Zirbenkissen – Weshalb gesunder Schlaf so wichtig ist

Die Zirbe oder Zirbelkiefer dient seit vielen Hunderten von Jahren den Menschen des Alpenraumes mit ihren positiven Eigenschaften. Ein Zirbenkissen soll deshalb gut sein für den gesunden Schlaf.

Die „Königin der Alpen“, wie sie gern genannt wird, enthält in ihren Ästen ätherische Öle, denen man beruhigende und wohltuende Wirkungen auf den menschlichen Körper nachsagt. So soll der ansprechende Duft unter anderem für einen tiefen und erholsamen Schlaf sorgen. Von daher ist es kein Wunder, dass aus dem Holz des widerstandsfähigen Baumes viele Produkte, wie zum Beispiel Einrichtungsgegenstände (Betten, Schränke und Kommoden), aber auch Haushaltsgegenstände, Deko-Artikel, Öle und Duft-Sets und sogar Kissen hergestellt werden. In diesem Artikel geht es um Zirbenkissen, die in vielen Haushalten besonders geschätzt werden.

Wissenswertes über die Zirbelkiefer

Die Zirbelkiefer gehört, wie man im Namen schon hört, zur Familie der Kieferngewächse. Sie kommt hauptsächlich in den Alpen, aber auch in den Karpaten, vor. Dabei bevorzugt sie Höhenlagen von ca. 1800 m über NN bis hin zu 2600 m über NN und kann nicht nur Minusgrade von mehr als -40 °C aushalten, sondern wird auch bis zu 1000 Jahre alt.

Während in den Alpen früher aus dem Holz auch Hütten gebaut wurden, wird das weiche und duftende Holz heute gerne für besonders hochwertige Möbel, Dekoartikel und Schnitzereien verwendet. Auch wenn das Holz nicht besonders widerstandsfähig ist, so lässt es sich doch gut verarbeiten und ist hübsch anzusehen. Der würzige Duft des Holzes wird als Qualitätsmerkmal angesehen.

Sogar die Samen und Zapfen der Zirbelkiefer werden verwendet. Hieraus lassen sich einige Lebensmittel, aber auch Liköre gewinnen.

Was ist das Zirbenkissen?

Ein Zirbenkissen sieht zunächst von außen genauso aus, wie jedes andere Kissen auch. Das Besondere ist allerdings, dass die Füllung des Kissens aus der Zirbelkiefer hergestellt wurde. Natürlich finden sich im Kissen kein Holzblock oder einzelne Holzstückchen wieder, vielmehr werden Holzspäne oder -Flocken aus Zirbenholz gewonnen und damit das Kissen verfüllt.

Zirbenkissen gibt es einerseits als kleinere Kissen, die vor allem als Duftkissen verwendet werden. Gleichzeitig gibt es aber auch große Kopfkissen zum darauf Schlafen. Dem Zirbenkissen wird dabei nachgesagt, dass es sich positiv auf Schlaf und Erholung auswirkt. Solch ein Kissen sollte also im Schlafzimmer, speziell im Bett, nicht fehlen.

Zum Schlafen genutzte Kissen werden meistens nicht ausschließlich mit Flocken oder Spänen verfüllt, sondern mit echter Wolle gemischt, um den Härtegrad zu senken. Grundsätzlich ist es angeraten, auf Zirbenholzflocken zu setzen, da diese leichter sind und man daher besser darauf schläft.

So soll das Zirbenkissen wirken

Aufgrund der großen Oberfläche der Holzflocken nimmt man die ätherischen Öle besonders gut wahr. Die Kissen verbreiten einen angenehmen Geruch im Wohnzimmer und im Schlafzimmer. Schlechte Gerüche werden übertüncht und verschwinden schnell. Der Geruch des Holzes wird allgemein als angenehm und entspannend empfunden. Viele Menschen verbinden den Geruch mit Sommer, würziger Waldluft und getrockneten Tannennadeln.

Der Geruch des Zirbenkissens überdeckt Schweißgeruch recht gut, so dass es für Menschen, die nachts stark schwitzen, bestens geeignet ist. Einige Menschen behaupten sogar, dass durch das Kissen das nächtliche Schwitzen reduziert wird, was bisher allerdings nicht nachgewiesen werden konnte.

Gleichzeitig wird den Ölen eine medizinische Wirkung auf den Organismus zugeschrieben. Die ätherischen Öle sollen das Einschlafen fördern, zumindest berichten viele Menschen von einer entspannenden Wirkung. Auch wenn es wissenschaftlich nicht bewiesen ist, soll das Zirbenholz den Teil des vegetativen Nervensystems anregen, der für den Schlaf zuständig ist. In diesem Zusammenhang wird dem Zirbenkissen sogar nachgesagt, dass sich die nächtliche Herzfrequenz um mehrere 1000 Schläge pro Nacht reduzieren und somit den Organismus deutlich entlasten kann.

Der Stoff Pinosylvin, welcher im Öl der Kiefer enthalten ist, wirkt fungizid und schützt das Holz vor Pilzen. Gleichzeitig soll dieser Stoff auch antibakteriell wirken und zudem Insekten, wie Motten, Mücken und Milben abschrecken.

Ein Zirbenkissen kaufen – darauf kommt es an

Wer ein Zirbenkissen erwerben möchte, egal ob als Duftkissen oder als Schlafkissen, sollte auf eine Füllung aus nachhaltigem Anbau achten. Im Alpenraum finden sich diejenigen Kiefern, die den besten Harzgehalt haben. Produkte aus Osteuropa hingegen sind zwar günstiger, tragen allerdings oft eine geringere Menge ätherischer Öle in sich und sind zudem nicht immer nachhaltig produziert.

Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass das Holz unbehandelt und vor allem luftgetrocknet ist. Durch eine Lufttrocknung gehen weniger ätherische Öle verloren, als dies bei einer Kammertrocknung der Fall ist.

Leider kommt es immer noch vor, dass die Füllung von Zirbenholzkissen nicht vom Staub des Zuschnitts und der Produktion befreit werden. Insbesondere bei Allergikern können solche Kissen dann Hustenanfälle provozieren. Achten Sie daher darauf, dass die Füllung als staubfrei gekennzeichnet ist.

Die Materialdichte sollte ausreichend hoch sein. Die Angabe „Liter“ lässt keine Rückschlüsse zu, wie viele Späne tatsächlich verwendet wurden. Erfragen Sie lieber das Gewicht der verwendeten Zirbenflocken und setzen Sie dieses ins Verhältnis zur Größe des Kissens.

Das Kissen selbst sollte sich problemlos öffnen lassen, damit man die Füllung gegebenenfalls austauschen kann. Der Bezug des Kissens hingegen sollte waschbar und auch für die Waschmaschine geeignet sein, damit Schmutz, Schweiß und Fett vollständig entfernt werden können.

Fazit

Zirbenkissen eignen sich als echtes Naturprodukt nicht nur für das Schlafzimmer, sondern auch als Dekoartikel für Wohn-, Ess- und sonstige Zimmer. Und selbst wenn die wohltuende Wirkung nicht vollständig wissenschaftlich belegt ist, so ist der betörende Duft der Kissen vielleicht auch für Ihre Wohnung eine Bereicherung.


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