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Treppe selbst bauen – in 5 Schritten zur Treppe

Diese Holztreppe ist garantiert selbst gebaut. Foto RumRiverPhotography via Twenty20

Diese Holztreppe ist garantiert selbst gebaut. Foto RumRiverPhotography via Twenty20

Diese Holztreppe ist garantiert selbst gebaut. Foto RumRiverPhotography via Twenty20

Generell ist es – mit ein wenig Hintergrundwissen und den passenden Materialien – nicht schwer, eine kleine einfache Treppe selber zu bauen und alle nötigen Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen.

Als Einsteiger mag der Treppenbau in Eigenregie nach einem unmöglichen Unterfangen klingen. Wer jedoch Interesse an der Sache zeigt, geduldig und präzise arbeitet und einen genauen Plan hat, kann hier schnell erste Erfolge verbuchen.

Bevor der eigentliche Bau beginnt, muss zunächst das Treppenmaß präzise berechnet werden. Auf diesem Schritt baut die gesamte Arbeit auf. Die folgenden Abschnitte zeigen auf, dass der Traum von der eigenen Treppe – auch weitestgehend unabhängig von deren Größe – durchaus einfacher realisiert werden kann, als es oft den Anschein haben mag.

Treppe selbst bauen – Diese Details sind wichtig

Wer eine Treppe selber bauen möchte, sollte immer Schritt für Schritt vorgehen. Auf diese Weise kann der Arbeitsablauf noch ein wenig stressfreier gestaltet werden und einem spannenden, neuen Handwerkerprojekt steht nichts im Wege. (Achtung! Untersuchungen zeigen, dass Treppenstürze gefährlicher sind als Verkehrsunfälle! Daher darf – gerade in Bezug auf das Thema Sicherheit – kein Risiko eingegangen werden!)

Treppenmaß berechnen

An dieser Stelle wird es mathematisch. Im Zusammenhang mit Treppen gibt es einige Vorgaben, die zwingend eingehalten werden müssen, um einen sicheren Auf- und Abstieg zu garantieren. So dürfen die Stufenhöhe beispielsweise nur maximal 19 Zentimeter und die maximale Tiefe der Treppenstufe 26 Zentimeter betragen.

Um zu berechnen, ob die jeweilige Treppe in der Norm liegt, kann eine praktische Formel genutzt werden. Hierfür wird die doppelte Steigungshöhe mit der Tiefe der Treppenstufe addiert. Das Ergebnis sollte zwischen 62 und 66 Zentimetern liegen. Damit das Ergebnis noch fundierter genutzt werden kann, muss letztendlich natürlich auch die jeweilige Neigung mit berücksichtigt werden.

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Baumaterialien kaufen

Wer sich die Arbeit gegebenenfalls ein wenig erleichtern möchte, kann schon komplette Bausätze im Baumarkt oder im Internet kaufen und direkt mit dem Aufbau seiner Treppe beginnen. Der Preis variiert je nach verwendeter Holzart. Demnach ist ein Vollholzmodell aus Buche beispielsweise wesentlich günstiger als ein Set aus Eiche.

Grundsätzlich lohnt es sich immer, Preise zu vergleichen und zu versuchen, die Treppe auch optisch an den jeweiligen Wohnbereich anzupassen. Im Idealfall fügt sich das Modell auf harmonische Weise ein. In Bereichen, die oft genutzt werden, sollte natürlich besonders viel Wert auf stabiles Holz gelegt werden. Somit lässt sich in der Regel sicherstellen, dass sich nicht allzu schnell erste Gebrauchsspuren zeigen.

Holztreppe aufbauen

Wer sich für einen Bausatz entschieden hat, muss sich in der Regel keine Sorgen um einen unkomplizierten Aufbau machen. Hier wurde die entsprechende Anleitung ohnehin schon beigelegt. Doch auch der Bau einer Treppe ohne Set lässt sich in den meisten Fällen von Hobbyhandwerkern mit einem gewissen Grundinteresse bewerkstelligen.

Die folgende Anleitung befasst sich mit dem Bau einer Wangentreppe. Hierbei handelt es sich vor allem bei Anfängern, die beispielsweise gerade dabei sind, ihr erstes Treppenprojekt zu planen, um eine beliebte Lösung.

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(Achtung: Vor dem Einbau sollte das Holz schon grundiert worden sein. Wer unbehandeltes Holz gekauft hat, sollte diesen Schritt unbedingt nachholen. Danach kann es auch schon losgehen.)

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Schritt Nr. 1:

Nachdem der Abstand der Stufen berechnet wurde, werden die einzelnen Stufen (im berechneten Abstand) auf die Wangen der Treppe verteilt. Ein Winkel hilft dabei, den freieckigen Ausschnitt auf der Wange aufzuzeichnen. Genau an dieser Stelle sollen später die Stufen eingefügt werden.

Schritt Nr. 2:

Nun müssen die angezeichneten Dreiecke aus der Wange herausgesägt werden. Hier ist es wichtig, besonders präzise zu arbeiten. Wer die Dreiecke nicht genauestens aussägt riskiert, dass die Treppe später uneben wird. Genau das sieht nicht nur nicht gut aus, sondern erhöht letztendlich auch die Sturzgefahr.  Die Dreiecke müssen auf die zweite Wange eins zu eins übertragen und ebenso sorgfältig ausgesägt werden.

Schritt Nr. 3:

Nachdem die Sägearbeiten beendet sind, werden an der Rückseite der Wangen die Konstruktionshölzer angeschraubt. Diese können nach der Beendigung der Arbeiten wieder entfernt werden.

Schritt Nr. 4:

Nun werden die Stufen zunächst auf die entsprechende Länge gebracht und erst dann in die Wangen eingeschraubt. Wer die Stufen erst nach dem Einschrauben mit der Säge bearbeiten möchte, riskiert dauerhafte Schäden in der Treppe, die sich zwar oft – wenn sie nicht allzu groß sind – mit Farbe beheben lassen, dem Treppenbauer selbst jedoch immer wieder gern ins Auge fallen.

Schritt Nr. 5:

Zu guter Letzt ist es an der Zeit, sich mit den Fixierungen zu befassen. Jedes Loch, das in diesem Zusammenhang gebohrt werden muss, sollte zunächst leicht angebohrt und mit einem Senker leicht ausgefräst werden. Somit wird sichergestellt, dass die Schrauben nach Fertigstellung nicht abstehen und stattdessen mit dem Holz eine Fläche bilden. Erst ganz am Ende werden die Stufen an den Wangen angeschraubt und befestigt. Je nach Standort und Nutzung der Treppe sollte natürlich auch für die passende Beleuchtung gesorgt werden.

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Die richtige Pflege für Deine Holztreppe

Grundiertes Holz schafft eine ideale Grundlage für eine stabile und lautlose Treppe. Unbehandeltes Holz wäre weitaus empfindlicher und würde ein charakteristisches Knarzen hervorrufen. Viele Holzliebhaber, die Wert auf eine optimale Pflege ihrer Treppe legen, entscheiden sich für eine Parkettlackierung.

Wer möchte, kann sich jedoch auch für eine naturbasierte Variante auf der Basis von Öl entscheiden. Darüber, ob – zusätzlich zum Öl – noch Wachs zum Einsatz kommen sollte, wird immer wieder diskutiert. Diejenigen, die auf Wachs verzichten, stellen sicher, dass das Öl tief in das Holz eindringen kann. Wer dennoch eine Öl-Wachs-Kombination verwenden möchte, sollte alles von demselben Hersteller beziehen, um das beste Ergebnis zu erhalten.

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Fazit

Eine eigene Holztreppe zu bauen, ist generell nicht schwer. Allerdings müssen einige Vergaben beachtet werden, um Sicherheit beim Auf- und Abstieg zu gewährleisten. Wer sich etwas Arbeit sparen möchte, kann sich für den Setkauf entscheiden. Es ist jedoch auch möglich, eine komplette Treppe in Eigenregie zu bauen. Vor allem mit Hilfe der passenden Holzauswahl lassen sich ganz leicht Akzente im Raum setzen. Unabhängig von der jeweiligen Holzart gilt jedoch, dass es sehr wichtig ist, genau zu arbeiten. Ansonsten zeigen sich schnell Unebenheiten.

Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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