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Blumenbeet anlegen – Tipps & Empfehlungen

Ein prachtvoll angelegtes Blumenbeet. Foto © detailfoto stock adobe

Ein prachtvoll angelegtes Blumenbeet. Foto © detailfoto stock adobe

Ein prachtvoll angelegtes Blumenbeet. Foto © detailfoto stock adobe

Ein wichtiger Faktor in der Gartengestaltung ist das Anlegen eines Blumenbeetes. Denn ein Blumenbeet sorgt – wenn es gut und geschickt angelegt wurde – für eine ganz besondere Stimmung in Ihrem Garten.

Vor allem können Sie mit der richtigen Auswahl der Pflanzen auch der Natur selbst noch etwas Gutes tun. Denn viele Insekten wie Bienen beispielsweise haben es in modernen Gärten heute oft nicht leicht. Gerade diese Tiere sind für uns aber besonders wichtig.

Denn insbesondere Bienen gehören zu den Tieren, die den gesamten Kreislauf der Pflanzenwelt am Leben erhalten und damit einen maßgeblichen Anteil daran haben, dass wir Speisen wie Obst beispielsweise auf den Tisch bekommen können. Wenn Sie einen Obstbaum oder gar mehrere solche Bäume im Garten haben, ist das bereits ein guter Anfang – doch ohne Bienen werden Sie von diesen Bäumen in vielen Fällen keine Früchte ernten können.

Aus genau diesem Grund empfehlen Organisationen wie NABU beispielsweise, den Garten auch ein Stück weit unter dem Gesichtspunkt der Insekten- und Bienenfreundlichkeit zu bepflanzen.

Der geeignete Standort für das Blumenbeet

Als Erstes geht es um die Größe, die Form und den Standort Ihres Beetes. Die Größe und die Form sollten Sie auf jeden Fall an Ihren restlichen Garten anpassen. So sollte das Blumenbeet nur einen Teil Ihres Gartens in Anspruch nehmen. Wenn Ihr Garten beispielsweise rechteckig ist, kann eine geschwungene Beetform die Optik in Ihrem Garten etwas auflockern. Anders herum bringt eine grade Optik mit rechten Winkeln in einem eher rund gefassten Garten mit vielen geschwungenen Formen ein zusätzliches Element ein.

Wichtig ist außerdem, dass Sie alle Bereiche Ihres Beetes gut erreichen können. Das bedeutet, dass Sie das Beet entweder so schmal gestalten müssen, dass Sie bequem von einem Punkt vor dem Beet aus bis an den hinteren Rand der Pflanzfläche reichen. Oder Sie planen schon bei der Gestaltung des Beetes entsprechende Trittbereiche ein. Das muss kein kompletter Weg sein – einige Trittsteine im Beet verteilt, reichen vollkommen aus, um die notwendigen Arbeiten im Beet selbst zu verrichten.

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Geht es schließlich um die Auswahl des konkreten Standortes, sollten Sie zwei Dinge beachten. Zum einen geht es den meisten Menschen bei der Anlage eines Blumenbeetes, neben dem ökologischen Faktor, auch um die Aufwertung des Gartens und darum, sich an der Optik und Schönheit des Beets zu erfreuen. Haben Sie beispielsweise eine Sitzecke in Ihrem Garten, sollte das Bett so liegen, dass Sie es von Ihrer Sitzecke aus bequem sehen können.

Darüber hinaus müssen Sie schon bei der konkreten Planung des Standorts wissen, welche Blumen Sie hier pflanzen möchten. Denn davon ist es abhängig, ob Sie sich für einen komplett sonnigen Bereich Ihres Gartens, einen Bereich im Schatten oder im Halbschatten entscheiden müssen. Im Idealfall können Sie ein Beet gestalten, das verschiedene Lichtfelder aufweisen kann – so haben Sie die größtmögliche Auswahl an unterschiedlichen Pflanzen für Ihr Beet zur Verfügung.

Blumenbeet anlegen – der Pflanzplan

Der Standort ist gewählt, die Maße sind bestimmt und auch die Form steht fest. Nun geht es an die konkrete Planung für das Beet selbst. Dazu sollten Sie inzwischen wissen, welche Pflanzen Sie hier einsetzen möchten bzw. welche Pflanzen bei den vorhandenen Lichtverhältnissen genutzt werden können. Erkundigen Sie sich im Zweifel bei einem Fachmann wie dem Blumenhaus Frei, welche Pflanzen unter welchen Lichtverhältnissen optimal gedeihen können.

Konkrete Regeln, wie ein Blumenbeet anzulegen ist, gibt es nicht. Es empfiehlt sich bei der Auswahl der Pflanzen darauf zu achten, dass Sie Blumen einsetzen, die zu verschiedenen Jahreszeiten blühen. So können Sie sicherstellen, dass Sie immer etwas von Ihrem Blumenbeet haben. Von Frühjahrsblumen wie den Tulpen über Sommerblumen wie den Elfenspiegel bis hin zu Herbstblumen wie Chrysanthemen lohnt es sich, hier auf eine breite Auswahl zu setzen.

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In Ihrem Pflanzplan sollten Sie genau einzeichnen, welche Blumenarten an welchen Stellen zum Einsatz kommen sollen. Sorgen Sie dafür, dass jede Blumenart rundherum ausreichend Platz hat, sodass die verschiedenen Blumen sich nicht gegenseitig die Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Darüber hinaus sollten Sie grade bei Blumen, die gelegentlicher Pflege bedürfen, einen Trittstein in der Nähe haben, damit die notwendigen Arbeiten erledigt werden können.

Blumenbeet ohne Unkraut – wie geht das?

Die meisten Menschen lieben ein wunderbar buntes und gepflegtes Blumenbeet – doch nicht jeder liebt die damit oftmals verbundene Gartenarbeit. Doch tatsächlich können Sie ein solches Beet auch mit deutlich weniger Arbeit haben als gewöhnlich. Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Blumenbeet ohne Unkraut anzulegen, haben Sie bei der erstmaligen Anlage des Beetes mehr zu tun. Dafür aber auf Jahre hin Ruhe in Sachen wie Unkraut jäten.

Als Erstes harken Sie die Beetfläche gründlich und befreien sie von sämtlichem Unkraut und sämtlichen Wurzeln und Steinen. Dann verteilen Sie Komposterde auf dem Boden und heben diese unter die Erde. Dann wird das Beet geglättet. Als Nächstes legen Sie ein Unkrautvlies auf das Beet und befestigen es mit Bodenankern. So stellen Sie sicher, dass es nicht verrutschen kann.

Dann nehmen Sie Ihren Pflanzplan zur Hand und legen die einzelnen Pflanzen genau so au den Plan, wie Sie diese pflanzen möchten. Unter den Pflanzen schneiden Sie mit einem Cuttermesser ein Kreuz in das Vlies und pflanzen durch dieses Kreuz die Pflanzen ein. Anschließend legen Sie die Nähte so eng wie möglich an die Pflanze heran.

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Zu guter Letzt sollten Sie das Vlies so bedecken, dass es nicht mehr zu sehen ist. Das geht beispielsweise mit Mulch, aber auch mit Kies oder Holzhäckseln ist das möglich.

Blumen pflegen und gießen – Was gibt es zu beachten?

Pflegen müssen Sie Ihr Beet immer – der konkrete Aufwand ist allerdings abhängig von der Art der Pflanzen die Sie ausgewählt haben und von der Frage, ob Sie ein Vlies verlegt haben oder nicht. Denn mit einem Vlies ist die Arbeit in Sachen Unkraut entfernen sehr gering – ohne ein solches würden Sie manche Stunde im Jahr mehr mit Gartenarbeit verbringen.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie pflegeaufwendig die Pflanzen sind, die Sie sich ausgesucht haben. Auch hier haben Sie es in der Hand, wie viel Zeit Sie investieren müssen. Zu guter Letzt dürfen Sie nicht vergessen, Ihre Blumen regelmäßig zu gießen. Vor allem in wärmeren Zeiten brauchen diese durchaus etwas mehr Feuchtigkeit.

Fazit

Wenn Sie ein Blumenbeet anlegen möchten, werden Sie damit etwas Arbeit haben. Von der Auswahl der richtigen Pflanzen über die Anlage des Beetes an sich bis hin zur Pflege ist der genaue Aufwand pauschal gar nicht zu beziffern.

Maßgeblich für den tatsächlichen Aufwand sind letztlich:

  • Die Größe des Beetes
  • Die Auswahl der Pflanzen
  • Die Frage, ob Sie mit einem Vlies gearbeitet haben oder nicht.

Auf jeden Fall lohnt es sich aus ökologischer Sicht und für Ihr eigenes Wohlbefinden, die Arbeit auf sich zu nehmen und ein Blumenbeet genau nach Ihren Wünschen zu gestalten.

Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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