Solaranlage für den Garten

Im Garten scheint im Sommer oft die Sonne. Vielleicht der richtige Platz, um eine Solaranlage zu installieren.

Jeder zweite Privathaushalt in Deutschland hat einen eigenen Garten. Das sind immerhin rund 17 Millionen Gärten, von denen mehr als eine Million in Schrebergartensiedlungen zu finden sind. Da stellt sich schnell die Frage nach einer guten und sicheren Stromversorgung für das eigene Gartenhaus. Denn was die Gärten der meisten Deutschen eint, ist die Liebe der Besitzer zur Individualität des eigenen Gartens. Dazu gehört auch ein Gartenhaus, das genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Eine schöne Möglichkeit, ein solches Gartenhaus zu gestalten, bietet der Gartenhaus-nach-Maß-Konfigurator. Doch neben Fragen des Aufbaus und der Innenausstattung spielt vor allem auch die Frage nach der Stromversorgung des Gartenhauses eine wichtige Rolle. Denn vom Kühlschrank über die (Elektro-)Heizung bis hin zum Luftentfeuchter und zur Beleuchtung lassen sich viele Dinge, die für uns heute in ein gut ausgestattetes Gartenhaus gehören, nur mit einer entsprechenden Stromversorgung betreiben. Für Besitzer oder Pächter von Schrebergärten gibt es dabei ein weiteres Problem: die fehlende Anbindung an das örtliche Stromnetz. Eine gute Antwort – sowohl für den Garten am Haus als auch für den Schrebergarten – ist dabei eine Solaranlage im Garten.

Die Solaranlage für den Garten – die Vorteile

Solarstrom erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Rund 9 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms stammt aus Solaranlagen. Auch solar im Garten ist längst eine sehr gute Alternative – für viele Gartenbesitzer auch deutlich mehr als das. Denn Strom aus einer Solaranlage für den Garten ist der Inbegriff grünen Stroms.

Grüner Strom für grüne Gärten

Natürlich – auch der Strom, den mancher Haushalt geliefert bekommt, stammt aus grünen Energiequellen. Doch selbst sogenannter Grüner Strom vom Anbieter kommt mit so viel Energieverlust beim Verbraucher an, dass die Umweltbilanz noch immer eher mittelmäßig ist. Das sieht bei einer Solaranlage im eigenen Garten ganz anders aus. Hier kann die Solarenergie mit minimalen Verlusten im Rahmen der Umwandlung in verwendbaren Haushaltsstrom direkt vom Verbraucher abgenommen werden. Umweltfreundlicher geht Strom im eigenen Garten nicht.

Die beste Lösung, wenn keine andere Stromversorgung vorhanden ist

Wenn das Gartenhaus nicht an die städtische Stromversorgung angeschlossen ist, ist eine Solaranlage im Garten die beste Möglichkeit, hier für Energie zu sorgen. Denn ein Anschluss ans Stromnetz ist zumeist deutlich teurer als eine ausreichend starke Solaranlage. Dazu kommt, dass eine Solaranlage im Garten dem Nutzer eine gewisse Unabhängigkeit gibt. Gerade wenn es den eigenen Garten betrifft, ist es ein schönes Gefühl, nicht von Kraftwerken oder Stromkonzernen abhängig zu sein.

Tipp

Positiv ist, dass Solaranlagen im Garten aufgrund des oftmals nur sehr geringen Verbrauchs in der Regel auch sehr wartungsarm sind. Die typische Lebensdauer solcher Solaranlagen beträgt 20 Jahre. Über diesen Zeitraum reinigen die Paneele sich in der Regel selbst. Ihre Arbeit mit der Wartung der Solaranlage ist also sehr gering.

Wie kann ich eine Solaranlage im Garten installieren?

Zuallererst ist es wichtig zu wissen, wie viel Strom Sie wirklich benötigen. Dazu sollten Sie eine Bestandsaufnahme aller Geräte machen, die Sie regelmäßig im Garten oder im Gartenhaus verwenden und die über den Solarstrom betrieben werden sollen. Der Verbrauch ist höher, wenn das Gartenhaus neben dem klassischen Kühlschrank, dem Radio und den Steckdosen für den Rasenmäher und die Poolpumpe auch noch als Rückzugsort mit Fernseher, Anlage und Spielekonsolen oder Ähnlichem genutzt werden soll. Mit den richtigen Installationen lässt sich ein Gartenhaus auch im Rahmen eines SmartHome Konzeptes in ein eigenes kleines Home Entertainment Center verwandeln.

Addieren Sie die vom Hersteller angegebenen Stromverbrauchswerte der einzelnen Geräte. Dann haben Sie den Strom, den Ihre Solaranlage im Garten auf jeden Fall liefern muss, damit alle Geräte dauerhaft betrieben werden können. Die Summe sollten Sie allerdings großzügig aufrunden, damit Sie wirklich auf der sicheren Seite sind. Nun lassen Sie sich von einem Experten beraten, wie groß die Solaranlage wirklich sein muss, damit Sie alle geplanten Geräte dauerhaft betreiben können.

Den richtigen Platz für die Installation der Solarpaneele

Auch diesen sollten Sie sich von einem Experten benennen lassen. Dafür wird er eine Begehung Ihres Gartens vornehmen. Eine gute Möglichkeit ist oftmals das Gartenhausdach. Da solche Gartenhäuser in der Regel alleinstehend sind, gibt es hier auch nur selten Verschattungen.

Wenn das Dach des Gartenhauses doch mal nicht die passenden Möglichkeiten bietet, kann auch die Überdachung einer Veranda am Haus oder am Gartenhaus eine gute Alternative sein. Vor allem, wenn die Verandaüberdachung vom Experten gebaut wurde, bietet sie eine gute Grundlage für entsprechende Solarpaneele.

Diese Komponenten sind für eine Solaranlage im Garten erforderlich

Bleibt noch die Frage, welche Komponenten Sie für Ihre Solaranlage im Garten benötigen. Wir haben hier die wichtigsten Punkte dazu einmal zusammengetragen:

  • Die Solarmodule zum Auffangen der Sonnenenergie
  • Der Wechselrichter, der aus dem aufgefangenen Gleitstrom nutzbaren Wechselstrom macht
  • Solarkabel für den Transport der Energie
  • Solarstromspeicher wie ein Akku oder Batterien, damit der Strom auch am späten Abend, in der Nacht oder im Winter genutzt werden kann
  • Ein Laderegler, der das Strommanagement der Anlage erledigt

Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten richten sich nach dem geplanten Verbrauch. Eine kleine Solaranlage, mit der Sie eine Nennleistung von 75 Watt erzeugen können, kostet Sie unter 100 Euro. Diese Leistung reicht aus, um das Gartenhaus zu beleuchten und ein handelsübliches Radio zu betreiben. Auch Teich- oder Poolpumpen lassen sich mit solchen Anlagen gut betreiben.

Wenn der Verbrauch eher bei 200 Watt liegt, müssen Sie mit Gesamtkosten von rund 1.000 Euro rechnen.

Fazit: Lohnt es sich, Solarstrom im Garten zu nutzen?

Finanziell betrachtet dauert es eine ganze Weile, bis die Anschaffungskosten durch eingesparte Stromkosten ausgeglichen wurden. Allerdings gilt hier der Grundsatz: Auch wenn der eigene Geldbeutel die Entspannung erst etwas später spürt, die Natur spürt sie sofort. Für jeden, der den eigenen CO2-Abdruck minimieren und etwas für die eigene Unabhängigkeit tun möchte, ist die Solaranlage am oder im Garten die mit Abstand beste Variante.


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1 Gedanke zu „Solaranlage für den Garten“

  1. Ich denke über die Installation von einer Photovoltaikanlage in meinem Garten nach. Denn ich hätte gerne eine Stromversorgung in meinem Gartenhaus. Gut zu wissen, dass es meist günstiger ist, auf eine Solaranlage zu setzen, statt sich an die städtische Stromversorgung zu wenden und einen eigenen Anschluss zu beantragen.

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