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Weshalb Kompostwürmer für erstklassigen Pflanzendünger sorgen

Pflanzen im Garten leiden nicht nur unter Staunässe und Schädlingsbefall, sondern oft auch unter zu wenigen Nährstoffen. Die meisten Menschen greifen an dieser Stelle zu diversen Düngern aus dem Baumarkt, dem Internet oder sogar aus dem Supermarkt. Dabei sorgen Kompostwürmer für einen prima Pflanzendünger.
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Leider sind Dünger aus dem Chemiewerk nicht immer das Gelbe vom Ei. Versuchen Sie es doch einmal mit natürlichem Wurmhumus, der sich völlig ohne Chemie produzieren lässt. Ihre Pflanzen werden es Ihnen mit längeren Blühzeiten, einer besseren Ernte und weniger Krankheiten danken. Wir erklären in diesem Artikel, wie es funktioniert und wie Sie den Humus optimal einsetzen.

Wurmhumus – was ist das?

Auf die Schnelle erklärt ist Wurmhumus der Kot von Würmern wie den Kompostwürmern oder den Regenwürmern. Aber bevor Sie jetzt laut „Igitt“ schreien und sich vielleicht sogar ekeln: der Wurmkot ist besonders nährstoffreich und verbessert bei regelmäßigem Einsatz die Bodenqualität immens. Nicht umsonst haben unsere Großeltern oft erzählt, dass Regenwürmer ein Beweis für einen guten Boden sind.

Wurmhumus enthält hauptsächlich organische Substanzen und Wasser. Daneben aber auch Stickstoff, Kalium, Magnesium, Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Phosphor und Huminsäuren. Aufgrund der Säuren ist der PH-Wert mit 6,5 leicht sauer.

Besonders wertvoll im Wurmhumus sind die vielen Mikroorganismen und Enzyme, die eine bodenverbessernde Wirkung haben. Der Boden wird entgiftet und gegen schädliche Mikroorganismen geschützt. Damit werden nicht zuletzt das Pflanzenwachstum und die Fruchtbarkeit gefördert.

Wurmhumus ist dabei einerseits eine gesunde Pflanzennahrung und andererseits ein toller Langzeitdünger. Fachleute sagen, dass schon deutlich weniger als 1/10 der Erde durch Wurmhumus ersetzt zu einem guten Boden führen kann.

Wie wird Wurmhumus produziert?

Bereits seit Jahrtausenden ist die Kompostierung ein beliebtes Verfahren zur Düngung. Dabei ist schon lange bekannt, dass Wurmkompost besonders nährstoffreich ist. Es werden daher gezielt Würmer dem Kompost zugesetzt bzw. finden sich die Würmer von selbst ein, wenn ein „guter“ Kompost angelegt wird. Gut bedeutet in diesem Fall, dass die Abfälle gut vermischt sind und bereits angefangen haben, sich zu zersetzen.

Für diesen Prozess sind eine gleichmäßige Befeuchtung, eine regelmäßige Befüllung und eine warme Temperatur der Schlüssel zu einer guten Humusbildung durch die Würmer. 26 Grad Celsius sind optimal, bei mehr als 40 Grad Celsius oder Frost sterben sie jedoch. Es ist daher wichtig, den Kompost geschützt anzulegen und darauf zu achten, dass sich dieser nicht zu sehr erhitzt.

Industrielle Produktion von Wurmhumus

Häufig wird in der Industrie Pferdemist zu Wurmhumus verarbeitet. Dieser ist bereits gut von Milben und anderem „Krabbelviech“ durchsetzt und im Stadium der Zersetzung. Kommen dann die Regenwürmer dazu, so fressen diese die organischen Anteile. Heraus kommt der wertvolle Humus, der teuer verkauft wird.

Wurmhumus selbst herstellen

Guten Wurmhumus selbst herzustellen ist gar nicht so schwierig. Im Handel gibt es spezielle Wurmkomposter bzw. Wurmkisten, die Ihre Küchen- und Gartenabfälle aufnehmen. Sie befüllen diesen und geben einmalig ein paar Kompostwürmer (als Würmer oder Kokons im Handel erhältlich) hinzu.

Besonders hochwertige Komposter lassen die Entnahme des fertigen Humus durch eine untere Öffnung zu, so dass eine kontinuierliche Kompostierung durch die Würmer stattfinden kann. Sie müssen nicht in der Kiste herumwühlen, um Humus zu entnehmen. Stattdessen legen Sie einfach nur immer oben weitere Garten- und Küchenabfälle drauf. Der Rest geschieht vollautomatisch, und Sie brauchen nur am Komposter die gewünschte Menge entnehmen.

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