Spinnmilben erkennen & erfolgreich bekämpfen

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei Spinnmilben keinesfalls um Insekten, sondern um Spinnentiere. Wie lassen sich Spinnmilben bekämpfen?

Etwa 1200 Arten gehören zur Familie der Spinnmilben, deren wissenschaftlicher Name Tetranychidae lautet. Im Garten sind diese Pflanzenschädlinge nicht gern gesehen, saugen sie den betroffenen Pflanzen doch regelrecht den Saft aus den Blättern, wodurch es zu einem Absterben kommt. Um das zu verhindern, sollte man sie nicht nur eindeutig erkennen, sondern auch nachhaltig bekämpfen können.

Spinnmilben erkennen

Das Erkennen von Spinnmilben ist gar nicht so einfach, sind diese Schädlinge doch gerade einmal zwischen 0,25 und 0,80 Millimeter groß. Mit bloßem Auge also ein schwieriges Unterfangen. Doch mit einer Lupe oder unter dem Mikroskop erkennt man, dass die Tierchen:

  • acht Beine besitzen
  • kleine rote Augen haben, die eher wie Punkte wirken
  • einen länglich-ovalen Körper haben, der mit winzig kleinen Borsten übersät ist
  • keine Unterteilung in Kopf, Brust und Hinterleib haben
  • am Vorderkörper ein Mundwerkzeug besitzen, welches imstande ist, zu stechen und zu saugen
  • die Körperfarbe variiert je nach Art und Jahreszeit sowie der Wirtspflanze zwischen blassgrün, gelbgrün, orange und rotbraun

Aufgrund der Winzigkeit des Schädlings ist es häufig so, dass man eher das Schadbild erkennt, als die Spinnmilbe selbst. Ob ein Spinnmilbenbefall vorherrscht, erkennt man demnach an:

  • den feinen Gespinsten, die sich über die Blätter der Pflanze ziehen und an Blatträndern und Blattachseln verankert sind
  • winzigen hellen Pünktchen auf den Blättern, die zunächst leicht silbrig erscheinen und später eine hellgraue bis bronzefarbene Färbung annehmen
  • den eingerollten Blättern der Pflanze, wenn der Befall schon längere Zeit vorherrscht

Spinnmilben saugen die Zellen der Pflanzenblätter aus. Dabei sondern sie einen giftigen Speichel ab, der die Pflanze zusätzlich schädigt und das Absterben beschleunigt.

Häufig befallen Pflanzen

Grundsätzlich sind Spinnmilben nicht sonderlich wählerisch, was ihre Wirtspflanzen angeht. Allerdings suchen sich alle Arten des Schädlings bevorzugt Pflanzen aus, die ohnehin schon geschwächt sind. Dabei ist es vor allem die Gemeine Spinnmilbe, die man am häufigsten im Garten, aber auch bei Zimmerpflanzen antrifft.

  • Spinnmilben an Rosen

Spinnmilben befallen auffallend oft Rosen, da diese meist an einem sonnigen und trockenen Ort stehen. Dieser Standort kommt der Lebensweise des Schädlings aber sehr entgegen, denn das sind genau die Bedingungen, die er bevorzugt.

  • Spinnmilben an Orchideen

Orchideen stehen meist an einem Platz, wo sie keinem Luftzug ausgesetzt sind und wo es warm ist. Auch hier ist es der optimale Standort für die Pflanze, der vor allem die Lindenspinnmilbe, die Gemeine Spinnmilbe und die rote Spinne anzieht.

  • Spinnmilben im Apfelbaum

Für einen Spinnmilbenbefall im Apfelbaum ist die Obstbaumspinnmilbe verantwortlich. Diese Art bildet üblicherweise nicht so viele feine Gespinste wie es die Gemeine Spinnmilbe tut. Aber das Schadensbild ist ähnlich, besonders bei warmer Witterung. Die Spinnmilben haften auch hier an den Blattunterseiten. Besonders gefürchtet ist sie bei Obstbauern, da der Schädling auch verschiedene Viruskrankheiten übertragen kann, was die Ernte schlussendlich stark beeinträchtigt.

Spinnmilben bekämpfen

Je früher man einen Spinnmilbenbefall erkennt, umso früher kann man mit der Bekämpfung beginnen. Erstens, weil diese Maßnahmen dann besonders effektiv wirken können. Zweitens, weil die die Brut der Spinnmilben sich gar nicht erst zu einer übermäßigen Population entwickeln kann. Bei der Bekämpfung selbst kann man viele verschiedene Maßnahmen ergreifen, ohne dass man mit der chemischen Keule ausholen muss.

  • Raubmilben

Diese Nützlinge sind käuflich zu erwerben, wobei man sie auch durch das Anlegen eines naturnahen Gartens anlocken kann. Allerdings benötigen diese Nützlinge optimale Verhältnisse, um sich ihrer Lieblingsspeise, den Spinnmilben zuzuwenden.

  • Nützlinge

Den Garten besonders naturnah zu gestalten, ist eine weitere vorbeugende Maßnahme, die sehr nachhaltig gegen Spinnmilben und andere Schädlinge hilft. Denn dadurch werden Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Laufkäfer angelockt, bei denen die Spinnmilbe auf dem Speisezettel steht.

  • Rapsöl

Ein wirksames Mittel gegen Spinnmilben im Garten oder auch bei Zimmerpflanzen ist Rapsöl. Davon werden 250 Milliliter mit 1 Liter Wasser vermengt und die befallenen Pflanzen einmal in der Woche damit eingesprüht.

  • Teebaumöl

Schon 15 Tropfen des stark riechenden Teebaumöls genügen, um zusammen mit 500 Milliliter eine gut wirkende Mixtur zum Einsprühen der befallenen Pflanzen herzustellen. Mehrmals täglich und der Spinnmilbenbefall geht wieder zurück.

Spinnmilben vorbeugen

Um einem Befall zuvorzukommen, kann es im Sommer bereits vorbeugend helfen, wenn die Umgebung um die gefährdeten Pflanzen häufiger besprüht werden. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit schränkt die Aktivität des Schädlings ein.

Den gleichen Effekt hat eine gute Luftzirkulation. Handelt es sich bei der Rose beispielsweise um eine Topfpflanze, die auf der Terrasse an der Hausmauer steht, sollte diese ein wenig abgerückt werden, damit immer wieder ein Luftzug darüber hinwegstreichen kann.

Darüber hinaus sollten die gefährdeten Pflanzen stets gut gepflegt und gehegt werden, damit sie gegen einen Befall durch Spinnmilben widerstandsfähiger werden. Eine kaliumbetonte Düngung kann hier eine gute Hilfe sein.

Die Stammpflege bei Obstbäumen beugt einem Befall durch Spinnmilben ebenfalls vor. Lose Borkenstücke sollten entfernt werden und anschließend mit einem weißen Stammanstrich behandelt werden. Dadurch können Spinnmilben und andere Schädlinge an diesen Stellen nicht überwintern.

Fazit

Spinnmilben können die stärkste Pflanze zum Absterben bringen. Doch es gibt gerade im Garten ideale Möglichkeiten, die Gartengestaltung mit der Schädlingsabwehr zu vereinen. Denn natürliche Feinde, die sich gern an den kleinen Schädlingen gütlich tun wollen, gibt es viele. Wer zudem darauf achtet, dass es den Spinnmilben gar nicht so gut gefällt, weil die Bedingungen nicht optimal sind, dem sollte ein Spinnmilbenbefall erspart bleiben.

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