Teich, Gewächshaus, Gartenhaus – Wie den Garten nutzen?

Egal, ob man den alten Garten oder neu gekauften renovieren möchte, am Anfang jeder Gartenplanung stehen viele Wünsche und Ideen, welche alle unter einen Hut gebracht werden müssen.

Um diese in die Tat umzusetzen, bedarf es einer guten Planung. Unser Ratgeber zeigt, was alles nötig ist.

Garten ausmessen und skizzieren

Bevor die Aufmerksamkeit auf die erträumten Pflanzen, Gartenhäuser und weitere Accessoires fällt, sollte man eine aussagekräftige Skizze des Gartens anfertigen. Hier gilt: Mit Geduld und Experimentierfreude zum Traumgarten.

Grundsätzlich ist die Gartenplanung kein Hexenwerk, wenn man sich genug Zeit nimmt. Selten gelingt die perfekte Skizze auf Anhieb, weshalb man nicht gleich aufgeben sollte. Um die perfekte Gartenskizze anzufertigen, sollte man mit einer Bestandsaufnahme anfangen. Hier muss genau auf die Größe eingegangen werden. Wie groß ist der Garten überhaupt?

Zum Messen des Gartens empfiehlt sich ein mindestens 20 Meter langes Maßband oder ein Laser Entfernungsmesser, mit dem man die wichtigsten Strecken ausmisst. Grundstücks- und Hauslänge sowie der Abstand von den Hausecken bis zur Gartengrenze sollten berücksichtigt werden. Oftmals können diese Maße auch aus dem Grundrissplan entnommen werden, wenn dieser vorliegt.

Nach den Messungen geht`s los: Für die Skizze empfiehlt sich ein Millimeter- oder Kästchenpapier. Ist der Garten schon älter, können die schon vorhandenen Pflanzen und Gartenelemente in die Skizze übernommen werden.

Wunschliste schreiben und nummerieren

Im Anschluss beginnt das Wichtigste, beginnend mit der Frage, ob für die offenen Wünsche und Ideen ausreichend Platz vorhanden ist. Bevor man an den vielleicht fehlenden Platz denkt, sollte zunächst nur an eines gedacht werden, nämlich was darf im späteren Traumgarten nicht fehlen? Das Anfertigen einer Wunschliste, welche man im Nachhinein nummeriert, hilft.

Sich von seinen Träumen nach den Messungen zu verabschieden wäre falsch, denn letztendlich gibt es immer die Möglichkeit, Gartenelemente so zu setzen, dass sie sinnvoll im Garten integriert sind. So sollte man selbst bei kleinen Gärten beispielsweise den Wunsch nach einem Gartenhaus mit genug Stauraum für Gartengeräte oder sogar Sitzecken zunächst verfolgen, auch wenn später nur eine Mini-Version gebaut wird. Gleiches gilt für Gartenteiche, diese können später zum Beispiel auch durch einen Wandbrunnen ersetzt werden.

Ein Gartenteich bietet viel Entspannung. Foto: unsplash.com © markusspiske

Details planen und Liste abarbeiten

Ist die Liste fertig und nummeriert kann die Planung weitergehen. Nun können die verschiedenen Ideen auf der Skizze platziert werden – das Wichtigste zuerst, das weniger Wichtige zum Schluss. Dabei sollten bereits die Größenverhältnisse und die Lage berücksichtigt werden. Bei der Lage ist es wichtig, auf Sonnen- und Schattenplätze zu achten. Will man einen Gemüsegarten, braucht dieser viel Sonne. Ein zweiter Sitzplatz hingegen sollte beschattet sein, wenn die Terrasse in voller Sonne liegt.

Des Weiteren wäre es auch eine Option Farbkonzepte und Stilrichtungen auszuwählen. In dieser Phase werden viele Dinge hinterfragt und konkretisiert. Wer einen romantischen Landhausgarten möchte kann zum Beispiel viele Rosen- und Staudenbeete einplanen. Wer lieber einen Familiengarten möchte sollte vielleicht eher auf Blumen verzichten und Hecken in Szene setzten. Ebenso ist es wichtig, an die später aufzuwendende Zeit zu denken und die Gartengeräte und Pflanzen danach zu wählen.

Der aufwändigste Teil der Detailplanung ist die Pflanzenauswahl, da diese mit den Lichtverhältnissen und den zur Verfügung stehenden Platz übereinstimmen sollte. Beim Prüfen der Bereiche sollten folgende Dinge analysiert werden:

  • Bereiche, die ganztags in der Sonne liegen
  • Bereiche, die von Bäumen und Häusern beschattet werden
  • Bereiche, die am lichtärmsten sind
  • Bereiche ohne Licht
  • Bereiche mit genug Platz, damit Pflanzen wachsen können

Für jeden einzelnen Bereich gibt es eine große Auswahl passender Pflanzen in allen Farben.

Doch nicht nur die Beleuchtung und Stilrichtung sind entscheidend. Daneben sollte der Garten auch praktische Elemente besitzen, beispielsweise eine Wegführung. Auch die Materialfrage, von den Pflastersteinen bis zum Gartenzaun, sollte jetzt endgültig entschieden werden.

Achtung: Die Detailplanung sollte zum Schluss wieder auf der Skizzierung vermerkt sein.

Der letzte Schritt

Ist die Skizze vollständig und den Vorstellungen entsprechend, kann die Umsetzung losgehen. Wer sich dafür Zeit nimmt kann dabei viel Geld sparen.   Kleinere Bäume und Sträucher mögen auf den ersten Blick nicht nach viel aussehen, aber auch diese wachsen im Laufe der Zeit. Wer Gärtnerfreunde hat bekommt vielleicht sogar ein Paar Ableger geschenkt.

Auch bei der Konstruktionsweise kann gespart werden. Terrassen zum Beispiel gibt es in verschiedenen Bauformen. Anstatt aus Stein- und gegossenen Stahlbetonplatten können sie auch aus Schotter, Kies oder Holz erbaut werden. Zwar sind die Stein- und Betonplatten stabil und beständig, jedoch erhöhen sie die Kosten für den Abriss. Verbundene Kieswege sind kostengünstige und schöne Alternativen zum Naturstein oder anderen Wegsteinen.

Tipp: Die Verwendung langlebiger Materialien kann über einen längeren Zeitraum gesehen viel Geld sparen.

Gleichermaßen ist die Vermeidung von Fehlern und Folgekosten ein wichtiger Bestandteil. Dieser Punkt beschreibt eines der größten Einsparpotenziale in der Gartenplanung. Fakt: Ein Garten, der einmal angelegt wird und dann die nächsten Jahrzehnte ohne größere Umgestaltungen funktioniert, ist am preisgünstigsten.

Schäden wie sich neigende Mauern oder algenbewachsene Teiche können nur mit höherem Aufwand behoben werden. Auch Feuchtigkeitsschäden am Gebäude, eingehende Pflanzen und andere unangenehme Überraschungen können durch eine sachgemäße Gartenplanung im Voraus vermieden werden.


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