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Pool Wärmepumpe – Was gibt es zu beachten?

Der Pool im eigenen Garten lässt sich prima mit einer Wärmepumpe beheizen. Foto: ©asaflow / stock adobe

Der Pool im eigenen Garten lässt sich prima mit einer Wärmepumpe beheizen. Foto: ©asaflow / stock adobe

Der Pool im eigenen Garten lässt sich prima mit einer Wärmepumpe beheizen. Foto: ©asaflow / stock adobe

Im eigenen Pool zu schwimmen ist eine wunderbare Möglichkeit, den täglichen Stress zu vergessen und sich zu entspannen. Und natürlich freuen sich auch die eigenen Kinder über das sommerliche Badevergnügen.

Leider ist es nicht immer so, dass die Sonneneinstrahlung das kalte Wasser im Swimmingpool ausreichend erwärmt. Und da jeder Besitzer eines Swimmingpools diesen auch gern langfristig nutzen möchte (d. h. auch im Frühjahr und im Herbst), die Sonne jedoch meist nicht ausreichend scheint, um das Wasser zu erwärmen, können Sie mit einer Poolheizung eine wirksame Abhilfe schaffen. Eine geeignete Poolheizung für den eigenen Swimmingpool zu finden, gestaltet sich jedoch gar nicht so einfach.

Die Pool Wärmepumpe ist eine gute Lösung

Eine Pool Wärmepumpe ist eine sinnvolle Investition und basiert auf einem ständigen Kreislauf von Verdampfung, Verdichtung, Kondensation und Ausbreitung. Zur Erwärmung des Poolwassers wird die Wärme in der Luft genutzt. Diese wird in der Wärmepumpe von einem Kältemittel aufgenommen und abschließend wieder an das Poolwasser abgegeben. Dadurch kann auch bei niedrigen Außentemperaturen das Poolwasser gleichmäßig erwärmt werden.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist grundsätzlich ein Gerät, das unter Aufwendung von technischer Arbeit thermische Energie aus einem Reservoir mit niedrigerer Temperatur (Umgebungstemperatur) aufnimmt und zusammen mit der Antriebsenergie – als Nutzwärme – auf ein zu beheizendes System mit höherer Temperatur überträgt. Der verwendete Prozess ist im Prinzip die Umkehrung eines Wärme-Kraft-Prozesses, bei dem Wärmeenergie mit hoher Temperatur aufgenommen und teilweise in mechanische Nutzarbeit umgewandelt und die Restenergie bei niedrigerer Temperatur als Abwärme abgeführt wird – meist an die Umgebung.

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Das Prinzip verwendet man auch zum Kühlen (z. B. beim Kühlschrank), während der Begriff „Wärmepumpe“ nur für das Heizaggregat verwendet wird. Beim Kühlprozess ist die Nutzenergie die aus dem zu kühlenden Raum aufgenommene Wärme, die zusammen mit der Antriebsenergie als Abwärme an die Umgebung abgeführt wird.

Wann ist eine Pool Wärmepumpe sinnvoll?

Eine Wärmepumpe ist somit nicht wie eine Solar-Poolheizung von der Sonneinstrahlung abhängig. Das Gerät lässt sich relativ einfach in die bestehende Poollandschaft implementieren und bedienen. Der Betrieb läuft dann im vollständig im Dauermodus.

Vor dem eigentlichen Betrieb  müssen Sie nur die gewünschte Betriebs- bzw. Wassertemperatur festlegen. Diese wird dann automatisch geregelt, gemessen und kontrolliert. Moderne Geräte haben einen minimalen Geräuschpegel, sind platzsparend und können im Innen- oder Außenbereich aufstellen werden.

Trotz all dieser Vorzüge muss die Pool Wärmepumpe nicht in allen Fällen die optimale Lösung sein. Wenn Sie sich eine Poolheizung zulegen möchten, stehen Sie erst einmal vor der Wahl zwischen verschiedene Poolheizungsarten und Poolheizungsvarianten. Eine eindeutige Empfehlung gibt es nicht, da die verschiedenen Poolheizungsarten jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Die Größe des Pools ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Poolheizung und sollte bei einem Vergleich stets beachtet werden. Je größer der Pool ist, umso mehr Energie und Strom wird für die Erwärmung des Pools benötigt. Je nach Art und Bauweise variieren auch die Betriebskosten.

Eine Solar Poolheizung sollte in der Regel immer die ungefähre Fläche des Pools besitzen. Hierbei kann sich die Fläche bei größeren Pools deutlich steigern. Wenn ein Pool zum Beispiel sehr groß und sehr tief ist, muss die Solarfläche größer sein. Dies steigert auch die Betriebskosten.

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Daher eignen sich Solarpoolheizungen eher für kleinere bis mittlere Pools. Elektronische Poolheizungen haben eine sehr lange Betriebsdauer, bis bei größeren Pools die benötigte Wassererwärmung abgeschlossen ist. Daher verbrauchen sie viel Strom.

Beim Einsatz einer Wärmepumpe treten diese Probleme nicht auf. Diese ist in der Anschaffung kostenintensiver als andere Poolheizungsarten, jedoch kann sie auch für größere Pools wirtschaftlich genutzt werden.

Wo wird die Poolheizung platziert?

Bei der Wahl der passenden Poolheizung spielt auch die vorhandene und nutzbare Baufläche eine entscheidende Rolle. Die Solar Poolheizung benötigt mit Abstand die größte Baufläche. Hierbei sollte diese auch noch günstig liegen, damit die Sonneneinwirkung optimal genutzt werden kann.

Die Wärmepumpe benötigt am wenigsten Baufläche. Es muss lediglich vor der Wärmepumpe ausreichend Stellfläche für die Frischluftzufuhr der Wärmepumpe vorhanden sein, damit diese ihre Frischluft beziehen kann.

Wie lange dauert es, bis der Pool die Wunschtemperatur erreicht hat?

Die Wärmepumpe wird grundsätzlich an etwas kälteren Tagen betrieben. Da die Wärmepumpe in der Regel bis zu Temperaturen von 0 Grad Wärme erzeugt, kann sie auch im Winter betrieben werden. Dabei müssen Sie allerdings mit Wassertemperaturen unter 20 Grad  vorlieb nehmen. In der wärmeren Jahreszeit dauert es in der Regel etwa 2 bis 3 Stunden, bis die Wärmepumpe den Pool auf die gewünschte Temperatur gebracht hat – natürlich abhängig von Poolgröße und Temperaturwert.

Fazit

Wie die Wärmepumpe auch in Gebäuden heutzutage eine der beliebtesten und technisch fortschrittlichsten Lösungen zum Beheizen darstellt, eignet sie sich auch für den Pool im Garten. Im Gegensatz zu anderen Heizungsformen ist sie sehr effizient, umweltfreundlich und vergleichsweise einfach zu installieren. Die Anschaffung ist zwar etwas teurer als bei anderen Heizungsarten, die Ausgaben amortisieren sich jedoch meist recht schnell.

Siehe auch  Poolbau für Hausbesitzer: Was ist beim Bau eines Pools zu beachten?
Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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