Joey freut sich aufs Gassi gehen

Haushaltsnahe Dienstleistung: Gassi-Profis sparen Steuern

Gute Nachricht für Hundehalter, die ihre vierbeinigen Lieblinge regelmäßig Gassi führen lassen. Nach einem aktuellen Gerichtsbeschluss können die Kosten eines Gassi-Profis als haushaltsnahe Dienstleistung Steuern sparend geltend gemacht werden.

Ein Herz für Tiere hat offenbar der Bundesfinanzhof (BFH), das höchste deutsche Steuergericht. Denn kürzlich entschieden die BFH-Richter unter dem Aktenzeichen VI B 25/17, dass die Betreuung und die Pflege von Haustieren bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden darf, sofern die Pflegeperson dafür bezahlt wird. Der Fachbegriff für diesen legalen Steuertrick lautet: „Haushaltsnahe Dienstleistung“.

Hintergrund: Normalerweise dürfen Steuerzahler die Kosten nur dann mit dem Finanzamt abrechnen, sofern die Betreuung und die Pflege des Tieres im Haushalt eines Steuerzahlers erfolgen. Doch zum Glück für unzählige Hundehalter legten die BFH-Richter in ihrem Beschluss den Begriff „Haushaltsnahe Dienstleistung“ ein wenig weiter aus. Nämlich: Das Gassi führen des geliebten Vierbeiners kann für ein bis zwei Stunden außerhalb von Haushalt und Grundstück des Auftraggebers erledigt werden. Ausschlaggebend fürs Steuern sparen ist, dass der Gassigeher Bello oder Struppi zum Ausführen im Haushalt des Hundehalters und Steuerzahlers abholt und später wieder dorthin zurückbringt.

Übrigens: Bei haushaltsnahen Dienstleistungen können durchaus einige Euro Steuerersparnis herausspringen. Grundsätzlich darf der Steuerzahler 20 % der Kosten, maximal 4.000 Euro im Kalenderjahr, für haushaltsnahe Dienstleistungen von seiner Einkommensteuerschuld abziehen. Beispiel: Kostet der Gassi-Profi im Monat 100 Euro, auf´s Jahr gerechnet also 1.200 Euro, darf der Hundehalter davon 20 %, also 240 Euro im Kalenderjahr, von seiner Einkommensteuerschuld abziehen.

Wichtig: Das funktioniert nur, falls der Betreuer Ihres vierbeinigen Lieblings sein Honorar versteuert. Erfolgt die Bezahlung schwarz, also baT wie „bar auf Tatze“, haben Sie keine Chance.