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Voraussetzungen für Smart Home

Smart Home – fast alles im Haus lässt sich übers Internet steuern. Foto: ©Robert Kneschke / stock adobe

Smart Home – fast alles im Haus lässt sich übers Internet steuern. Foto: ©Robert Kneschke / stock adobe

Smart Home – fast alles im Haus lässt sich übers Internet steuern. Foto: ©Robert Kneschke / stock adobe

Auf Sprachbefehl das Licht an machen, den Heizkörper regeln, die Rollläden schließen oder den Fernseher anschalten: Smart Home macht Vieles einfacher und komfortabler.

Damit Sie von den Vorteilen des smarten Zuhauses profitieren, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Auf welche Vernetzung wollen Sie setzen, welche Bandbreite wählen Sie, und wie wollen Sie die Geräte steuern? Wir zeigen Ihnen, welche Voraussetzungen für Smart Home gegeben sein müssen.

Warum Smart Home?

Mithilfe der Smart Home Technik können Sie Geräte oder Lichter mittels Smartphone, Tablet oder Sprachassistenten steuern – und das ohne aufzustehen und den Lichtschalter zu bedienen. Ein Klick in der App, ein „Alexa, schalte den Fernseher ein“ oder „Hey Google, mach das Licht an“ reicht schon.

Smart Home erleichtert uns nicht nur den Alltag, sondern kann ihn auch sicherer gestalten. Mit Überwachungskameras können Sie von unterwegs schauen, was bei Ihnen zuhause los ist. Sensoren geben Bescheid, wenn sich etwas vor Ihrer Haustür bewegt, und Sie bekommen das Bild direkt auf Ihr Handy gestreamt.

Auch zum Energiesparen ist Smart Home sinnvoll: So können Sie einstellen, ab wann die Heizkörper warm werden sollen oder wann das Licht an- und ausgeht. Komfort, Sicherheit und Energiesparen: Smart Home bietet viele Vorteile für den Alltag.

Das benötigen Sie für Smart Home

Datenleitung, Funk oder Stromkabel

Um Ihr Heim zum Smart Home umzurüsten, brauchen Sie die passende Technik, damit die Geräte untereinander kommunizieren können.

Häufig werden sogenannte Bus-Leitungen verlegt. Dafür muss jedoch in die Bausubstanz eingegriffen werden – das kann unter Umständen kostspielig werden, wenn Sie keinen Neubau planen, sondern ein bestehendes Haus umrüsten wollen. Bei einem Neubau werden die Bus-Leitungen direkt mit der Elektroinstallation zusammen verlegt.

Unter Umständen haben Sie auch die Möglichkeit, die Kommunikation der Geräte über das vorhandene 230 V Stromnetz laufen zu lassen. Wenden Sie sich am besten an einen Fachbetrieb und lassen Sie sich dazu beraten.

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Eine bessere Möglichkeit ist die Steuerung über Funk. Hier werden die Daten ohne Kabel übertragen. Es sind somit keine Sanierungsarbeiten notwendig. Drahtlose Systeme sind zum Beispiel ZigBee oder Z-Wave. Diese Technologie ist leicht nachzurüsten und eignet sich somit auch für Altbauten.

Überlegen Sie sich vorher, auf welches System Sie setzen wollen. Auch bei den Funk-Systemen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Nicht alle sind miteinander kompatibel. Nutzen Sie Produkte, die über Z-Wave laufen, können diese nicht mit Geräten verbunden werden, die über eine Datenleitung laufen. Recherchieren Sie zu den verschiedenen Funk-Systemen und entscheiden Sie sich dann für das, welches Ihren Anforderungen gerecht wird.

Internetanschluss

Welcher Internetanschluss beziehungsweise welche Geschwindigkeiten für Smart Home nötig sind, hängt vom System und den Anwendungen ab. Für einige Befehle benötigen Sie so gut wie kein Internet, sodass eine Internetverbindung von 16 Mbit/s ausreicht. Steuern Sie Ihr Smart Home über Sprachbefehle oder wollen Sie sich die Videos der Überwachungskamera auf das Smartphone schicken oder gar streamen, dann benötigen Sie eine stabile Internetverbindung. Achten Sie auf eine hohe Uploadrate, wenn Sie die Videos von Überwachungskameras streamen wollen.

Die benötigte Bandbreite hängt auch davon ab, wie viele Geräte Sie nutzen wollen. Je mehr Geräte sich im Netzwerk befinden, desto mehr Bandbreite benötigen Sie in der Regel. Als Mindestmaß kann eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s angesetzt werden. Für zehn smarte Geräte können Sie noch einmal 5 Mbit/s dazu rechnen, damit diese einwandfrei funktionieren.

Wenn Sie darüber hinaus Streaming-Programme nutzen, kann eine Bandbreite von 100 Mbit/s sinnvoll sein – vor allem in Haushalten mit mehr als drei Personen. Kommen noch Sprachassistenten dazu, brauchen diese ebenfalls Internet, um richtig zu funktionieren.

Smart Home funktioniert sowohl über DSL als auch Kabel – am besten aber bei hohen Geschwindigkeiten im Glasfasernetz. Wer schauen möchte, wie hoch die Upload- und Downloadraten zuhause sind, kann seine Internetgeschwindigkeit testen.

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Smarte Geräte

Für Ihr Smart Home benötigen Sie selbstverständlich auch die passenden Geräte. Diese müssen intelligent und untereinander vernetzungsfähig sein. Am besten setzen Sie auf Geräte von einem Hersteller. Zwar gibt es offene Systeme, die es erlauben, Geräte von unterschiedlichen Herstellern zu verbinden, geschlossene Systeme sind aber weniger störanfällig und die Geräte kommunizieren zuverlässiger miteinander.

Foto: ©AA+W / stock adobe

Welche Geräte Sie genau für Ihr Smart Home einsetzen, kommt natürlich darauf an, was Sie nutzen wollen. Von vielen Herstellern gibt es spezielle Starterpakete, die Ihnen den Einstieg erleichtern. Diese Geräte gibt es in allen Bereichen wie zum Beispiel Licht, Sicherheit, Steckdosen oder Musik.

Auch Haushaltsgeräte wie Kühlschränke gibt es bereits als smarte Modelle. Einige Geräte wie Thermostate am Heizkörper oder Kameras brauchen zudem Sensoren wie Bewegungsmelder, die Sie verbauen müssen.

Wollen Sie Ihr zuhause „smart“ gestalten, dann überlegen Sie sich am besten vorher, wo Sie diese Technik nutzen wollen. Dann können Sie sich nach Herstellern umsehen und schauen, ob die Geräte miteinander kompatibel sind, beziehungsweise durch eine einheitliche Steuereinheit gesteuert werden können.

Steuereinheit

Um die Geräte untereinander vernetzen zu können und mit einer App zu steuern, benötigen Sie eine Steuereinheit – auch Gateway genannt. Diese Steuereinheit fungiert wie ein Übersetzer und ermöglicht es, Steuerbefehle aus der App so zu übersetzen, dass die Lampe angeht oder die Farbe verändert.

Das Gerät sendet über das Gateway auch umgekehrt Signale zur App: So weiß sie, dass das Licht bereits an ist oder ein Fenster offen ist. Meist findet auch eine Verknüpfung zu einer Cloud statt, damit auf Lampen & Co. von überall aus durch das Internet zugegriffen werden kann.

Die meisten Smart Home Systeme besitzen eine App, die es ermöglichen, das System vom Smartphone oder Tablet aus zu steuern. Auch per Sprachsteuerung ist es möglich, die Geräte zu bedienen. Dafür gibt es zum Beispiel Alexa von Amazon, den Google Assistant oder den HomePod von Apple.

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Sprachassistenten können nicht nur zur Steuerung genutzt werden, sondern zum Beispiel auch als Lautsprecher zum Hören von Musik. Sie können damit auch auf Informationen aus dem Internet zugreifen. Für die Steuerung mittels App sollten Sie darauf achten, dass Sie immer die neuste Software auf Ihrem Handy haben. Einige Hersteller geben an, welche iOS oder Android Versionen vorhanden sein müssen, damit alles einwandfrei funktioniert.

Fazit

Wollen Sie Ihr Zuhause intelligent gestalten und in die Welt des Smart Homes einsteigen, dann müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit alles einwandfrei läuft. Zuerst sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Geräte Sie überhaupt einsetzen wollen. Sollen nur die Lichter per App oder Sprachbefehl steuerbar sein, oder wollen Sie auch eine Überwachungskamera einsetzen, welche Live-Videos an Ihr Smartphone überträgt?

Je nach Einsatz sollten Sie auf das passende Funk-System zurückgreifen und auch die Bandbreite anpassen. Haben Sie viele smarte Geräte, die auf das Internet zugreifen und streamen Sie zudem Videos, dann ist eine Bandbreite von 100 Mbit/s sinnvoll. Informieren Sie sich deshalb am besten ausgiebig über die verschiedenen Möglichkeiten, damit alle Geräte untereinander vernetzt sind und zentral mittels eines Eingabegeräts gesteuert werden können.

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Der Autor Hajo Simons

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater.
Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).

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