Terrasse renovieren – Tipps & Tricks

Wegen des Platzmangels in modernen Haushalten sind Häuser mit großen Grundstücken und entsprechenden Gärten zumindest in den Ballungsgebieten eher selten anzutreffen. Glücklich können sich die Menschen schätzen, die wenigstens eine schöne Terrasse ihr Eigen nennen dürfen.

Klar muss jedoch auch sein, dass jede Terrasse umfangreiche Pflege und nach einigen Jahren evtl. auch eine Renovierung erfordert. Da diese Fläche das ganze Jahr über den Launen der Natur ausgesetzt ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit der Zeit Schaden nimmt, um ein Vielfaches. Obwohl viele Hauseigentümer für eine professionelle Renovierung die Dienste eines Fachmanns in Anspruch nehmen, können auch Heimwerker diesen besonderen Ort auf ihre eigene Art und Weise umgestalten.

In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der Renovierung einer Terrasse achten müssen. Wir gehen auf alle wichtigen Fragen ein, die Ihnen die Entscheidung erleichtern werden, die Renovierungsarbeiten in Angriff zu nehmen und sie ohne große Schwierigkeiten abzuschließen – mit oder ohne professionelle Hilfe.

Terrasse renovieren – Planung & Ablauf

Damit die Renovierung der Terrasse ein voller Erfolg wird, ist es wichtig, entsprechend vorauszuplanen und die Abläufe zu strukturieren. Die wichtigsten Schritte sind:

Terrassenrenovierung planen

Eine Renovierung sollte nicht erst dann durchgeführt werden, wenn die Terrasse bereits in einem desolaten Zustand ist, sondern vorausschauend. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Terrasse nicht nur angemessen gepflegt aussieht, sondern auch die Kosten für die Renovierung im Rahmen bleiben. Der Gesamteindruck des Hauses wird durch eine gut gepflegte Terrasse stets unterstrichen.

Eine Terrasse bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Renovierung, darunter die Renovierung zum baulichen Schutz, aber auch zur Verbesserung der Energieeffizienz des gesamten Hauses.

Auswahl der Materialien

Klassischerweise werden Terrassen meist mit Steinplatten oder mit Holz bedeckt. Wahrscheinlich werden auch Sie auf einen dieser Terrassenböden zurückgreifen. Insbesondere Holzterrassen werden immer beliebter, gerade auch aus exotischen Hölzern. Hier zwei Beispiele:

Bangkirai: Bei Bangkirai handelt es sich um eine Baumart, die bei uns besonders im Gartenbau immer mehr Verwendung findet. Bangkirai ist auch unter verschiedenen anderen Namen bekannt – z. B. als Yellow Balau. Dieser Baum erreicht eine Wuchshöhe von 50 Metern, und sein Holz ist über 50 % härter als unsere heimische und im Möbelbau oft verwendete Eiche.

Das Bangkiraiholz ist besonders wetterbeständig, verwittert also nicht wie andere heimischen Hölzer, die regelmäßig gegen Fäule behandelt werden müssen. Zudem ist es durch seine Härte sehr gut gegen Insektenfraß und Pilzbefall geschützt. Selbst bei extremen Tropentemperaturen ist es robust und widerstandfähig.

Teak: Das heute sehr oft verwendete Teak stammt vom Teakbaum aus den Monsunwäldern Südasiens und zählt zu den wichtigsten importierten Hölzern aus dem asiatischen Raum. Das Teakholz ist ein Hartholz und wird hauptsächlich im Gartenbau bzw. als Bauholz im Außenbereich eingesetzt. Da es wesentlich härter ist als unsere einheimischen Harthölzer, – beispielsweise das Eichenholz – ist es robuster und widerstandsfähiger gegen Verwitterung und Nässe. Auf einen zusätzlichen Holzschutz, wie es bei anderen Holzarten vonnöten ist, kann bei Teak verzichtet werden.

Teak wird unter anderen auch wegen seiner Färbung als Funierholz verwendet, im Freien entwickelt das Teakholz seine unverwechselbare Patina. Diese meist gräulich-braune Färbung wirkt sehr edel und ist auch zumeist erwünscht.

Wer es nicht so mag, kann diese auch mit einem speziellen Holzöl entfernen und die Terrassendielen erstrahlen wieder in ihrer frischen, rötlich-braunen Farbe. Neben seinen natürlichen Holzschutz verfügt Teak auch noch über andere gute Eigenschaften. Es ist durch seine Dichte sehr schwer entflammbar und durch den hohen Anteil an Silizium wenig schmackhaft für Insekten. Damit erklärt sich auch sein natürlicher Insektenschutz.

Worauf Sie bei  der Terrassenrenovierung sonst noch achten sollten

Energieeffiziente Beleuchtungskörper

Wenn Sie eine große Terrasse haben, benötigen Sie eine leistungsfähige Beleuchtung, damit Sie auch nachts alles im Blick haben. Wenn Sie sich zudem abends regelmäßig auf der Terrasse aufhalten, ist es wirtschaftlich sinnvoll, in energieeffiziente Beleuchtungskörper zu investieren – z. B. LED-Lampen.

Die Wände nicht vergessen!

Die sich an Ihre Terrasse anschließenden Wände sollten im Zuge der Renovierung keinesfalls vergessen werden. Stein- oder Holzwände sollten einen frischen Anstrich bzw. eine Versiegelung erhalten, um das oft stumpfe Erscheinungsbild wieder zu beleben. Es gibt verschiedene Ideen für Wandfarben und Dekorationen, die Sie je nach Vorliebe und Bedarf einsetzen können.

Neuanstrich der vorhandenen Terrassenmöbel

Ebenso bietet es sich an, die vorhandenen Möbelstücke auf Ihrer Terrasse, wie Tische, Stühle, Schaukeln und Hocker, neu zu streichen. Gestalten Sie die Farbgebung in Abstimmung mit dem evtl. neuen Bodenbelag und mit den aufgefrischten Wänden.

Wasserabdichtung

Jede Terrasse ist anfällig für Staunässe, was zu Sickerwasser in den Wänden und schließlich zu großen Schäden an der Einrichtung führen kann. Prüfen und erneuern Sie also ggf. auch die Wasserabdichtung Ihrer Terrasse im Zuge einer Renovierung.

Fazit

Nach einigen Jahren wird sie einfach nötig – die Renovierung der Terrasse. Nun kommt erst einmal eine Menge Arbeit auf Sie zu, die gut geplant werden will. Doch denken Sie dabei immer an das Ziel: eine wundervolle Terrasse, auf der Sie sich wohlfühlen und vielen tolle Stunden verbringen werden. Dann fällt die Arbeit gleich viel leichter.


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