Übergang von Fliesen zu Parkett – so geht’s

Offene Wohnkonzepte sind im Trend - so einige Bauherren stellt das vor kleine Herausforderungen © envato elements

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Fliesen und Parkett – zwei Bodenbeläge, die auf den ersten Blick kaum zueinander passen. Tatsächlich bringen sowohl Fliesen als auch ein Parkettboden komplett unterschiedliche Eigenschaften mit. Das wirkt sich sowohl auf die Optik aus als auch auf die Art und Weise, wie der jeweilige Bodenbelag verlegt werden muss. Denn wer Fliesen und Parkett kombinieren möchte, muss dabei einige wichtige Punkte beachten. Andernfalls könnte es schnell zu Schäden am Bodenbelag kommen – oder der Bodenbelag weist unschöne Kanten auf, die zu Verletzungsfallen werden können.

Damit genau das nicht passiert, sollten Sie entweder einen Fachmann mit der Verlegung der beiden Bodenarten betrauen – oder sich vorher mit den wichtigsten Fakten rund um die Frage, wie Sie am besten die Übergänge von Fliesen zu Parkett schaffen, beschäftigen. Damit das funktionieren kann, müssen Sie schon bei der Planung des Bodenbelags genau überlegen, welche konkreten Bodenbeläge es sein sollen, die Sie kombinieren möchten. Dann müssen Sie sich eingehend mit Themen wie Beschaffenheit des jeweiligen Bodenbelags (also zum Beispiel Stärke des Bodenbelages inklusive Unterbaukonstruktion, Kleister etc.) und den Eigenschaften bzw. den Verhaltensweisen bei einer Veränderung der Luftfeuchtigkeit oder der Temperaturen im Raum befassen.

Sie haben sich entschieden, den Übergang zwischen Fliesen und Parkett selbst zu verarbeiten? Das ist auch ohne große handwerkliche Vorkenntnisse absolut möglich – wir zeigen Ihnen gern, wie es geht und worauf Sie dabei auf jeden Fall achten sollten.

Fliesen und Parkett kombinieren

Es ist einer der großen Trends in der modernen Innenraumplanung: große Räume und freie Übergänge aus Bereichen wie der Küche ins Esszimmer und von dort ins Wohnzimmer. Egal, ob Sie ein neues Haus planen oder einen Altbau umbauen und sanieren möchten – offene Räume sorgen für viel Licht und die Möglichkeit, vom Kochen bis zum gemeinsamen Essen Zeit als Familie oder mit Freunden zusammen zu verbringen.

Vor allem, wer in seinem Haus eine kleine Küche mit angrenzendem Wohn- oder Esszimmer hat, denkt oft über einen Durchbruch und eine Verbindung zwischen den Räumen nach. Das ist nicht nur praktisch, weil es die Wege verkürzt, wenn das Essen fertig ist und anschließend das Geschirr wieder abgeräumt werden muss. Es schafft auch eine ganz neue Atmosphäre und ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl. Man macht mehr miteinander und niemand kapselt sich in seinem Arbeitsbereich, wie beispielsweise der Küche, von der restlichen Gesellschaft ab. Letztlich gibt es eine Menge gute Gründe für eine echte Wohnküche oder eine Kombination der Küche mit dem Wohn-/Essbereich.

Doch wie so oft im Leben hat auch dieser positive Trend seine Schattenseiten. Einer der wichtigsten Punkte ist hierbei die Frage nach dem richtigen Bodenbelag. Denn gerade zwischen Küche und Wohnzimmer gibt es in der Anforderung der meisten Menschen erhebliche Unterschiede. Während der Boden in der Küche hart, stabil, mit hohem Abrieb und dabei noch leicht zu reinigen sein sollte, muss der Bodenbelag im Wohnzimmer vor allem bequem und wohnlich sein.

Deshalb kommen viele Eigentümer von Häusern mit einer großen Wohnküche oder mit komplett offenen Übergängen vom Wohn-/Essbereich in die Küche zu dem Schluss, hier verschiedene Bodenbeläge zu kombinieren. Neben den unterschiedlichen Pflegeeigenschaften der verschiedenen Bodenarten gilt es auch bei der Verlegung von Fliesen und Parkett nebeneinander auf ein paar wichtige Punkte zu achten.

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Übergang von Fliesen zu Parkett – Möglichkeiten im Überblick

Wer einen guten Übergang zwischen Fliese und Parkett hinbekommen möchte, der muss vorher genau wissen, wie die beiden Bodenbeläge beschaffen sind. Das bedeutet nicht nur, dass er die generellen Unterschiede zwischen Fliesen- und Parkettboden kennen muss. Jedes Parkett und jede Fliese haben zum Beispiel ihre ganz eigene Stärke. Diese muss so berücksichtigt werden, dass am Ende beide Bodenbeläge bündig miteinander abschließen – andernfalls gibt es eine Kante, die schnell zu dem einen oder anderen Unfall führen kann.

Wenn Sie Parkett und Fliesen in einem Raum verlegen wollen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, den Übergang zu schaffen:

  • ein Übergang ohne Schiene
  • ein Übergang mit Schiene

Ein Übergang mit Schiene macht es leichter, geringfügige Höhenunterschiede auszugleichen. Wichtig ist allerdings auch hier, größere Differenzen möglichst grade zu ziehen. Allerdings funktioniert die Schiene nur dann, wenn die Kante zwischen Fliese und Parkett grade verläuft. Das funktioniert vor allem in quadratischen oder rechteckigen Räumen. Sollen allerdings runde Formen und weichere Übergänge genutzt werden, muss der Übergang ohne Schiene erfolgen.

Auch wenn es auf den ersten Blick für die Verarbeitung leichter aussieht, eine Schiene zu nutzen, hat der Übergang ohne Schiene unter dem Strich einige Vorteile zu bieten. Denn ohne Schiene wirkt der Übergang optisch sauberer. Damit der Übergang wirklich sauber erfolgt, brauchen Sie ein Abschlussprofil aus Edelstahl. Dieses muss die Fliesen und das Parkett sauber voneinander trennen. Außerdem ist eine Dehnungsfuge wichtig, denn während Fliesen einen sehr starren Bodenbelag darstellen, ist Parkett als natürlicher Bodenbelag aus Holz „lebendig“ und „arbeitet“.

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Kombination Fliesen & Parkett – Unsere Tipps für den Übergang ohne Schiene

Als erstes verlegen Sie das Parkett. Dann kommt direkt das Abschlussprofil für die Fliesen. Zwischen dem Abschlussprofil und dem Parkettrand sollte ein Abstand von sieben bis acht Millimetern liegen. Wie groß die Dehnungsfuge im Endeffekt sein muss, hängt von der Gesamtgröße der Parkettfläche ab. Bei sehr großen Parkettflächen kann die Fuge auch größer ausfallen. Informieren Sie sich dazu vorab bei Ihrem Parketthändler.

Als nächstes verlegen Sie die Fliesen. Wenn diese geklebt sind, kann die Dehnungsfuge gespritzt werden. Dazu verwenden Sie entweder Spritzkork oder Silikon. Die Farbe des verwendeten Stoffes sollte möglichst unauffällig sein. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Dehnungsfuge mindestens genauso breit wie tief ist. Als allerletztes entfernen Sie die Überschüsse des Dehnungsmaterials und eventuell verwendete Hilfsmittel wie Abstandhalter an den Wänden und bringen die Fußbodenleisten an.

Nice to know

Unterschiedliche Böden eignen sich auch wunderbar, um farbliche Akzente zu setzen. Wenn Sie beispielsweise eine helle Küche mit hellen Fliesen kombiniert haben und der Boden für Ihren Wohn- und Essbereich in einem dunklen Parkettton anschließt, schaffen Sie schon optisch eine klare Abgrenzung zwischen den Bereichen.

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Fazit: Fliesen und Parkett schließen sich nicht aus – sie müssen nur gut verarbeitet werden

Wenn Sie die Küche in Ihren Wohnbereich integrieren und dabei keinen durchgehenden PVC- oder Laminatboden nutzen möchten, ist eine Kombination aus Fliesen und Parkett die optimale Lösung. Dabei ist es wichtig, den Übergang zwischen Fliese und Parkett sauber herauszuarbeiten und eine entsprechend breite Dehnungsfuge zu setzen.

Der Übergang Parkett Fliese kann dabei auch rund oder gezackt sein – wichtig ist nur, dass das jeweils verwendete Muster sauber ausgearbeitet wird und das die Fliesen mit einem Abschlussprofil vom Parkett getrennt werden. Wer für den Übergang mit einer Schiene arbeiten möchte, kann damit leichte Unebenheiten ausgleichen – muss aber trotzdem die Dehnungsfuge setzen, da der Parkettboden sonst Schaden nehmen könnte, wenn das Holz beginnt, sich bei wechselnden Temperaturen und sich ändernder Luftfeuchtigkeit auszudehnen oder zusammenzuziehen.

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