Wohnungsbauförderung in Hessen

Wer in Hessen bauen möchte, kann – wie in anderen Bundesländern auch – auf unterschiedliche Förderprogramme zurückgreifen bzw. diese beantragen. Unser Überblick.

Die Förderprogramme gelten für viele Bereiche. Vor allem wenn

  • grundlegend neu gebaut werden soll
  • Wohneigentum, das später selbst genutzt wird, erworben wird
  • barrierefreie Wohnbereiche geschaffen werden
  • die Energieeffizienz eines Objekts gesteigert werden soll,

stehen die Chancen auf Förderungen aus den unterschiedlichsten Bereichen oft gut. Wer hier seine entsprechenden Optionen kennt, kann sich den Traum von eigenen Haus bzw. einem Wohnbereich, der optimal an seine Bedürfnisse angepasst ist, oft noch unkomplizierter erfüllen. Besonders praktisch ist es natürlich, dass in Bezug auf die Bauförderung in Hessen die unterschiedlichsten Bereiche angesprochen werden.

Dies gilt nicht nur mit Hinblick auf das betreffende Objekt, sondern auch insofern, als dass die besagte Förderung unter anderem auf der Basis von:

  • zinsgünstigen Krediten
  • Zuschüssen
  • Bürgschaften
  • Baudarlehen

in Anspruch genommen werden kann – vorausgesetzt, dass sie bewilligt wurde.

Warum gibt es eine Wohnbauförderung?

Hessen hat sich im Laufe der Zeit zu einem Bundesland entwickelt, in dem es aus zahlreichen Gründen attraktiv ist, heimisch zu werden. Metropolen wie Frankfurt, aber auch ländlichere Gebiete, wie zum Beispiel der Odenwald, zeigen, dass es vergleichsweise leicht fällt, sich hier wohl zu fühlen.

Auf Basis der Wohnbauförderung in Hessen sollen die Angebote rund um individuelle und bezahlbare Wohnräume erhöht werden. Gleichzeitig spielt der Aspekt der Nachhaltigkeit eine besonders wichtige Rolle. Daher wurden in die verschiedenen Förderungsprogramme auch Optionen rund um energieeffizientere Lösungen und Umbauten aufgenommen.

Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten macht es Sinn, sich mit Hinblick auf den Traum vom eigenen Häuschen in Hessen umfassend zu informieren, um auch wirklich die Fördermöglichkeit in Anspruch zu nehmen, die am besten zum eigenen Bedarf passt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Wer eine Bauförderung in Hessen beantragen möchte, muss, wie zum Beispiel in Berlin, auch in Hessen unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen. Je nach Förderungsart spielen hier unterschiedliche Faktoren eine Rolle.

So gibt es beispielsweise Bauförderungen, die unter anderem:

  • nur an Familien mit Kindern
  • ausschließlich an Haushalte, in denen schwerbehinderte Menschen leben

vergeben werden. Weitere Details, die mit Hinblick auf das Beantragen einer Förderung (und deren Bewilligung) berücksichtigt werden müssen, sind – je nach Programm – unter anderem bestimmte Einkommensgrenzen und ein Mindest-Eigenkapitalanteil.

Auf diese Weise soll beispielsweise sichergestellt werden, dass das Verfahren fair verläuft und auch Menschen, deren Budget zunächst nicht ausreicht, sich ihren Wohntraum zu verwirklichen, die Möglichkeit erhalten, in Hessen genau so zu leben, wie es am besten zu ihrer aktuellen Situation passt .

Wann muss der Förderantrag für die Bauförderung in Hessen gestellt werden?

Der Fördermittelantrag muss – unabhängig vom jeweiligen Ansprechpartner – immer vor (!) dem Baubeginn bzw. vor dem Unterzeichnen des Kaufvertrags zur Immobilie gestellt werden. Nur so kann eine fundierte Planung ermöglicht werden. Hierbei gilt es selbstverständlich auch, zu berücksichtigen, dass es eine Zeit lang dauern kann, bis der Antrag schlussendlich bearbeitet wird. Daher sollte immer auch ein „Puffer“ eingeplant werden.

Wer ist in Hessen für die Bewilligung der Förderungen zuständig?

Wer sich für Förderprogramme zur Wohnungsbauförderung Hessen interessiert, muss sich im ersten Schritt an die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) Hessen wenden. Alle Ansprechpartner sind von der jeweiligen Art der Förderung abhängig.

Wie wird Wohnungsbau in Hessen gefördert?

Die bekanntesten Förderprogramme, die in Hessen mit Hinblick auf Bau- und Kaufvorhaben eine wichtige Rolle spielen, sind:

  • das Hessen Darlehen
  • das Hessen Baudarlehen
  • Energieeffizient Sanieren (bezieht sich ausschließlich auf Mietwohnungen).

Beliebte Förderungen in Hessen im Detail

Das Förderungsprogramm in Hessen wurde im Laufe der Zeit immer mehr erweitert.  Besonders oft werden die zur Verfügung stehenden Förderungen im Zusammenhang mit:

  • dem Bereich Neubau
  • dem Kauf von gebrauchten Immobilien (zur Eigennutzung)
  • dem energieeffizienten Sanieren

genutzt.

Das Programm „Wohneigentum Neubau“ fällt hier in den Verantwortungsbereich des Landes Hessen. Ansprechpartner für den Kauf der gebrauchten Immobilien und für energieeffizienten Umbau ist die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.

Wer darf eine Förderung beantragen?

Die Förderungsvoraussetzungen für Menschen, die in Hessen ihren Traum von eigenen bzw. individuellen Heim verwirklichen wollen, sind individuell, aber klar strukturiert. Wer sich beispielsweise für eine Förderung im Bereich Neubau (s. o.) interessiert, muss den dazugehörigen Antrag als Privatperson stellen. Hinzu kommt, dass das Einkommen eines Zweipersonenhaushalts im Jahr bei maximal circa 39.100 Euro liegen darf. Leben weitere Personen im Haushalt, kann die besagte Maximalgrenze (pro Person) um je circa 7.900 Euro erhöht werden.

Wie funktioniert die Wohnbauförderung im Zusammenhang mit Neubauten in Hessen?

Die Förderungsmöglichkeit „Wohneigentum Neubau“ basiert auf einem günstigen Darlehen mit vergleichsweise niedrigen Zinsen. Wie viel hier im Detail gefördert werden kann, ist vom Bodenpreis abhängig. Maximal ist es möglich, eine Förderung in Höhe von 115.000 Euro zu beantragen. Es gibt jedoch auch eine Ausnahme: Wer sich für den kompletten Neubau eines Passivhauses entscheidet, kann oft nochmals 20.000 Euro „on top“ fördern lassen.

Der Antrag muss bei der jeweiligen Wohnungsbauförderstelle eingereicht werden. Wichtig ist, dass auch hierbei alle Unterlagen vor (!) dem Unterzeichnen des Kaufvertrages vorliegen. Sind alle Unterlagen vollständig, werden die Dokumente von der WIBank Hessen bearbeitet.

Individuelle Förderungen in Hessen beantragen

Hessen gehört zu den Bundesländern, in denen es unter anderem auch möglich ist, auf die Vorzüge kommunaler Förderungsprogramme zu setzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass nicht jede Kommune diese Option anbietet.

Wer sich hier über seine entsprechenden Möglichkeiten informieren möchte, sollte sich direkt bei der Stadt bzw. bei der zuständigen Kommune erkundigen.

Förderungen für effizientes Sanieren in Hessen

Wer sein Haus oder seine Wohnung energieeffizient sanieren möchte, verfügt aktuell über verschiedene Möglichkeiten.

Besonders wichtige Anlaufstellen sind in diesem Zusammenhang:

  • die KfW Bank (Hier werden sowohl einzelne Maßnahmen als auch Komplettsanierungen gefördert. Wer möchte kann sich hier entweder für einen vergünstigten Kredit oder einem klassischen Zuschuss entscheiden. Oft lassen sich beide Varianten auch miteinander kombinieren.)
  • die BAFA (Die BAFA fördert verschiedene Maßnahmen, die sich mit der Optimierung von Heizungen befassen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Anlagen bereits bestehen. Wer sich für den Bereich der erneuerbaren Energien interessiert, ist hier richtig. Besonders lukrativ wird das Ganze meist, wenn es beispielsweise darum geht, von Öl auf Pellets usw. umzusteigen.)
  • das Land Hessen (In vielen Fällen ist es möglich, die Förderungsoptionen, die das Land Hessen bietet, mit den Programmen von KfW und Co. zu kombinieren. Eine Möglichkeit, die sich in diesem Zusammenhang einer besonders großen Beliebtheit erfreut, ist das Sonderprogramm Eigenheim: Sanieren, Sparen, Klima schonen. Mit ein wenig Kombinierungsgeschick lassen sich so Zuschüsse von etwa 60.000 Euro verwirklichen.)

(Stand aller Angaben: Dezember 2021)

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