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Rollputz auf Tapete – ja oder nein?

Rollputz Tapete

Ob Sie Ihre Tapete mit Rollputz überstreichen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Foto: © S.Kobold | stock adobe

Ob Sie Ihre Tapete mit Rollputz überstreichen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Foto: © S.Kobold | stock adobe

Manchmal könnte es so einfach sein: Warum mühsam die alte Tapete entfernen, wenn man sie doch einfach überstreichen bzw. überputzen kann – zum Beispiel mit Rollputz?! Doch geht das wirklich so einfach? Unser Ratgeber klärt auf.

Rollputz besteht unter anderem aus Kalk und wird in verschiedenen Körnungen angeboten. Je feiner die Körnung ausfällt, umso einheitlicher erscheint die so gestaltete Wand. Rollputz wird in weißer Farbgebung angeboten, kann aber mit einer Vielzahl alkalibeständiger Abtönfarben angerührt werden. Außerdem ist er mit allen angebotenen Wandfarben überstreichbar.

Eigenschaften & Einsatzmöglichkeiten von Rollputz

Wer sein Zuhause mit neuen Farben versehen und sich über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten informieren möchte, wird irgendwann auch auf den Begriff Rollputz stoßen. Aber was ist darunter genau zu verstehen und wie wird er verwendet? Welche Vor- und Nachteile birgt er und worauf sollte geachtet werden? Auf diese und einige weitere Aspekte soll im Folgenden näher eingegangen werden.

Vor allem Privatpersonen, aber auch Malermeister greifen gern auf den leicht zu verarbeitenden Rollputz zurück. Aber auch in Verwaltungsgebäuden wird dieser gerne verwendet, ist seine Anwendung doch sehr unkompliziert. Der Roll- beziehungsweise Streichputz sorgt für eine einheitliche Wandgestaltung und ist binnen kürzester Zeit aufgebracht. Aufgrund seiner Struktur ist ein mehrmaliges Streichen – im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Wandfarben, die auf einen andersfarbigen Untergrund aufgetragen werden – nicht notwendig.

Rollputz wird in unterschiedlichen Körnungen angeboten. Diese werden meist als fein-, mittel- oder grobkörnig bezeichnet. Seine ursprüngliche Farbgebung ist weiß, er kann aber mit Abtönfarben angerührt werden.

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Welche Vorteile bietet Rollputz?

Der größte Vorteil liegt sicher in seiner einfachen Handhabbarkeit. Streichputz kann beispielsweise mit einer einfachen Maurerkelle, aber auch mit einem herkömmlichen Farbroller aufgebracht werden. Feinkörniger Rollputz kann sowohl als Basisfarbgebung für Wandtattoos genutzt werden, aber auch mit verschiedensten kreisförmigen Bewegungen aufgebracht werden, was verschiedene effektvolle Musterungen zur Folge hat. Zugleich überzeugt der Rollputz aber auch durch eine Vielzahl weiterer Eigenschaften. Dazu gehören unter anderem die Atmungsaktivität, die desinfizierende sowie die schimmelhemmende Wirkung, die Bindung von Gerüchen und kein Abfärben auf Hände oder Kleidung.

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Für die Verwendung des Streichputzes spricht aber auch die universelle Einsetzbarkeit. So kann er beispielsweise auch auf Rigipsplatten, Lehmputz, Raufasertapeten und alter Farbe aufgebracht werden. Eine zusätzliche Grundierung ist nicht notwendig. Bei der Produktion des Rollputzes wird auf Weichmacher, Lösungs- und Konservierungsmittel sowie auf Kaseine in der Regel verzichtet. Wer kleine Kinder hat, wird diese Vorteile zu schätzen wissen.

Bitte beachten: Nachteile von Rollputz!

Rollputz lässt sich nur sehr schwer wieder entfernen. Deshalb kann es vorteilhaft sein, sich für eine neutrale Farbgebung zu entscheiden. Zudem muss ein sehr glatter Untergrund vorhanden sein, um für eine optimale Haftung des Putzes zu sorgen. Eventuell vorhandene, nicht besonders gut haftende Tapeten sollten vor dem Aufbringen des Putzes entfernt werden, da sie sonst unter dem Gewicht nachgeben könnten. Der Rollputz funktioniert also nicht mit jeder Tapete als Untergrund.

Besonders in Neubauten sollte die Verwendung von Rollputz genau abgewogen werden, da das Mauerwerk noch arbeitet. Eventuelle Risse würden sich dann auch in den mit Rollputz versehenen Wänden zeigen.

Achtung: Da der Rollputz sehr schnell antrocknet, sollte nur die Menge angerührt werden, die innerhalb von fünfzehn Minuten auf die Wand aufgebracht werden kann. Genau wie beim Aufbringen herkömmlicher Wandfarbe sollten die Ecken und Kanten mit Malerkrepp abgeklebt und der Fußboden mit einer Folie ausgelegt werden. Zudem ist für einen glatten Untergrund zu sorgen. Haftet eine vorhandene Tapete nicht mehr richtig, ist sie vor dem Aufbringen des Rollputzes zu entfernen.

Wann kann man Tapete mit Rollputz überstreichen?

Soll der Rollputz auf einem saugenden Untergrund – also z. B. auf einer vorhandenen Tapete – aufgebracht werden, muss dieser mit Tiefengrund vorbehandelt oder leicht vorgenässt werden. Fallen die Unebenheiten tiefer aus oder soll alter Putz instand gesetzt werden, empfiehlt sich das Aufbringen einer Kombination aus Universalgrundierung mit Haftputzgips. Kleinere Unebenheiten können auch mit einem Füllspachtel ausgeglichen werden. Werden Unebenheiten beseitigt, ist eventuell das Aufbringen einer zusätzlichen Grundierung sinnvoll, damit die ausgebesserten Stellen nicht durch den dünn aufgetragenen Streichputz durchschimmern.

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Tapete überstreichen – Schritt für Schritt

Auch wenn sich das Verarbeiten von Rollputz auf Tapete je nach Voraussetzungen unterscheiden kann: Im Folgenden stellen wir Ihnen eine universelle Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verfügung, damit Sie grundlegend informiert sind.

Die Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Überstreichen beginnen, sollten Sie dafür sorgen, dass die vorhandene Tapete in gutem Zustand ist. Prüfen Sie, ob die Tapete gut an der Wand haftet, keine losen oder beschädigten Stellen aufweist und frei von Schimmel oder Feuchtigkeit ist. Wenn die Tapete nicht fest haftet, ist es ratsam, diese vorab zu reparieren oder zu entfernen. Reinigen Sie die Tapete gründlich von Staub, Schmutz und Fett. Ein mildes Reinigungsmittel und Wasser sind hierfür oft ausreichend. Achten Sie darauf, dass die Tapete vollständig trocken ist, bevor Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Rollputz auftragen

Der Rollputz verleiht den Wänden nicht nur eine strukturierte Oberfläche, sondern kann auch kleine Unregelmäßigkeiten und Unebenheiten der Tapete verdecken. Wählen Sie einen Rollputz, der für diesen Zweck geeignet ist und den gewünschten Effekt erzielt. Beginnen Sie damit, den Rollputz mit einer geeigneten Rolle auf die Tapete aufzutragen. Achten Sie darauf, gleichmäßigen Druck auszuüben und in gleichmäßigen Bahnen zu rollen, um eine einheitliche Oberfläche zu erzeugen. Je nach gewünschter Textur können Sie mehrere Schichten Rollputz auftragen, wobei Sie zwischen den Schichten ausreichend Trockenzeit einplanen sollten.

Nachbearbeitung

Nachdem der Rollputz trocken ist, können Sie die Oberfläche nach Belieben weiter bearbeiten. Sie haben die Möglichkeit, den Rollputz in Ihrer gewünschten Farbe zu streichen oder zu bemalen. Hierbei sollten Sie auf hochwertige Farben achten, die auf strukturierten Oberflächen gut haften. Denken Sie daran, dass der Rollputz selbst bereits eine interessante Textur aufweist. Sie könnten also auch überlegen, ob Sie die natürliche Schönheit des Rollputzes in Ihrer Gestaltung betonen möchten, indem Sie ihn ungestrichen lassen.

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Tipp: Es ist ratsam, vorab einen kleinen Testbereich zu gestalten. So können Sie zunächst prüfen, ob das Endergebnis Ihren Erwartungen entspricht.

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Fazit

Das Überstreichen von Tapete mit Rollputz kann eine gute Möglichkeit sein, Ihren Räumen eine neue Optik zu verleihen. Durch eine sorgfältige Vorbereitung, das richtige Auftragen des Rollputzes und eine entsprechende Nachbearbeitung können Sie beeindruckende Ergebnisse erzielen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und experimentieren Sie mit verschiedenen Farben und Techniken, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Viel Spaß!

Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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