Brunnen bohren – Möglichkeiten & Kosten im Überblick

Einen Brunnen zu bohren ist für viele Hausbesitzer mit Garten eine gute Möglichkeit, Wasserkosten einzusparen. Generell ist es gut, wenn Gartenbesitzer auch außerhalb des Hauses über einen Wasseranschluss verfügen. Das vereinfacht die Bewässerung des Gartens und natürlich die Nutzung von Wasser im Außenbereich erheblich.

Vor allem wer als Selbstversorger agieren und in seinem Garten möglichst viele Lebensmittel selbst anbauen möchte, braucht eine ganze Menge Wasser, damit die Pflanzen wirklich gedeihen. Tatsächlich gibt es eine ganze Menge verschiedener Möglichkeiten, die Wasserverwendung im heimischen Garten nachhaltiger zu gestalten. Da wäre zum Beispiel die klassische Regentonne. Hier sammeln Sie das Regenwasser, das über das Terrassendach, das Dach Ihres Gartenhauses oder ähnliche Überdachungen in Ihrem Außenbereich abfließt.

Dieses Regenwasser kann wunderbar zum Gießen von Blumen und Nutzpflanzen verwendet werden. Auch zum Neuauffüllen eines kleinen Gartenteichs, nachdem dieser gereinigt wurde, eignet sich Regenwasser optimal. Doch da Regentonnen nur eine sehr begrenzte Kapazität mitbringen, stößt man hier mit den vorhandenen Wassermengen schnell an Grenzen. Ein Brunnen bringt da den Vorteil nahezu unerschöpflicher Wassermengen. Im Folgenden zeigen wir alles Wichtige, was es rund um das Thema Brunnen Bohren zu wissen gibt – inklusive der Frage, was ein solcher Brunnen Sie effektiv kostet.

Vorteile eines eigenen Brunnens

Die Vorteile eines Brunnens sind schnell aufgezählt.

  • Sie sparen erhebliche Wasserkosten, denn Sie zahlen bei einem Verbrauch von Trinkwasser im heimischen Garten nicht nur die Wassermenge, die Sie nutzen, sondern noch einmal dieselbe Wassermenge für die Entwässerung.
  • Die Nutzung von Grundwasser ist eine nachhaltige Art der Wasserversorgung für den heimischen Garten.
  • Die Nutzung von Grundwasser über einen eigenen Brunnen schafft eine gewisse Unabhängigkeit und bringt Sie einen Schritt näher an die Selbstversorgung heran.
  • Während in anderen Gärten im Sommer der Rasen schnell braun und verbrannt ist, können Sie für die optimale Pflege und Bewässerung Ihres Gartens sorgen.
  • Bei entsprechend klarem Grundwasser kann sogar der eigene Pool im Garten über die Pumpe befüllt werden – ein Ersparnis von mehreren Tausend Litern Wasser pro Jahr.

Brauche ich zum Brunnen bohren eine Genehmigung?

Das kommt auf die Art des Brunnens an. Es gibt für den heimischen Garten drei Brunnentypen, von denen zwei regelmäßig und einer nur sehr selten zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um:

  • Schlagbrunnen oder Rammbrunnen
  • Bohrbrunnen für ein Hauswasserwerk
  • Tiefbrunnen

Für jeden Brunnen, der unter die Grundwassertiefe geht, brauchen Sie auf jeden Fall eine Bohrgenehmigung. Diese erteilt die zuständige Behörde vor Ort – in den meisten Fällen ist das du untere Wasserbehörde. Ein Schlag- oder Rammbrunnen muss zumeist nicht genehmigt werden, ist aber auf jeden Fall anzeigepflichtig. Wie genau die jeweiligen Regelungen in Ihrer Kommune sind, sollten Sie direkt vor Ort im Bauamt erfragen. Hier kann Ihnen eine verbindliche Information zu der Frage, ob Ihr Brunnenprojekt melde- oder antragspflichtig ist, gegeben werden.

Auf jeden Fall benötigen Sie ein Bodengutachten, bevor Sie mit dem Bohren Ihres Brunnens beginnen können. Das ist ohnehin wichtig, da Sie nur so genau wissen, wann Sie auf Grundwasser stoßen werden und welche Brunnenart für Ihren Garten die richtige ist. Denn während der Tiefbrunnen, der nicht ganz so häufig in heimischen Gärten zu finden ist, Tiefen von bis zu 25 Metern erreichen kann, geht der Rammbrunnen nur maximal 7 Meter in die Tiefe. Wenn hier noch kein Grundwasser zu finden ist, wäre die ganze Bohrung umsonst.

Brunnen selber bohren

Wenn Sie selbst einen Brunnen bohren möchten, können Sie zwischen einem Schlagbrunnen und einem Bohrbrunnen für ein Hauswasserwerk wählen. Der Tiefenbrunnen sollte in der Regel von einem Fachmann gebohrt werden.

Für einen Schlagbrunnen brauchen Sie nur das richtige Werkzeug. Hier wird ein Rohr so lange in den Boden gerammt, bis es die entsprechende Tiefe für die Pumpe erreicht hat. Das hier nur Tiefen von maximal 7 Metern bedient werden können, liegt daran, dass hier eine Handpumpe angeschlossen wird. Diese kann das Wasser nicht über größere Höhenunterschiede befördern.

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Wenn Sie einen Bohrbrunnen setzen möchten, müssen Sie als Erstes entscheiden, ob Sie den Brunnen mit Muskelkraft oder mit einer Maschine bohren möchten. Wenn Sie sich für die Muskelkraft entscheiden, müssen Sie das Bohrgestänge mit einer Bohrspitze über eine Kurbel so lange drehen, bis der Bohrer die richtige Tiefe erreicht hat. Mit dieser Methode können Sie keine Gesteinsschichten durchbrechen, sodass Sie aufhören und an einer anderen Stelle weitermachen müssen, wenn doch einmal eine Steinschicht im Weg sein sollte. Außerdem ist auch hier die Tiefe des Bohrbrunnens auf maximal 10 Meter begrenzt.

Die Maschinenbetriebe Variante ist die Einfachste und führt am schnellsten zum Erfolg. Tiefen von 15 bis 20 Metern sind mit Geräten, die Sie problemlos im Baumarkt erhalten, leistbar.

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Brunnen bohren – Kosten des Fachmanns

Wenn Sie einen Brunnen vom Fachmann bohren lassen möchten, wird Ihnen der Experte Ihrer Wahl einen Preis pro Meter anbieten. Dieser ist abhängig von der Art des gewünschten Brunnens und von der Gesamttiefe des Brunnenprojekts. Denn je tiefer ein Brunnen wird, desto stabiler und hochwertiger müssen die verwendeten Materialien sein und desto schwieriger wird das Bohren der letzten Meter.

Hier haben wir die Gesamtkosten pro Brunnenart für Sie einmal in der Übersicht.

Schlagbrunnen

  • Ca. 30 Euro pro Meter Tiefe (Gesamtpreis bei 7 Metern Tiefe 210 Euro)
  • 50 – 200 Euro für die Pumpe
  • Insgesamt also 260 – 410 Euro

Bohrbrunnen für Heimwasserwerk

  • Ca. 80 Euro pro Meter Tiefe (Gesamtpreis bei 15 Metern Tiefe 1.200 Euro)
  • 150 – 300 Euro für die Pumpe
  • Insgesamt also 1-350 – 1.500 Euro

Tiefbrunnen

  • Ca. 160 Euro pro Meter Tiefe (Gesamtpreis bei 25 Metern 4.000 Euro)
  • 300 – 1.000 Euro für die Pumpe – je nach gewünschter Fördermenge
  • Insgesamt also 4.300 – 5.000 Euro

Fazit

Je nachdem für welchen Brunnen Sie sich entscheiden, können die Kosten dafür sehr moderat oder eben etwas höher in einem Bereich bis zu 5.000 Euro. Im letzteren Fall können Sie mit Ihrem Brunnen im Garten allerdings nicht nur die Blumen, Nutzpflanzen und den Rasen wässern, sondern auch ein WC und ein Waschbecken im Garten beispielsweise betreiben. Auf jeden Fall können Sie Ihren persönlichen Verbrauch an Trinkwasser mit einem Brunnen deutlich reduzieren und so etwas dafür tun, dass der allgemeine Wasserverbrauch zurückgeht oder zumindest deutlich grüner wird, als er es in der Vergangenheit war.

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