Gartenparadies für Kinder – So bauen Sie es selbst

Kinder brauchen viel Freiraum und Platz zum Austoben. Schön, wenn man dafür einen Garten mit vielen Möglichkeiten zum Spielen zur Verfügung hat.

Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die Größe als auf die richtige Gestaltung mit kreativen Ideen an. Wir zeigen Ihnen gern, wie Sie Ihre Kinder mit Baumhaus, Trampolin, Pool einem eigenen Beet und einem Sandkasten zum Buddeln erfreuen können und geben Ihnen dafür ein paar schöne Gestaltungsideen an die Hand.

Machen Sie Ihren Garten für Ihre Kinder zum privaten Spielplatz

Ein Pool, ein Baumhaus aus Holz oder ein eigenes Beet erfreuen die Kleinen ganz bestimmt, denn im Garten kann man viele schöne Dinge entdecken und sich frei entfalten. Ein guter Anfang ist bestimmt mit einem Sandkasten oder einer Schaukel mit Rutsche im Garten getan, aber das muss noch lange nicht alles sein. Fragen Sie ruhig zunächst auch Ihre Kinder, was sie sich eigentlich vom Garten so wünschen. Sie werden erstaunt sein, welche Wünsche hier kommen. Vieles davon lässt sich nämlich schon mit ein paar Handgriffen realisieren, und unrealistische Wünsche können bestimmt gemeinsam in realisierbare Projekte umgewandelt werden.

Mein erstes Häuschen – im Baumhaus lässt es sich herrlich entspannen

Ob teuer oder günstig – ob gekauft oder DIY – ein Gartenhäuschen für Kinder ist immer ein schöner Ort, in dem Kinder sich zurückziehen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Lassen Sie das Häuschen für kleinere Kinder ruhig auf dem Boden stehen und mit ein paar immergrünen, hohen Sträuchern ringsum wird das kleine Gartenhaus schnell zum Märchenschloss mit Geheimverstecken.

Wer einen schönen Baum im Garten hat, der kann natürlich das Haus wahlweise auch in die Höhe bauen. Ausgewachsene, gesunde Bäume eignen sich besonders gut für eine Baumhauskonstruktion direkt im Baum. Gut geeignet können Walnussbäume, Linden, Eschen, Weiden und Kastanien sein. Hochwachsende Pfahlwurzler wie Kiefer und Tanne eignen sich für Baumhauskonstruktionen zwischen mehreren tragenden Bäumen. Wer keinen idealen Baum im Garten hat, der kann auf ein Stelzenhaus setzen und seinem Kind hier gleich die passende Schaukel, Rutschbahn und darunter den Sandkasten anbauen.

Es gibt fertige Häuser dieser Art zu kaufen, oder aber Sie haben eigene Pläne, die sich mit helfenden Händen ebenfalls gut in die Tat umsetzen lassen. Größere Kinder ab etwa 6 Jahren können hier beim Hausbau im Garten schon mit zupacken und kleinere Arbeiten übernehmen. Wer einigermaßen handwerklich begabt ist, der kann sein Garten- bzw. Baumhaus aus Holz bestimmt selbst bauen. Passende Anleitungen dafür finden Sie im Internet jede Menge.

Der Rasen darf im Gartenparadies für Kinder nicht fehlen

Ein robuster Rasen im Garten ist für spielende Kindern wichtig. Auf dem grünen Untergrund lässt es sich herrlich turnen, Fußball spielen, relaxen oder auch im Sommer einen Swimmingpool aufbauen, in dem ganz privat nach Lust und Laune geplantscht werden kann. Für einen robusten Rasen, der alles gut mitmacht, eignen sich besonders Saatgutmischungen für Sport- und Spielrasen.

Doch nicht nur Kinderspiele benötigen einen strapazierfähigen Untergrund, auch regelmäßige Feste im eigenen Garten setzen eine robuste Grasnarbe voraus. Wurde beispielsweise ein Zierrasen gesät, ist das häufige Betreten des Rasens nicht gerade ratsam, denn die zarten Rasenpflanzen halten der ständigen Belastung nicht lange stand. Somit eignet sich Spielrasen für alle Gartenbesitzer, die ihre Grünfläche nicht nur ansehen wollen, sondern diese auch richtig benutzen möchten.

Der Sandkasten: Hier sollten Sie zunächst einen schönen Schattenplatz finden

Legen Sie einen Sandkasten bzw. einen kleinen Spielplatz für Ihr Kind an, sollte dieser immer ein wenig im Schatten liegen. Ein Baum, Sonnenschirm oder auch ein Sonnensegel schützen die Kleinen vor der prallen Sonne und lassen Kinder sicher im Freien stundenlang spielen.

Gerade bei kleinen Kindern sollte der Sandkasten außerdem in der Nähe des Hauses oder Terrasse stehen, sodass Sie immer ein Auge auf Ihr Kleines beim Buddelspaß haben können. Zu empfehlen sind Sandkästen mit einer Größe von etwa 2 x 2 Meter. Hier haben die Kinder, Freunde und auch das Spielzeug ausreichend Platz zum Sandkastenspiel. Bei der Sandkastenhöhe sollten Sie mindestens mit 30 Zentimetern rechnen, sodass die Kinder auch richtig buddeln können.

Für einen Sandkasten eignet sich nicht unbedingt jedes Holz. Wenn Sie einen Sandkasten selbst bauen, sollten Sie beispielsweise zu Tanne oder Fichte greifen. Ein bisschen teurer sind Rubine, Lärche oder Douglasie. Bei imprägniertem Holz sollten Sie auf eine möglichst „kinderfreundliche“ Imprägnierung achten, mit sehr geringem Schadstoffanteil.

Welche Spielgeräte sollen aufgestellt werden?

Wichtig ist, dass man seinen Garten nicht vollstellt, denn Kinder wollen auch noch toben und fangen spielen und benötigen ein wenig Freifläche. Ein ideales Spielgerät kann hier gerade das Gartentrampolin sein, denn es bietet Raum für gesundes Auspowern, Spaß und sogar Fitness für die Eltern.

Wer möchte baut das Trampolin sogar alternativ in den Boden ein. Das sieht besonders edel aus und versperrt auch nicht den Blick in das Gartenparadies. Bei der richtigen Auswahl der Spiel-Geräte kommt es aber auch immer auf das Alter der Kids an. Wichtig ist außerdem, die Spielgeräte sicher zu verankern, damit Kinder sorglos dort spielen können. Eine gute Idee sind auch Turn-Elemente im Garten, die sich – je nach Kindesalter – erweitern und ergänzen lassen. Von der Babyschaukel, über die Nestschaukel bis hin zum Kletterelement und Box-Sack – diese Spielelemente lassen sich beliebig erweitern und sind in einer modernen Optik ein Highlight in jedem Garten.

Hängematte, Strandkorb, Liegestuhl oder Lounge zum Entspannen

Auch Kinder brauchen einen Platz, an dem sie sich vom Toben erholen können. Die Größeren ziehen sich bestimmt auch mal ganz gerne mit einem Buch in Richtung Hängematte zurück. Für Entspannung sorgen Gartenliegen, ein Strandkorb oder eine Lounge für die ganze Familie, die man auch aus Paletten in kurzer Zeit selbst bauen kann. Hier relaxen dann auch Eltern gerne und spielen die Kinder in Sichtweite, entspannt es sich direkt noch viel besser.

Das eigene Beet – ein Highlight für kleine Hobbygärtner

Kinder helfen Eltern gerne im Garten und diese Freude sollten Sie auf jeden Fall nutzen und fördern. Schön ist es daher, kleinen Kindern ab etwa 4 Jahren ein eigenes Beet anzulegen. Damit die Kinder allerdings lange Freude daran haben, macht es Sinn, kindersichere Gartenwerkzeuge im kleinen Format anzuschaffen. Wer möchte kann auch zu einem Hochbeet greifen und darin ein bisschen Obst wie Erdbeeren und Gemüse gemeinsam anpflanzen. Cocktail-Tomaten sind sehr pflegeleicht und besonders für Anfänger geeignet. Und nichts schmeckt doch so herrlich wie frisch gepflückt in den Mund.

Je nach Alter kommen Kinder für das Entfernen von Unkraut, das Fegen der Gartenwege oder sogar das Rasenmähen (ab etwa 10 Jahren) in Frage. Mitunter steigen dadurch sogar noch das Vergnügen im Gartenparadies und auch das Verantwortungsbewusstsein.

Garten für Kinder – Sicherheit ist wichtig

Bei der Gartenanlage für einen Garten mit Kindern müssen Sie darauf achten, dass die Zäune keine extremen Spitzen haben. Auch Dornenhecken etc. sind für Kleinkinder gefährlich. Achten Sie allgemein darauf, was in Ihrem Garten blüht und wächst. Denn es gibt eine Reihe giftiger Pflanzen, die man auf den ersten Blick als solche gar nicht erkennen würde. Viele der zumeist sehr attraktiven Pflanzen werden sogar gerne als Zierpflanzen im Garten eingesetzt – sollten aber in einem kindersicheren Garten gar nicht erst auftauchen.

Typische Giftpflanzen im Garten sind Seidelbast (Daphne mezereum), Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), Goldregen (Laburnum anagyroides), Tollkirsche (Atropa belladonna), Pfaffenhütchen (Euonymus europaea), Eibe (Taxus baccata), Maiglöckchen (Convallaria majalis) und der Eisenhut (Aconitum napellus). Lassen Sie sich – bei Unsicherheiten – besser von einem Gartenfachmann beraten und verzichten Sie auf bestimmte Pflanzen im Garten, wenn dieser für Ihre Kinder sicher sein soll.

Haben Sie zudem eine Gartenbeleuchtung angebracht, ist es wichtig, dass Sie Steckdosen im Außenbereich abdecken bzw. mit einer Kindersicherung versehen. Möglichweise sind auch Funksteckdosen sinnvoll. Auch Beetdünger, Gartengeräte & Co. sollten immer außer Reichweite von Kindern sein und bestenfalls weggesperrt.

Schaffen Sie Ihr Gartenparadies und lassen Sie gemeinsam Ihrer Fantasie freien Lauf

Es gibt viele schöne Ideen, wie auch ein kleinerer Garten zum echten Spielparadies für die ganze Familie werden kann. Für die Eltern heißt es beim Toben der Kinder dabei, die richtige Mischung zu finden zwischen Vorsicht und ausreichend Raum zur freien Entfaltung. Auch wenn es Kinder naturgemäß nicht mögen, ständig beobachtet und überprüft zu werden, so haben die Eltern selbstverständlich eine Fürsorgepflicht.

Ein akkurat geschnittener Rasen und geordnete Blumenbeete in Steinoptik locken die wenigsten Kinder in den Garten. Können sie toben, spielen, bauen und gärtnern, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Dann heißt es, nichts wie raus in den Garten, wo hinter jeder Ecke ein neues Abenteuer und Natur pur wartet. Haben Kinder eine feine, altersgerechte und gute Auswahl an Spielgeräten, Freifläche und Entspannungsmöglichkeiten, kommt sicher keine Langeweile auf und der Garten wird nicht nur im Sommer Zentrum des Geschehens.


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