Holz richtig spalten – Brennholz mit Axt & Spalter

Holz ist beliebt. Sowohl in der Inneneinrichtung, wo Massivholzmöbel nie wirklich aus der Mode gekommen sind, als auch wenn es um das Heizen der eigenen vier Wände geht.

Tatsächlich geht der Trend immer mehr zum Heizen mit Holz. Auch wenn Statistiken zeigen, dass sich die Zahl der Feuerstellen in Deutschland – also der Haushalte, die mit Holz heizen – nur leicht verändert hat. Immerhin ist sie von rund 10 Millionen auf bis zu 12 Millionen Feuerstellen gestiegen. Das Gute dabei: Dank modernerer Kaminöfen wird das ohnehin schon umweltfreundlichere Heizen mit Holz noch weiter modifiziert und produziert so einen noch geringeren CO2-Ausstoß.

Doch wer mit Holz heizen möchte, muss den Brennstoff erst einmal vorrätig haben. Fertig gespaltenes Brennholz zu kaufen wird auf die Dauer teuer – da macht es Sinn, direkt größere Holzbestellungen aufzugeben und das Holz im eigenen Garten selbst zu spalten. In manchen Regionen besteht auch die Möglichkeit, mit einer entsprechenden Genehmigung im Wald von Holzlagerstellen gefällte Bäume abzutransportieren und diese zuhause selbst für den eigenen Bedarf zu sägen und anschließend zu spalten.

Auch wenn der Gedanke an das abendliche Sitzen vor dem heimischen Kamin mit Blick auf prasselnde Feuer etwas Romantisches hat – für die vorher notwendige Arbeit des Holzspaltens gilt es, einige Dinge zu beachten. Wir von wohnen-und-bauen haben hier einmal einige wichtige Aspekte zu diesem Thema für Sie gesammelt.

Die wichtigsten Grundlagen zum Holzspalten

Bevor das Holz in den Kamin gehen kann, muss es als Allererstes gespalten werden. Wenn vom Holzhacken die Rede ist, haben die meisten Menschen tatsächlich noch immer den Mann mit der Axt vor Augen, der sich ein Holzscheit nach dem anderen vornimmt und die Scheite mit einem oder zwei gezielten Schlägen spaltet. Tatsächlich machen das viele nach wie vor gern so. Allerdings gehört schon einiges an Vorbereitung dazu – und das Wissen, wann und wie man hier genau an die Arbeit gehen sollte.

Generell sollten die Holzscheite, die Sie spalten wollen, rund 33 Zentimeter hoch sein. Das ist ein Maß, das Sie noch bequem durchtrennen können. Das einheitliche Maß sorgt auch dafür, dass das Holz gut gelagert werden kann. Die beste Zeit zum Holz spalten ist in aller Regel der Herbst oder Winter. Wenn das Holz ohnehin schon eine gewisse Wintertrockenheit aufweist, ist die Restfeuchte deutlich niedriger. Wenn Sie jetzt das Holz spalten, kann es in der kalten Winterluft bereits optimal weiter austrocknen.

Wichtig ist allerdings, Holz nicht zu lange als Ganzes liegen zu lassen. Ansonsten beginnt es von innen heraus zu faulen. Dadurch nimmt zum einen der Brennwert erheblich ab. Darüber hinaus wird das Holz bei längerem Lagern härter. Das wiederum führt dazu, dass das Spalten des Holzes immer schwerer wird.

Sollten Sie einmal einen Baum gefällt haben, der noch grüne Blätter hat, gilt es allerdings geduldig zu sein. Warten Sie mit dem Abhacken der Äste und dem anschließenden Zerteilen des Stammes auf jeden Fall, bis die Blätter braun geworden sind. Während die Blätter absterben, ziehen sie noch eine Menge Restfeuchtigkeit aus dem Baum. So können Sie die notwendige Trocknungszeit nach dem Spalten noch einmal deutlich reduzieren.

Holz spalten – die Möglichkeiten

Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Holz für den heimischen Kamin zu spalten. Die wohl am häufigsten gewählten Hilfsmittel bieten eine breite Spannbreite – von sportlich aktiv bis ganz bequem.

Der Holzspalter

Der Holzspalter ist eine Möglichkeit, einfach und bequem das Holz zu spalten. Dabei handelt es sich um eine Maschine, die im Prinzip die schwierige Arbeit für Sie übernimmt. Sie müssen hier nur das Holz einlegen und das Gerät einschalten. Mit einem Turbo-Spalter lassen sich auch größere Mengen Holz innerhalb kürzester Zeit spalten.

Tipp

Generell können Maschinen von Wematik wie ein Holzspalter die Arbeit im heimischen Garten und rund ums eigene Haus deutlich vereinfachen. Achten Sie bei der Wahl Ihres Holzspalters vor allem auf Qualität. Ein solches Gerät muss Holz verschiedenen Härtegrades problemlos spalten können. Bei günstigen Modellen kann das schnell zu Schäden führen, und zwar schon nach vergleichsweise geringer Laufzeit. Hochwertige Geräte hingegen lassen Sie über viele Jahre bei der Arbeit nicht im Stich.

Der Vorteil ist hier mit Sicherheit die einfache Handhabung und der Umstand, dass es sich bei der Arbeit mit einem Holzspalter nur bedingt um schwere körperliche Arbeit handelt. Dazu kommt, dass in einem Holzspalter Holzscheite verschiedener Größe bearbeitet werden können. Dabei können Sie selbst die Zielmaße des fertigen Holzscheits festlegen. Ein Nachteil dürfte sicherlich der Umstand sein, dass das Holzspalten auf diese Art eine Menge von seiner Romantik verliert. Außerdem ist ein guter Holzspalter entsprechend teuer.

Die Axt

Sie ist nach wie der Klassiker unter den Spalt-Werkzeugen. Mit einer guten Spaltaxt kommen Sie mit etwas Übung problemlos mit einem, zwei oder maximal drei Schlägen durch nahezu jedes Holzscheit. Wichtig ist dabei, das Scheit an der richtigen Stelle anzuvisieren und dann mit ausreichend Kraft und Zielsicherheit die Spaltaxt durchzuziehen.

Tipp

Viele Hausbesitzer, die nur gelegentlich mal Holz spalten, verwenden dafür eine ganz klassische Axt. Das Problem dabei – diese ist vom Griff und von der Schneide her nicht für das Spalten von Holzscheiten gemacht. Eine echte Spaltaxt wird Ihnen die Arbeit hier deutlich erleichtern und Ihnen bei der Arbeit manches Erfolgserlebnis bescheren, wenn Sie beispielsweise zum ersten Mal ein ganzes Holzscheit mit einem Schlag gespalten haben.

Der Vorteil bei der Nutzung der Spaltaxt ist sicherlich auf der einen Seite der romantische Ansatz. Das ist noch das Spalten von Holz, wie man es seit Jahrhunderten kennt und betreibt. Außerdem haben Sie damit gleich ein anstrengendes Workout verbunden und sparen Sie das Fitnessstudio.

Zu guter Letzt kostet eine gute Spaltaxt nur einen Bruchteil dessen, was ein guter Holzspalter in der Anschaffung verschlingt. Wer also schon immer mal in Holzfällerhemd und Weste vor einem Spaltklotz stehen und mit einem kräftigen Schlag Holz spalten wollte, sollte sich dieses Gefühl auf keinen Fall entgehen lassen.

Als Nachteil kann man sicherlich den großen körperlichen Aufwand anführen. Um eine gute Menge Holz zu spalten, müssen Sie körperlich wirklich fit sein und dürfen keine muskulären Probleme oder Rückenbeschwerden haben.

Der Spaltkeil

Spaltkeile werden in der Regel verwendet, wenn Sie ein Meterstück – also ein Holzscheit, das ein Meter lang ist – spalten möchten. Doch auch für normale Scheite, die zumeist eine Länge von 33 cm aufweisen, können Sie einen Spaltkeil verwenden.

Der Keil wird auf dem Holz aufgesetzt. Er funktioniert in etwa so wie ein Meißel. Mit einem Spalthammer wird der Spaltkeil dann in das Holzscheit hineingetrieben. Der Effekt ist in etwa der Gleiche wie bei einem hydraulischen Holzspalter. Nur mit dem Unterschied, dass hier auch Körperkraft gefragt ist und keine Maschinenkraft.

Der Vorteil ist dabei sicherlich, dass Sie mit einem Spaltkeil und einem zugehörigen Hammer auch größere und härtere Scheite spalten können. Vor allem solche, die Sie mit einer Spaltaxt wegen ihrer Größe oder ihrer Härte vielleicht nicht mehr schaffen würden. Dabei ist der Spaltkeil wiederum um ein Vielfaches günstiger als ein hochwertiger Holzspalter.

Allerdings ist die Arbeit mit einem solchen Keil deutlich aufwendiger als mit einer einfachen Spaltaxt. Daher sollten Sie auf den Spaltkeil wirklich nur zurückgreifen, wenn Sie aufgrund der Größe oder der Härte des Holzes mit der Axt nicht durchkommen.

Sicherheit beim Holz spalten

Wer Holz spalten möchte, leistet damit in den meisten Fällen schwere körperliche Arbeit. Allerdings ist diese Arbeit auch nicht ungefährlich. Eine Spaltaxt beispielsweise, die abrutscht, kann zu erheblichen Verletzungen führen. Grundsätzlich sollten Sie daher beim Holzspalten Sicherheitskleidung tragen.

Ganz wichtig sind in dem Zusammenhang Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt rutschfeste Handschuhe tragen, damit Sie einen guten Griff haben. Der dritte wichtige Bereich, den Sie unbedingt schützen sollten, sind Ihre Augen. Um diese vor womöglich umherfliegenden Splittern oder kleineren Holzstückchen zu schützen, können Sie zu einer Sicherheitsbrille oder zu einem Helm mit Visier greifen.

Fazit

Holz spalten ist für viele Hausbesitzer mit eigenem Kamin tatsächlich so etwas wie ein Hobby – eine Möglichkeit, aktiv zu bleiben und dabei vielleicht auch noch etwas Frust abzubauen, soweit nötig. Wer allerdings keine Routine in dieser Tätigkeit hat, sollte sich das am besten einmal von jemandem mit mehr Erfahrung zeigen lassen.

Der Holzspalter ist letztlich die einfachste Variante für den Nutzer – aber auch mit Abstand die teuerste. Der Spaltkeil ist vergleichsweise aufwendig, in der Anwendung. Er kann Ihnen aber Helfen scheinbar undurchdringliche Holzscheite zu bezwingen. Der Klassiker ist und bleibt allerdings die Spaltaxt.


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