Mit einer Wärmepumpe Heizkosten sparen

Wärmepumpen spielen bei der Energiewende eine wichtige Role. Foto ©Tomasz Zajda stock adobe

Wärmepumpen spielen bei der Energiewende eine wichtige Role. Foto ©Tomasz Zajda stock adobe

Wärmepumpen spielen bei der Energiewende eine wichtige Role. Foto ©Tomasz Zajda stock adobe

Bei der Energiewende spielen Wärmepumpen eine wichtige Rolle, weil sie helfen, Energie- und Heizkosten zu sparen.

Ab dem Jahr 2024 wird ein weiterer Verkaufsschub erwartet, wenn bei neu eingebauten Heizungen 65 Prozent der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern bezogen werden müssen. Was ist bei der Investition in eine Wärmepumpe zu beachten?

Was ist eine Wärmepumpe?

Die Experten sind sich einig. Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, muss neben dem Verkehrssektor vor allem der Wohnbausektor grundlegend reformiert werden. Dabei spielt die Wärmepumpe eine entscheidende Rolle. Die Regierung unterstützt den Kauf und den Einbau mit einer Förderung für die Wärmepumpe.

Die Wärmepumpe ist eine Heizungsanlage, die einen Großteil ihrer Energie aus der Geothermie, aus der Umgebungsluft oder dem Grundwasser bezieht. Damit der Betrieb gesichert ist, wird eine gesonderte Stromquelle benötigt. Sofern der Strom aus dem Netz bezogen wird, kann bis zu 75 Prozent der Energie klimaneutral produziert werden. In Verbindung einer Photovoltaikanlage erzeugt eine Wärmepumpe bis zu 100 Prozent des Heizbedarfs umweltschonend.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Sie besteht aus drei Teilen. Die Wärmequellenanlage entzieht der Umwelt die benötigte Energie. Die eigentliche Wärmepumpe transformiert die gewonnene Energie in nutzbare Heizenergie. Ein Verteil- und Speichersystem transportiert die Wärme im Haus dahin, wo sie gebraucht wird. Der technische Prozess teilt sich in drei Schritte auf.

Energiegewinnung

In der Wärmequellenanlage eines Wärmepumpensystems zirkuliert Wasser, welches mit einem Frostschutzmittel angereichert ist (Sole). Diese Flüssigkeit entzieht der Umwelt Wärme und führt diese der Wärmepumpe zu. Bei einer Luftwärmepumpe saugt ein Ventilator Außenluft an, um sie zur Wärmepumpe zu transportieren.

Umwandlung in Wärmeenergie

In der Wärmepumpe ist ein zweiter Kreislauf integriert, in dem ein Kältemittel im Umlauf ist. Es handelt sich dabei um einen Verdampfer, beziehungsweise einen Wärmetauscher. In diesem wird die Umweltenergie auf das Kältemittel übertragen, wodurch dieses verdampft.

Der Dampf wird in einem Kompressor verdichtet, und die Temperatur des Kältemittels erhöht sich weiter. Ein zweiter Verdampfer ermöglicht es, den Dampf wieder zu verflüssigen. Das Kältemittel kondensiert, gibt seine Wärme ab und wird wieder zum Ausgangspunkt zurückgeleitet, sodass es wieder erhitzt werden kann.

Beheizen

Das Wärmeverteil- und Heizsystem befindet sich innerhalb des Gebäudes. Als Heizmedium dient Wasser. Dieses nimmt die gewonnene Heizenergie auf und leitet sie zu den Heizkörpern oder einem eventuell vorhandenen Wärmespeicher.

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Wärmepumpen gibt es in verschiedenen Größen. Zudem unterscheidet sich die Art der Energiegewinnung. Vier Typen lassen sich unterscheiden:

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe: Diese beziehen ihre Umweltenergie unter Verwendung von Erdsonden oder Erdkollektoren aus Erdwärme.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Ein Ventilator saugt Außenluft an und führt sie dem Wärmepumpensystem zu.
  • Luft-Luft-Wärmepumpe: Auch bei diesem System wird die Außenluft angesaugt. Allerdings wird diese direkt in den Wohnraum geleitet, ohne gesondert aufgeheizt zu werden. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe ist weniger effizient, weshalb sie sich vornehmlich für Niedrigenergie- oder Passivhäuser eignet.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Die Umweltenergie wird dem Grundwasser entzogen. Dabei ist die Installation zweier Brunnen nötig. Der eine dient der Aufnahme des Wassers, der andere ist für den Rücklauf verantwortlich.

Wieviel kostet eine Wärmepumpe?

Die Kosten für eine Wärmepumpe variieren stark und hängen von der ausgewählten Technologie, der zu beheizenden Fläche sowie der Dämmung des Hauses ab. Während Wärmepumpen, die sich aus der Umgebungsluft speisen, günstiger sind, erhöhen sich die Kosten bei Wasser-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen durch den Umstand, dass die Umweltquellen erst erschlossen werden müssen. Letztere sind dafür weitaus effizienter. Mit den folgenden Ausgaben kann kalkuliert werden:

  • Luft-Luft-Wärmepumpe: 8.000 bis 16.000 Euro
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: 8.000 bis 16.000 Euro
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: 15.000 bis 19.000 Euro
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe: 14.000 bis 28.000 Euro

Welche Förderungen für Wärmepumpen gibt es?

Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt der Staat den Einbau und den Betrieb von Wärmepumpen mit bis zu 24.000 Euro. Bei einem Neubau oder einer Sanierung kann bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein zinsgünstiger Kredit von bis zu 150.000 Euro beantragt werden.

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