Mit einem Bungalow den Traum vom Eigenheim verwirklichen

Dass Bungalows seit geraumer Zeit ein Comeback erleben, ist längst kein Geheimnis mehr. Und eigentlich auch kein Wunder. Denn die eingeschossige Bauweise mit zumeist offenen Wohnraumkonzepten bietet viele Vorteile.

Großzügig geschnittene Grundrisse mit stufenlosen Übergängen entsprechen nicht nur heutigen Vorstellungen für anspruchsvolles Wohnen, sondern bilden zugleich das Fundament für ein barrierefreies Zuhause – nicht nur im Alter. Die Verschmelzung der einzelnen Räume, häufig ohne trennende Wände und Türen, fördert die Kommunikation und garantiert kurze Wege.

Beim Bungalow keine Rücksicht auf tragende Wände

Die eingeschossige Bauweise bietet weiterhin den Vorteil, dass bei der Gestaltung der Räume keine Rücksicht auf tragende Wände oder die Statik höherliegender Geschosse geachtet werden muss. So sind moderne und offene Wohnkonzepte kein Problem.

In den durch große Fenster- und Türfronten lichtdurchfluteten Wohnräumen können Arbeiten, Wohnen, Essen und Schlafen wunderbar kombiniert werden. Große Kücheninseln, die schwer angesagt sind, schaffen Verbindungen zwischen Küche, Ess- und Wohnbereich.

Der Bungalow bietet darüber hinaus eine große Freiheit beim Einrichten. Ob skandinavischer Einrichtungsstil, moderner Industrial-Stil oder gemütliche Landhaus-Romantik – in einem Bungalow kann jeder Einrichtungsgeschmack verwirklicht werden.

Blick auf die Geschichte des Bungalows

Das Wort Bungalow bedeutet wörtlich „bengalisches Haus” und entstammt der nordindischen Sprache. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Region Bengalen, die im Nordosten Südasiens liegt.

Im 18. Jahrhundert bauten die englischen Kolonialisten ihre Häuser dort nach dem Vorbild der einheimischen Hütten. Diese waren eingeschossig und besaßen eine große Veranda, die sich über die gesamte Vorderfront zog. Die Bungalows erlebten in den USA und in Deutschland ab den 1960er Jahren einen wahren Boom und wurden zur attraktiven Wohnform.

Neben den vielen Häusern, die man heute noch in den Städten und Gemeinden, aber auch in Kleingartenanlagen sehen kann, gibt es ein ganz berühmtes Beispiel für eine solche Hausform. Der Kanzlerbungalow in Bonn diente bis 1999 dem Bundeskanzler als Wohnung. Hier fanden auch unzählige private Empfänge statt.

Heute steht der von Sep Ruf entworfene Bungalow unter Denkmalschutz. Der Stiftungsverein Wüstenrot-Stiftung nahm das bekannte Gebäude in ihr Denkmalschutzprogramm auf und begann im Jahr 2007 mit der Instandsetzung und Sanierung. Heute kann der Bungalow besichtigt werden und beherbergt eine Dauerausstellung zur Nutzungsgeschichte des Kanzlerbungalows.

Der Bungalow – nicht nur für ältere Menschen voll im Trend

Ein eher neuer Trend hingegen ist, dass der Bungalow nicht mehr nur auf das klassische Klientel der Best Ager abzielt, sondern ganz neue Zielgruppen für sich erschließt – darunter Singles, kinderlose Paare sowie kleine Familien. Sie schätzen Klarheit und ein funktionales Design, auch der Trend zum Minimalismus spiegelt sich in der neuen Wertschätzung der Bauweise.

Um diesem Zeitgeist zu entsprechen und zudem den veränderten ökologischen Wertvorstellungen gerecht zu werden, passen auch einige Hausbauunternehmen ihr Portfolio entsprechend an. Sie kombinieren die oben genannten Vorteile mit einer kompakten Grundfläche, wodurch der Bungalow plötzlich zur bezahlbaren Alternative gegenüber anderen Haustypen wird. Durch geschickt gestaltete Grundrisse müssen die Bewohner so selbst auf weniger als 100qm Wohnfläche auf keinen Komfort verzichten oder ihre Ansprüche zurückschrauben. Wie so ein Bungalow 2.0 in der Praxis aussieht, können Sie beispielsweise diesen gelungenen Entwürfen entnehmen.

Viele alte Menschen verkaufen heutzutage ihr Haus, da es zu groß geworden ist oder sie das Geld aus dem Hausverkauf für eine andere Lebensform an einem anderen Ort nutzen wollen. So kann der Traum vom Bungalow auch mit der Übernahme einer bestehenden Immobilie Wirklichkeit werden.

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