuchtigkeit wieder in die Raumluft ab.

Das wirkt sich natürlich positiv auf das Raumklima aus – kann aber auch eine Gefahr für das Holz selbst bedeuten. Damit das Holz nämlich nicht zu sehr quillt oder zu trocken wird und dadurch Risse bekommt, sollte die Luftfeuchtigkeit sich in einem für Holzböden und Holzmöbel gesunden Rahmen bewegen. Dieser liegt bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 % bei etwa 20 bis 23 Grad Celsius.

Damit Sie so lange wie möglich etwas von Ihren Massivholzmöbeln haben, müssen diese natürlich auch richtig gepflegt werden. Hier ein paar Tipps und Tricks dazu:

Massivholz richtig pflegen

Massivholzmöbel müssen mit gewisser Regelmäßigkeit ein Pflegeprogramm verpasst bekommen. Das erhöht die Lebensdauer der Möbel erheblich und verbessert auch die Optik in den meisten Fällen deutlich.

Als erstes sollten Sie das Möbelstück sanft reinigen. Dazu verwenden sie ein fusselfreies Baumwolltuch, mit dem Sie Flecken und Staub von dem Möbelstück entfernen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen befeuchten Sie das Tuch mit warmem Wasser.

Gut zu wissen

Das Tuch, mit dem Sie Ihre Massivholzmöbel reinigen, sollte maximal nebelfeucht sein. Wenn Sie zu viel Wasser verwenden, zieht die Feuchtigkeit schnell in das Holz ein und kann zum Aufquellen des Werkstoffes führen. Ganz wichtig ist in dem Zusammenhang auch, auf fettlösliche Reinigungsmittel zu verzichten. Diese können die Oberflächenstruktur der Möbel beschädigen.

Öl oder Wachs – beide Varianten haben ihre Vorteile

Wenn Sie Ihr Möbelstück gesäubert haben, wird es Zeit für eine Anti-Aging-Behandlung. Ähnlich wie die menschliche Haut ist auch Holz tagtäglich vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt und kann mit den Jahren durchaus unter Dingen wie der UV-Einstrahlung leiden. Um zum einen eine schöne Optik zu erhalten und zum anderen die Lebenserwartung des Möbelstücks deutlich zu verlängern, können Sie es nach der Reinigung mit Holzöl oder mit Wachs behandeln.

Wenn Sie sich für eine Behandlung mit Wachs entscheiden, wird das Holzwachs mithilfe eines Pinsels oder eines fusselfreien Baumwolltuchs in Faserrichtung auf das Holz aufgetragen. Dann warten Sie rund 20 Minuten und entfernen nun sämtliche nicht vom Holz aufgenommene Flüssigkeit wieder von der Oberfläche. Anschließend polieren Sie die Oberfläche mit einem sauberen Baumwolltuch so lange, bis diese seidig matt glänzt.

Wachs hat den Vorteil, dass es nicht in die tieferen Schichten des Holzes eindringt, sondern eine Art Beschichtung für das Holz bringt. Kleine Kratzer und Flecken können daher mit leichtem Anrauen der Wachsoberfläche und einer anschließenden erneuten Wachsbehandlung leichter entfernt werden.

Sie haben sich für eine Behandlung mit Holzöl entschieden? Dann streichen Sie die Oberfläche mit dem Öl ein und wiederholen den Anstrich nach angemessener Einwirkzeit. Wie lange das Öl einwirken sollte, entnehmen Sie der Anleitung des von Ihnen verwendeten Holzöls. Das Holzöl dringt dabei auch in die tieferen Schichten des Möbelstückes vor und sorgt für eine frische und glänzende Optik.

Im Unterschied zum Wachs verschließt das Öl die Poren nicht. Das Holz bleibt dabei offenporig und deutlich atmungsaktiver als beim Wachsen. Das hat den Vorteil, dass Ihre Holzmöbel so den positiven Einfluss auf das Raumklima beibehalten. Der Nachteil dieser Behandlung ist der Umstand, dass hier die Holzoberfläche anfälliger für Verschmutzungen und kleine Kratzer bleibt.

Massivholzmöbel schützen

Wenn Sie sich für einen Wohnzimmertisch aus Massivholz oder für einen Echtholztisch als Esstisch entscheiden, ist das Möbelstück besonderen Anforderungen ausgesetzt. Gerade für solche Tische sollten Sie sich für eine Behandlung mit Wachs entscheiden, da diese den besten Schutz vor Kratzern und starken Verschmutzungen bietet.

Auf das Lackieren von Echtholzmöbeln sollten Sie hingegen möglichst verzichten. Zwar gibt es Klarlack, der die Maserung und die Optik des Holzes als solches erhält, durch den Lack kann das Holz aber nicht mehr „atmen“, die Poren werden komplett geschlossen.

Feuchtigkeit, die im Holz ist, kann damit nicht mehr an die Luft abgegeben werden und wenn der Lack mal einen tieferen Kratzer bekommt und hier Feuchtigkeit eindringt, kann diese nicht wieder austreten.

Für Haushalte mit Kindern, die nicht auf die angenehme Optik und die positiven Effekte eines Echtholztisches verzichten möchten, empfiehlt sich die Nutzung einer durchsichtigen abwaschbaren Tischdecke. Diese können in unterschiedlichen Stärken gekauft werden und stellen einen starken Schutz der Oberfläche gegen Feuchtigkeit, Kratzer und Verschmutzungen dar. In Haushalten, in denen ausschließlich Erwachsene leben, reicht in der Regel eine regelmäßige Behandlung mit Holzwachs, um die Möbelstücke wirkungsvoll und lang anhaltend zu schützen.

Fazit

Die richtige Massivholzpflege ist ein wichtiger Bestandteil, wenn es um die Erhaltung Ihrer Möbelstücke aus Echtholz geht. Für Möbelstücke mit einer seltenen Beanspruchung ist dabei eine Behandlung mit Holzöl zu empfehlen. Dieses schafft auch eine neostatische Oberfläche, auf der sich Staub nicht so schnell absetzen kann. Für Möbelstücke, die regelmäßig stark beansprucht werden, empfiehlt sich eine regelmäßige Behandlung mit Holzwachs. So erhalten Sie dem Möbelstück eine schöne, matt glänzende Oberfläche und schützen es gegen kleinere Kratzer und stärkere Verschmutzungen.

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2 Comments

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  1. Ich suche zwar keine Pflege für Holzmöbel, aber für andere Holzgegenstände. Super Tipps, ich werde es mal mit Holzöl versuchen.

  2. Es ist schade, wenn der Unterschied zwischen Massivholzmöbeln und Echtholzmöbeln nicht mehr kommuniziert wird. „Die DIN 68871 regelt Möbel-Bezeichnungen verbindlich. Massiv dürfen sich danach nur solche Möbel nennen, die in allen Teilen außer Rückwand und Schubladenböden aus massivem Holz gefertigt und nicht furniert sind.“ Die Bezeichnung „Echtholz“ darf man Möbel nennen, auf deren Spanplatte mindestens 0,7 Millimeter Furnier aus irgendeinem Baum geklebt wurde.

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