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Brennholz richtig lagern – Tipps & Tricks

Brennholz richtig lagern und trocknen

Das gibt es bei der Lagerung von Brennholz zu beachten, damit es gut trocknet. Foto © DramaSan | stock adobe

Das gibt es bei der Lagerung von Brennholz zu beachten, damit es gut trocknet. Foto © DramaSan | stock adobe

Wenn Sie einen Kamin oder einen Holzofen besitzen, haben Sie sich sicher auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie Ihr Brennholz richtig lagern.

Schließlich ist das von entscheidender Bedeutung, damit der Kamin oder Ofen eine effiziente und umweltfreundliche Wärmequelle darstellt. Nur trockenes und richtig gelagertes Brennholz ermöglicht eine saubere Verbrennung und vermeidet übermäßige Schadstoffbelastungen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum das Trocknen von Brennholz unbedingt notwendig ist, wie lange es trocknen sollte, wie Sie es richtig stapeln und trocknen können und wie Sie die Holzfeuchte messen.

Warum muss man Brennholz trocknen?

Frisch geschlagenes Holz weist einen hohen Feuchtigkeitsgehalt von oft mehr als 50 Prozent auf und kann daher nicht ohne vorheriges Trocknen verfeuert werden. Die Feuchtigkeit im Holz stammt aus dem natürlichen Wassertransport der Bäume und ist in den feinen Zellstrukturen des Holzes eingeschlossen.

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum es wichtig ist, Brennholz vor dem Verbrennen gründlich zu trocknen:

Bessere Verbrennung

Trockenes Brennholz brennt wesentlich effizienter als feuchtes Holz. Die Feuchtigkeit im Holz muss zunächst verdampfen, bevor das Holz zu brennen beginnt. Während dieser Phase wird viel Energie verbraucht, wodurch die Temperatur im Ofen oder Kamin nicht so hoch wird, wie es bei trockenem Holz der Fall wäre. Als Ergebnis erhält man weniger Wärmeleistung und das Feuer brennt nicht so lange.

Reduktion von Schadstoffemissionen

Feuchtes Holz führt zu einer unvollständigen Verbrennung und produziert mehr Rauch und Schadstoffe wie Ruß, Teer und Kohlenmonoxid. Diese Schadstoffe sind nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern auch für die menschliche Gesundheit. Sie können zu Atemwegsproblemen führen und die Luftqualität in der Umgebung beeinträchtigen. Trockenes Holz hingegen erzeugt weniger Rauch und Schadstoffe und ist somit umweltfreundlicher.

Weniger Ablagerungen im Schornstein

Bei der Verbrennung von feuchtem Holz können sich Teer und andere Rückstände im Schornstein ablagern. Diese Ablagerungen können die Abzugswege blockieren und die Bildung von Glanzruß begünstigen, was wiederum ein Brandrisiko darstellt. Trockenes Brennholz reduziert das Risiko von Schornsteinbränden dagegen erheblich.

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Verlängerung der Lebensdauer von Kaminen und Öfen

Der Betrieb von Kaminen und Öfen mit feuchtem Holz kann zu größerer Verschmutzung und entsprechend mehr Ablagerungen im Inneren der Feuerstellen führen. Dies wiederum verkürzt die Lebensdauer der Geräte und kann teure Reparaturen nach sich ziehen. Trockenes Holz hingegen verursacht weniger Verschmutzung und trägt somit zur längeren Lebensdauer bei.

Geringere Kosten

Wenn Sie trockenes Brennholz verwenden, benötigen Sie weniger Holz, um die gleiche Menge an Wärme zu erzeugen – verglichen mit feuchtem Holz. Dadurch sparen Sie langfristig Brennholzkosten und müssen weniger oft Holz nachkaufen.

Wie lange muss Brennholz trocknen?

Die Trocknungszeit von Brennholz hängt von verschiedenen Faktoren ab und variiert entsprechend. Im Allgemeinen dauert es zwischen sechs Monaten und einem Jahr, um Brennholz ausreichend trocknen zu lassen. Die genaue Dauer ist von der Holzart, der Dicke der Scheite und den Lagerbedingungen abhängig.

Harthölzer wie Eiche, Buche oder Esche haben eine höhere Dichte und enthalten mehr Feuchtigkeit als Weichhölzer wie Fichte, Kiefer oder Tanne. Dadurch benötigen Harthölzer in der Regel länger zum Trocknen als Weichhölzer. Die Trocknungszeit kann bei Harthölzern zwei Jahre oder sogar länger betragen, während Weichhölzer oft bereits nach sechs bis neun Monaten ausreichend getrocknet sind. Allerdings hängt dies auch von der Dicke der Scheite ab. Dickere Scheite benötigen mehr Zeit, um das in ihnen enthaltene Wasser vollständig zu entziehen. Es ist daher ratsam, das Brennholz in handliche Stücke zu spalten, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen.

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Und auch die Lagerbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Trocknung von Brennholz. Ein gut belüfteter und sonniger Standort ist ideal, da die Sonneneinstrahlung den Trocknungsprozess beschleunigt. Stellen Sie das Brennholz so auf, dass es von der Sonne profitieren kann. Gleichzeitig sollte die Seite zum Wind hin geöffnet bleiben, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Wenn das Holz gut durchlüftet ist, trocknet es schneller und gleichmäßiger. Wenn Sie Ihr Brennholz bereits mit einem relativ niedrigen Feuchtigkeitsgehalt (unter 20 Prozent) lagern, verkürzt sich die Trocknungszeit deutlich. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Holz direkt nach dem Fällen oder Spalten gelagert wird und nicht noch zusätzlich getrocknet werden muss.

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Wichtig zu wissen ist: Es reicht nicht aus, das Brennholz nur oberflächlich trocknen zu lassen. Die Feuchtigkeit dringt tief in das Holz ein, und es dauert eine gewisse Zeit, bis sie vollständig entweicht. Das Messen der Holzfeuchte ist eine zuverlässige Methode, um festzustellen, ob das Brennholz ausreichend getrocknet ist. Eine Restfeuchte von unter 20 Prozent gilt in der Regel als optimal für eine effiziente und saubere Verbrennung. Wie Sie die Holzfeuchte messen, erfahren Sie weiter unten.

Brennholz richtig stapeln & trocknen

Für eine effektive Trocknung ist es entscheidend, dass Sie Ihr Brennholz richtig lagern. Im Folgenden haben wir einige Tipps zusammengestellt, die Sie beachten sollten:

  • Wählen Sie einen gut belüfteten und sonnigen Platz für Ihr Brennholzlager. Ein offener Untergrund sorgt für eine gute Luftzirkulation und verhindert, dass das Holz von unten feucht wird und fault.
  • Platzieren Sie Ihr Brennholz so, dass es von der Sonne profitieren kann. Die Sonneneinstrahlung beschleunigt den Trocknungsprozess erheblich.
  • Decken Sie das Brennholz an der Oberseite mit einer wasserdichten Plane oder einem Dach ab, um es vor Regen zu schützen. Gleichzeitig sollte die Seite zum Wind hin geöffnet bleiben, um eine gute Belüftung zu gewährleisten.
  • Stapeln Sie das Holz so, dass zwischen den Scheiten genügend Luftzirkulation möglich ist. Eine gute Belüftung verhindert die Bildung von Schimmel und Fäulnis.
  • Legen Sie eine Unterlage wie Paletten oder Holzbohlen unter das Brennholz, um einen Feuchtigkeitsstau von unten zu verhindern.
  • Stapeln Sie das Holz nicht zu hoch, damit es nicht umfällt und gut durchlüftet werden kann.

Holzfeuchte messen – wie geht das?

Um die Feuchtigkeit von Brennholz zu überprüfen, können Sie ein spezielles Feuchtigkeitsmessgerät für Holz verwenden. Solche Geräte gibt es in fast jedem Baumarkt, sie sind einfach in der Handhabung und liefern zuverlässige Ergebnisse. Alternativ können Sie auch die altbewährte Klopf-Methode anwenden. Trockenes Holz gibt dabei einen tiefen, dumpfen Klang von sich, während feuchtes Holz einen helleren, hohlen Klang erzeugt. Diese Methode ist allerdings recht ungenau und gibt keinen Aufschluss über den genauen Feuchtigkeitsgehalt.

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Fazit

Die korrekte Lagerung von Brennholz ist entscheidend für eine effiziente und umweltfreundliche Nutzung von Kaminen und Öfen. Trockenes Holz mit einer geringen Restfeuchte von unter 20 Prozent gewährleistet eine saubere Verbrennung und reduziert Schadstoffemissionen. Lagern Sie daher Ihr Brennholz richtig – mit unseren Tipps sollte das kein Problem sein.

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Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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