Terrassendielen aus Bangkirai – Vorteile, Nachteile & Pflege

Wer auf der Suche nach dem richtigen Terrassenboden ist, findet im Netz zu diesem Thema eine ganze Menge verschiedener Ratgeber. Da werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Bodenbelagstypen beschrieben, es wird über Kosten gesprochen und natürlich über die Pflege. Nachhaltigkeit ist dabei im Augenblick ebenso sehr ein Thema wie die Frage nach dem Preis.

Dabei gibt es gerade bei der Terrasse eine Menge Themen, über die es sich nachzudenken lohnt. Da wäre die Bauform der Terrasse und nicht zuletzt auch die Frage nach der perfekten Terrassenüberdachung. Schließlich ist die Terrasse für Hausbesitzer und Bewohner einer Wohnung im Erdgeschoss zumindest in den Frühlings- und Sommermonaten so etwas wie die Erweiterung des heimischen Wohnzimmers. Da möchte man sich natürlich wohlfühlen.

Letztlich ist es nach wie vor so, dass Holzterrassen zu den beliebtesten Varianten zählen. Das hat sicherlich eine ganze Reihe verschiedener Gründe. Einer dürfte mit Sicherheit der Umstand sein, dass das Holz eine sehr natürliche Optik hat und direkt eine gewisse gefühlsmäßige Wärme spendet. Die Terrasse wird wohnlich und bekommt ein natürliches und angenehmes Flair. Generell ist schon viel über die Vor- und Nachteile von Holzterrassen gesprochen und geschrieben worden.

Dabei laufen Sie aber in den meisten Artikeln vor allem den ganz klassischen heimischen und tropischen Holzarten über den Weg. Besonders spannend, wenn Sie für Ihre Terrassendielen Holz als Baustoff vorgesehen haben, ist aber auch das Bangkirai Holz. In der Folge möchten wir Ihnen diese Holzsorte einmal etwas genauer vorstellen und die Vor- und Nachteile dieser inzwischen durchaus beliebten Holzart näher beleuchten.

Was ist Bangkirai Holz?

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Bangkirai Terrasse einzurichten, stellt sich in der Regel zuerst die Frage, was Bangkirai überhaupt für ein Holz ist. Tatsächlich gilt Bangkirai in Europa inzwischen als eine der beliebtesten Holzarten für Terrassen. Ursprünglich stammt diese Holzart aus Indonesien und Malaysia. Andere Quellen geben vor allem Sumatra, Thailand und die Insel Borneo als Herkunftsländer an.

Besonders spannend ist daran, dass es in der Heimat dieser Holzarten keinen Bangkirai Baum gibt. Viel mehr ist Bangkirai ein Sammelbegriff für verschiedene Holzarten. Zu diesen gehören etwa:

  • Red Balau
  • Keruing
  • Vellow Balau
  • White Seraya
  • Marawan

Bangkirai ist eine Hartholzart, die eine ganze Reihe spannender Vorteile mitbringt. Händler, die besonderen Wert auf Qualität legen, bieten dabei in der Regel hauptsächlich die Sorte Yelow Balau an, da diese sehr hochwertig daherkommt. Gerade für den Terrassenbau ist diese Holzart optimal geeignet.

Von der Optik ist Bangkirai Holz hellbraun bis rötlich. Das Holz selbst bringt eine homogene Struktur mit und gilt als besonders pflegeleicht. Angeboten werden die Terrassendielen sowohl geriffelt als auch mit glatter Oberfläche. Bangkirai ist übrigens auch ein sehr schweres Holz. So wiegt ein Kubikmeter Holz mit einer relativen Holzfeuchte von 12 Prozent nahezu tausend Kilogramm.

In der Folge haben wir einige der wichtigsten Vor- und Nachteile dieser Holzart für Sie zusammengetragen.

Vorteile von Bangkirai als Terrassendielen

Davon gibt es tatsächlich einige – was auch zu der wachsenden Beliebtheit dieser Holzsorte führt. Zu den interessantesten Punkten dabei gehören die folgenden:

  • Bangkirai ist bekannt für seine gute Haltbarkeit. Nicht umsonst wird diese mit der Dauerhaftigkeitsklasse 1 – 2 beziffert. Leider gibt es, je nach konkreter Holzart und Herkunftsland, einige qualitative Unterschiede in der Robustheit des Holzes. Deshalb variiert es zwischen den Klassen 1 und 2.
  • Bangkirai Holz übersteht auch direkten Erdkontakt. Hier besteht keinerlei Gefahr einer Schimmelbildung oder der Ansetzung anderer Pilze.
  • Bangkirai ist so gut wie frei von Harz, was den Vorteil bringt, dass Sie diesen Harz nicht unter Ihren Füßen in die Wohnung oder ins Haus tragen können.
  • Bangkirai ist eine besonders pflegeleichte Holzart – man muss allerdings die Farbe mögen, die der Belag mit der Zeit bekommt. Andernfalls muss halt doch etwas mehr Pflege her.
  • Da diese Holzart besonders robust ist, stellt es auch kein Problem dar, die Dielen nach dem Winter mit einem Hochdruckreiniger zu säubern.
  • Das Holz ist sehr ölhaltig, was unter anderem dazu führt, dass es von Pilzen und Schädlingen weitgehend in Ruhe gelassen wird.
  • Die Holzfarbe variiert leicht im Ton und in der Nuance – allerdings ist die farbliche Bewegung im Holz stets natürlich und immer gleichmäßig.

Nachteile von Bangkirai als Terrassendielen

Eine Bangkirai Terrasse bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich. Da wäre zum Beispiel das vorhin genannte Thema Nachhaltigkeit. Wer seine Terrasse besonders nachhaltig eindecken möchte, der muss letztlich doch zu einem anderen Holz greifen. Zum einen erzeugen schon der weite Transport und das vergleichsweise hohe Gewicht einen beträchtlichen CO2-Fußabdruck. Zum anderen braucht dieses Holz sehr lange zum Wachsen. Ein neu gepflanzter Baum ist erst nach rund 50 Jahren reif die Holzernte.

Da ist es nur klar, dass man auch immer mal wieder Fälschungen über den Weg läuft. Neben dem wichtigen Punkt der Nachhaltigkeit gibt es allerdings auch noch ein paar andere Nachteile. Da wäre beispielsweise die Tatsache, diese Holzsorte mit 80,00 – 150,00 Euro pro Quadratmeter sehr teuer ist. Zumindest im Vergleich zu zahlreichen anderen Holzsorten.

Dann wäre da noch der hohe Ölgehalt des Holzes zu benennen. Denn auch wenn genau dieser an anderer Stelle von Vorteil ist, kann er doch dazu führen, dass die Terrasse nach dem frischen Verlegen „ausblutet“. Das bedeutet, dass sie beispielsweise beim ersten großen Regen Öl abgibt, was wiederum zu Flecken an Fassaden und anliegenden Wegen führen kann.

Als letzter Punkt wäre zu erwähnen, dass die im Holz enthaltenen Gerbstoffe bekannt dafür sind, mit Eisen zu reagieren. Wenn Sie Ihre Bangkirai Terrasse selbst verlegen möchten, sollten Sie auf jeden Fall auf Schrauben aus Edelstahl setzen. Auch bei Terrassenmöbeln und -elementen wie Sonnenschirmen, einem Grill oder einem Terrassenstrahler sollten Sie darauf achten, dass kein Eisen mit dem Holz in Berührung kommt.

Bangkirai behandeln und pflegen – Unsere Tipps

Kaum eine andere Holzart ist so pflegeleicht wie die Bangkirai Terrasse. Für gewöhnlich bedarf eine Bangkirai Terrasse gar keiner weiteren Pflege. Das Holz entwickelt allerdings mit der Zeit unter dem Einfluss der Sonne und von Wind und Wetter eine silbern schimmernde Patina. Dieser Vergrauung des Holzes können Sie allerdings entgegenwirken. Dazu reicht es, die Bangkirai Terrasse einmal im Jahr mit einem entsprechenden Holzöl zu streichen.

Fazit

Bangkirai ist eine beliebte Holzart, da sie besonders robust ist und optisch eine Menge zu bieten hat. Dazu gehört sie zu den Holzarten, die so gut wie nie splittern. Doch es gibt auch eine Reihe von Nachteilen bei diesem hochwertigen Tropenholz. Letztlich ist die Nutzung von Bangkirai auf der heimischen Terrasse eine Frage des Geschmacks – und natürlich eine des persönlichen Budgets.


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