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Moos im Rasen – was dagegen hilft

Gartenbesitzer kennen das Problem häufig: Moos sorgt dafür, dass der ehemals kräftige und grüne Rasen immer spärlicher wächst. Was dagegen hilft und was nicht.
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Zumeist beginnt die Durchsetzung des Rasens mit Moos in schattigen und feuchten Ecken. Wird nicht aufgepasst und schnell gehandelt, so breitet sich das Moos immer weiter aus. Wir zeigen jetzt, wie das Moos entsteht, wie man es sinnvoll bekämpft und warum Vorbeugen die beste Medizin gegen Moos ist.

Warum gibt es Moos im Rasen?

Moos liebt es dunkel und feucht. Es ist daher kein Wunder, dass es häufig zuerst unter großen und schattigen Bäumen wie der Buche oder Kastanie, aber auch in der Nähe von schattenspendenden großen Büschen heranwächst.

Gerade bei Moos im Rasen gibt es aber neben der Feuchtigkeit und dem Schatten weitere Faktoren, die die Ausbreitung der Pflanze begünstigen. Häufig ist der Boden, in dem der Rasen wächst, bereits ausgelaugt und bietet nicht mehr genügend Nährstoffe. Der Rasen verliert an Widerstandskraft. Dem Moos wird die Grundlage geschaffen, den Rasen zu verdrängen.

Auch ein zu saurer Boden, also wenn die gemessenen PH-Werte unter 6.0 sind, ist eine Ursache für Moos. Für den Rasen ist ein saurer Boden nicht geeignet. Deshalb sollte der Rasen gekalkt werden, um den PH-Wert anzuheben.

Wichtig: wird bei den ersten Anzeichen einer Vermoosung nichts unternommen, breitet sich das Moos immer weiter aus und drängt den Rasen zurück. Es ist daher wichtig, bereits bei den ersten Anzeichen von Moosbefall zu handeln.

Wie entfernt man Moos im Rasen?

Heutzutage bringt man – als einfache Lösung gegen Moos – im Frühjahr (Mitte bis Ende März) einen sogenannten Eisendünger (Eisen-II-Sulfat) auf den Rasen auf. Bereits nach einigen Tagen ist das Moos im Begriff abzusterben und kann mit einem herkömmlichen Laubbesen zusammengefegt werden.

Leider ist diese Methode jedoch nicht ganz ungefährlich. Der Dünger bildet in Verbindung mit Wasser (es reicht die Feuchtigkeit auf der Wiese) Schwefelsäure. Damit ist die gesamte Behandlung reizend und giftig. Die Dämpfe sind zudem ätzend. Das Aufbringen von Eisendünger ist daher nur mit Schutzbrille und entsprechender Kleidung wirklich sicher. Bitte beachten Sie dies.

Wie kann man einer Moosbildung vorbeugen?

Vertikutieren

Wer im Herbst bei beginnender Moosbildung seinen Rasen vertikutiert, der hat bereits das beste Mittel gegen Moos gefunden. Lassen Sie die Messer des Vertikutierers nicht zu tief in den Boden eindringen (2 bis 3 mm reichen). Dann werden lediglich das Moos und der Rasenfilz gelöst und können mit einem Laubbesen abgefegt werden.

Tipp: das Vertikutieren im Herbst hilft, dass Regenwasser besser versickert. Der Rasen ist keiner Staunässe ausgesetzt.

Grober Sand

Grober Sand auf den Rasen aufzutragen hilft ebenfalls gegen Moos. Die Sandschicht muss zu Beginn gut 0,5 bis 1 cm dick sein. Sie wird durch Regen und Begehen nach und nach in den Boden eingearbeitet, so dass Regen besser abfließen kann.

Schattenrasen

Sofern das Moos jedes Jahr wiederkommt, sollten Sie auf einen Schattenrasen wechseln. Dieser benötigt weniger Licht und kann auch im Schatten noch gut wachsen. Zusammen mit dem jährlichen Vertikutieren sollten Sie das Problem mit dem Moos in den Griff bekommen.

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