Hausbau 2022 – Jetzt bauen oder noch warten?

Der Immobilienmarkt ist zum Jahreswechsel 2021/2022 auf einem Allzeithoch. Die Preise für Immobilien steigen nach wie vor, und damit sehen sich auch Bauherren und Mieter einer steigenden finanziellen Belastung gegenüber.

Sowohl die Mieten als auch die Preise für Grund und Bauvorhaben kennen seit Jahren nur eine Richtung – nach oben. Doch die Marktlage ist nur eines von vielen Kriterien, die es bei der Frage „Jetzt bauen oder warten?“ zu berücksichtigen gilt.

Persönliche und individuelle Umstände

Der Bau eines Hauses beeinflusst bei den meisten Menschen nahezu jeden Lebensbereich. Der Job bekommt angesichts der abzuzahlenden Schulden plötzlich eine noch stärkere Bedeutung als ohnehin schon – gerade wenn eine Familie zu versorgen ist. Die Familie selbst wird stärkeren emotionalen Belastungen ausgesetzt und verpflichtet sich mehr oder weniger für mehrere Jahre bis Jahrzehnte, an einem Ort zu leben.

Findet sich ein Bauherr in einer solchen Situation wieder, entscheiden über finanzielle Faktoren hinaus auch Aspekte des Alltags: Wie schnell möchte die Familie in das neue Haus einziehen? Ein Einfamilienhaus bauen dauert zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren, je nach Bauart. In Ausnahmefällen sind sogar Bauzeiten von wenigen Tagen realistisch.

Die rein finanziellen Faktoren haben das größte Gewicht: Wann wird der Kredit gewährt? Wie steht es um staatliche Förderungen bzw. wann wird eventuellen Beantragungen stattgegeben? Solche und weitere Fragen sind entscheidend, um einen bestmöglichen Zeitpunkt für den Bau einer Immobilie zu bestimmen.

Chancen ergreifen

Auch wer ein günstiges Grundstück entdeckt, ist einem zeitlichen Einfluss auf den Baubeginn ausgesetzt – denn oft das Grundstück nur eine begrenzte Zeit verfügbar. Dasselbe gilt im Übrigen für Angebote von Bauunternehmen oder andere zeitlich befristete Möglichkeiten. Umgekehrt kann sich aber auch das Warten lohnen, wenn gerade nicht das Traumgrundstück verfügbar ist.

Finanzielle Umstände bestimmen Zeitpunkt des Bauens

Wer ein Haus baut und dafür einen Kredit aufnehmen muss, kann frühestens dann mit dem Bau beginnen, wenn der Kredit auch garantiert gewährt wurde. Dasselbe gilt für einen Bausparvertrag. Oft ist ein Immobilienkredit an bestimmte Bedingungen bzw. Meilensteine geknüpft und wird stufenweise ausbezahlt – beispielsweise für den Bau des Kellers, des Rohbaus, dem Einbau der Fenster und entsprechende weitere Stufen. Der Fachbegriff lautet „Baufortschritt“.

Außerdem gilt es, während des Baus eine geeignete Unterkunft zu finanzieren, beispielsweise eine Mietwohnung. Je schneller der Neubau bewohnbar ist, desto mehr Geld lässt sich hier einsparen. Auch auf Grund der niedrigen Bauzeit von oft nur wenigen Wochen oder gar Tagen sind Fertighäuser so beliebt.

Hausbau wird auch durch die Verfügbarkeit der Rohstoffe beeinflusst

Der Rohstoffmangel beeinflusst auch die Baubranche. Je nach Möglichkeit lohnt es sich unter Umständen auf eine Verbesserung der globalen Lieferprobleme zu warten und so wieder von günstigeren Rohstoffpreise und zuverlässigen Lieferungen zu profitieren.

Umwelteinflüsse nicht vergessen

Wer den Start des Bauzeitpunkts auf den Winteranfang festsetzt, muss in der Regel mit einem höheren finanziellen Aufwand und einem höheren Risiko für Komplikationen rechnen. Zugefrorene Böden, Schneefall und die Kälte sorgen für einen deutlich langsamere Baufortschritt – und können einen Baustopp sogar günstiger machen, beispielsweise wenn es um das Betongießen geht, weil dafür eine gewisse Mindesttemperatur vorherrschen muss.

Zudem müssen eventuelle Katastrophen wie Überschwemmungen oder Stürme berücksichtigt werden. Wer in einem entsprechenden Risikogebiet wohnt, sollte den Bau direkt nach oder lange vor der entsprechenden Gefahrensaison beginnen.

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