Rigips verputzen – so einfach geht’s

Der Name Rigips wird heute als Gattungsbegriff für alle Arten von Gipskartonwänden verwendet. Dabei handelt es sich hier um eine eingetragene Marke.

Wir sprechen in unserem Ratgeber daher neutral von „Gipskartonwänden“. Diese gehören zu den Elementen im Trockenbau. Zur Weiterverarbeitung muss eine solche Wand entsprechend verputzt werden. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

Welcher Putz soll es sein?

Wichtig ist, dass du für das Verputzen einer Gipskartonwand einen Putz verwendest, der von Seiten des Herstellers für diesen Anwendungszweck freigegeben ist bzw. empfohlen wird. Hierfür halten viele renommierte Hersteller sogenannte Edelputze bereit, deren Eigenschaften optimal auf die einer Gipskartonwand zugeschnitten sind. Ein solcher Putz mag im Handel etwas teurer sein, er erspart dir jedoch unter Umständen viel Ärger und zusätzlichen Aufwand.

Bestseller Nr. 1

Rigipsplatten vorbereiten

Das Verputzen von Gipskartonwänden schafft einen glatten Untergrund für die nächsten Renovierungsschritte – sei es Streichen, Tapezieren oder Fliesenlegen. Sobald die Rigipsplatten verschraubt und die Gipskartonplatten verkleidet ist, kannst du mit diesem Prozess beginnen, allerdings ist er recht zeitaufwendig. Also nimm dir einen Moment Zeit, um dich mit dem Prozess vertraut zu machen und alle benötigten Werkzeuge zur Hand zu haben.

Erforderliche Materialien und Werkzeuge für das Verputzen von Gipskarton:

  • Gips
  • Großer Eimer
  • Sauberes Wasser
  • Elektrischer Mixer
  • Kelle aus rostfreiem Stahl
  • Schwämme
  • Tritthocker
  • Evtl. Lichtspot und Ständer
  • Großer Pinsel

Es kann notwendig seien, die Übergänge der einzelnen Rigips-Platten zunächst zu verspachteln und die gesamten Platten eventuell mit einem Tiefengrund zu versehen. Letztgenannter eignet sich vor allem, um die Feuchtigkeitsaufnahme der Rigips-Platten zu verringern und somit Problemen wie etwa Schimmelbildung etc. vorzubeugen. Und auch als Vorbereitung für das Streichen der Trockenbauwände bzw. zum Tapezieren sollte ein Tiefengrund nicht fehlen.

Bestseller Nr. 1
Isolbau Tiefengrund LF 10 L Absolute Profiware Tiefgrund Grundierung
  • Wässriger Acryl-Grund für Innen und Außen
  • Grundierung für Beton, Porenbeton, für Untergrund aus Gips und Gips-Karton-Platten
  • Vor weiteren Bauarbeiten: Malen, Verputzen, Mauern, Kleben von Keramikbelegen

Rigipsplatten verputzen – Schritt für Schritt

1. Messe die Wand aus (Höhe x Breite), um zu berechnen, wie viel Putz du benötigst, um die gesamte Fläche abzudecken. Die Anweisungen auf der Verpackung geben einen Anhaltspunkt für die richtige Menge an Putz.

2. Gebe zuerst die richtige Menge Wasser in den großen Eimer und füge dann langsam den Putz hinzu, wobei du stetig mit der Kelle umrührst.

3. Mische den Putz und das Wasser mit dem elektrischen Mixer. Die fertige Konsistenz sollte glatt sein und etwa die Dicke von Quark haben.

4. Lasse die Mischung für etwa 15 Minuten ruhen und quellen.

5. Streiche etwas Wasser über den Putz, um die Oberfläche zu befeuchten.

6. Wenn du eine Portion Putz auf der Kelle hast, beginne damit, den Putz auf die Wand aufzutragen. Halte die Kelle in einem Winkel von ca. 20 Grad zur Wand. Wenn du Rechtshänder bist, beginne oben links an der Wand und arbeite dich nach rechts durch. Wenn du Linkshänder bist, beginne oben links und arbeite dich nach rechts vor. Du solltest eine Schichtdicke von etwa 2 – 3 mm anstreben. Der gemischte Putz benötigt ca. 40 Minuten, bevor er abbindet.

7. Bedecke die gesamte Fläche in einem Zug – höre nicht auf halber Strecke auf. Achte darauf, dass du bis zu den Rändern, oben und unten gelangst. Kümmere dich in diesem Stadium nicht zu sehr um Linien oder kleine Unebenheiten im Putz, achte nur darauf, dass es keine großen Klumpen oder Beulen gibt.

8. Warte nach der Fertigstellung 10 – 15 Minuten ab und mache dann einen sanften Berührungstest. Der Finger sollte einen ganz leichten Eindruck auf der Wand hinterlassen, aber keinen vollständigen Fingerabdruck. Hinterlässt er doch einen Abdruck, warte noch ein wenig länger.

9. Fahre mit einem sauberen Spachtel ganz fest über den Putz, um Linien oder Unebenheiten zu glätten, bevor du die zweite Putzschicht aufträgst.

10. Mischen evtl. neuen Putz an und trage dann eine zweite Putzschicht auf die Wand auf, etwa in der gleichen Dicke wie zuvor.

11. Sobald die zweite Schicht zu trocknen beginnt (prüfe sie erneut), kannst du den Putz final glätten, indem du mit dem Metallspachtel über die Wand fährst, um alle Unebenheiten zu beseitigen.

12. Wiederhole diesen Schritt drei- oder viermal im Abstand von 10 – 15 Minuten, um sicherzustellen, dass der Putz so glatt wie möglich ist.

13. Beim letzten Arbeitsgang solltest du überflüssigen Putz mit einem sauberen, trockenen Pinsel von den Kanten und Ecken zwischen Wand und Decke sowie von allen angrenzenden Wänden abwischen.

14. Lasse den Putz ausreichend lange trocknen und reinige das Werkzeug für die nächste Arbeit.

Fazit

Mit dem passenden Werkzeug und der richtigen Technik ist es auch für Heimwerker und Laien überhaupt kein Problem, eine Trockenbauwand korrekt zu verputzen. Der Putz bildet anschließend eine sehr gute Grundlage für weitere Arbeiten – zum Beispiel lassen sich die Rigipsplatten streichen oder oder du kannst sie einfach tapezieren.

Bestseller Nr. 1
KOTARBAU® Edelstahl Trapezkelle 140 mm x 60 mm Maurerkelle mit Gummigriff Stukkateurkelle...
  • HALTBARKEIT – Die KOTARBAU Maurerkelle besteht aus rostfreiem Stahl, wodurch sie sehr korrosionsbeständig...
  • UNIVERSALITÄT – Maurerkelle ist zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden, um Außenwinkel durch...
  • IHR KOMFORT - Die Kelle hat durch die optimale Position des Blattes zum Griff (Form eines Schwanenhalses)...
Bestseller Nr. 2
Maurerfreund, Trockenbauset 4-teilig, Comfort Softgriff, hochwertiger Edelstahl, Made in...
  • Bestehend aus: PROFIFLEX Inneneckenkelle 90°, PROFIFLEX Außeneckenkelle 90°, PROFIFLEX Stuckateurspachtel...
  • Ergonomischer Comfort-Softgriff mit integriertem Fingerschutz
  • Einfache Pflege, Reinigung und Instandhaltung

ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar