So können Sie Ihre Immobilie ohne Eigenkapital finanzieren

Finanzierung von Wohneigentum bisweilen auch ohne Eigenkapital möglich. In diesem Fall sollte der Bauherr einen versierten Experten an seiner Seite haben, der eine langfristig wetterfeste Finanzierungsstrategie entwickelt.

Nach wie vor könnte das Umfeld für den Bau und die Finanzierung eines Massivhauses nicht besser sein. Deutschland hat ein robustes Wirtschaftswachstum mit vergleichsweise geringer Arbeitslosigkeit und einem spürbaren Anstieg der Reallöhne. Vor allem aber können insbesondere Familien mit Durchschnittseinkommen, die zudem häufig noch Anspruch auf Baukindergeld haben, ihr Wohneigentum, vorzugsweise den Bau eines Eigenheims, zu sehr günstigen Zinskonditionen finanzieren. Auch bei längeren Zinsbindungen ab 15 Jahren kostet Baugeld selten mehr als 2 Prozent effektiv. Darlehensnehmer sollten darauf achten, dass die Geldinstitute in der Regel mit ihren Best-Konditionen werben. Die aber bekommt nicht jeder Kunde. Deshalb ist es sinnvoll, dass Bauherren bei ihrer Finanzierung mehrere Angebote miteinander sorgfältig vergleichen.
Inhalt

  • Wie lautet die goldene Regel bei der Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums?
  • Weshalb Ihre Bonität bei der Finanzierung von Wohneigentum so wichtig ist
  • Auf was Sie bei der Finanzierung von Wohneigentum besonders achten müssen
  • Weshalb die Seriosität Ihres Baupartners so wichtig ist
  • Unsere Finanzrechner helfen Ihnen bei der Planung und Realisierung
  • Weitere Tipps und Informationen
  • Tipps, Empfehlungen und Informationen

     

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    Wie lautet die goldene Regel bei der Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums?

    Üblicherweise lautet die Faustformel bei der Finanzierung selbst genutzten Wohneigentums: so viel Eigenkapital wie möglich, so wenig Fremdkapital wie nötig. Aus Sicht der Banken und einer langfristig soliden Finanzierung zuliebe sind 20 bis 30 Prozent Eigenkapital der reinen Baukosten wünschenswert. Überdies sehen es die Institute gern, wenn der Bauherr die Erwerbsnebenkosten aus eigener Tasche zahlt. Dies sind insbesondere Grunderwerbssteuer, Notargebühren und gegebenenfalls Maklercourtage. Doch jene Vorgaben sind nicht in Stein gemeißelt. Denn wie viel Eigenkapital, falls überhaupt, der Bauherr benötigt, hängt stets vom Einzelfall ab, also von den finanziellen Umständen der Bauherrenfamilie.

    Weshalb Ihre Bonität bei der Finanzierung von Wohneigentum so wichtig ist

    Mit das wichtigste Kriterium für die Finanzierung von Wohneigentum ohne Eigenkapital ist die Bonität des Bauherrn. Mit ihrer Bonitätsprüfung will die Bank oder Sparkasse klären, ob der Darlehensnehmer langfristig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Dies ist bei der Vollfinanzierung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung umso wichtiger, da die finanzielle Belastung hier höher ist als bei einer Finanzierung mit 20 oder 30 Prozent Eigenkapital.

    Pluspunkte beim Bonitätscheck durch seine Bank sammelt die Bauherrenfamilie zum Beispiel durch den, nach menschlichem Ermessen, sicheren Job des Hauptverdieners/der Hauptverdienerin. Mit gutem Einkommen selbstverständlich sowie zusätzlichen Einkünfte der Partnerin/des Partners etwa aus einer Teilzeitbeschäftigung. Vorteilhaft ist überdies, wenn der Bankkunde keine laufenden finanziellen Verpflichtungen etwa aus einem Auto- oder Konsumentenkredit hat. Vergleichbares gilt für vorhandene Vermögenswerte und Ersparnisse, die nicht als Eigenkapital verwendet werden, weil sie anderweitig investiert attraktive Erträge versprechen.

    Auf was Sie bei der Finanzierung von Wohneigentum besonders achten müssen

    Eine Standardstrategie für die Hausfinanzierung ohne Eigenkapital gibt es nicht. Gleichwohl einige wichtige Eckpunkte, die allgemein von Finanzierungsexperten empfohlen werden und die sich auch ergeben, wenn Bauherren unterschiedliche Angebote für ihre Finanzierung vergleichen. Dazu zählt beispielsweise eine angemessen hohe Jahrestilgung, um den Darlehensstand während eines akzeptablen Zeitraums zu drücken. Mindestens genauso wichtig, wenn nicht wichtiger, ist eine größtmögliche Flexibilität bei der Tilgung. Etwa indem die Familie eine kostenfreie jährliche Sondertilgung von mindestens 5, besser 10 Prozent des Anfangsdarlehens mit dem Geldinstitut vereinbart.

    Auch die mehrmalige, ebenfalls gebührenfreie Änderung des Tilgungssatzes pro Jahr sollte Standard sein bei Hypotheken-Darlehensverträgen. Dies entspricht den üblichen beruflichen Biografien insbesondere junger Familien, sobald der Hauptverdiener auf der Karriereleiter vorankommt und deshalb mehr verdient.

    Weshalb die Seriosität Ihres Baupartners so wichtig ist

    Bei der Darlehensvergabe legen Kredit gebende Banken und Sparkassen zudem großen Wert auf die Qualität des jeweiligen Baupartners. Wichtige Qualitätsmerkmale sind dessen Ruf, die Unternehmenshistorie und die wirtschaftliche Solidität. Vor allem aber schauen sich die Geldinstitute genau an, welche Sicherheitsleistungen und -vorkehrungen der jeweilige Baupartner seinen Kunden bietet. Dadurch kann weit gehend verhindert werde, zusätzlichen Kosten anfallen, die den Finanzierungsrahmen möglicherweise sprengen.

     

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    Anmerkung der Redaktion: Der Autor dieses Textes ist kein Steuerberater und auch kein Rechtsanwalt, sondern Wirtschafts- und Finanzjournalist. Finanzjournalisten ist rechts- und steuerberatende Tätigkeit per Gesetz untersagt. Der Text dient lediglich der Information von Steuerzahlern und (angehenden) Bauherren oder Immobilienkäufern. Eine Beratung oder gar konkrete Empfehlungen enthält der Text nicht. Diese sind auch nicht beabsichtigt. Obwohl die für den Text verwendeten Quellen als zuverlässig gelten, wird keine Garantie für die Richtigkeit übernommen. Die Ausführungen und Erklärung können und sollen das Gespräch mit einem Steuerberater und/oder Rechtsanwalt nicht ersetzen.

 


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