Nachbarschaftsrecht: Hundsgemeine Angelegenheit

Gegen seinen Nachbarn, der sechs Hunde hielt, wollte ein Mann vorgehen und verlangte von der Bauaufsichtsbehörde, dem Nachbarn die Hundehaltung wegen erheblicher Lärm- und Geruchsbelästigung zu untersagen.

Das lehnten die Amtsvertreter ab. Mit seiner anschließenden Klage scheiterte der Mann sowohl vor dem Verwaltungsgericht Koblenz als auch in zweiter Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz. Als Inhaber eines Wohnrechts sei er nicht klagebefugt. Nur Grundstückseigentümer und die ihnen gleichgestellten Erbbauberechtigten und Nießbraucher könnten sich auf ein öffentlich-rechtliches Abwehrrecht, das auf dem bauplanungs-rechtlichen Gebot der Rücksichtnahme fußt, berufen (Az.: 1 A 10305/05.OVG)